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Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums, Jahrgang 1901

by Various · German · Gutenberg #51260 · 984,816 chars · public domain (US)

The Project Gutenberg eBook of Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums, Jahrgang 1901
    
This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and
most other parts of the world at no cost and with almost no restrictions
whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms
of the Project Gutenberg License included with this eBook or online
at www.gutenberg.org. If you are not located in the United States,
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Title: Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums, Jahrgang 1901

Author: Various


        
Release date: February 22, 2016 [eBook #51260]
                Most recently updated: October 23, 2024

Language: German

Other information and formats: www.gutenberg.org/ebooks/51260

Credits: Produced by Karl Eichwalder, Chuck Greif, Reiner Ruf, and
        the Online Distributed Proofreading Team at
        http://www.pgdp.net (This file was produced from images
        generously made available by The Internet Archive/American
        Libraries.)


*** START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK ANZEIGER DES GERMANISCHEN NATIONALMUSEUMS, JAHRGANG 1901 ***

 ######################################################################

Der vorliegende Text wurde anhand des Jahrganges 1901 der „Mitteilungen
des Germanischen Nationalmuseum“ so weit wie möglich originalgetreu
wiedergegeben. Historische Zitate wurden unverändert überenommen,
ansonsten wurden offensichtliche Fehler in Rechtschreibung und
Zeichensetzung stillschweigend korrigiert. Bemerkungen in [eckigen
Klammern] wurden von den Autoren eingefügt.

Im Originaltext wird regelmäßig die Buchstabenkombination ‚ſs' (mit
langem ‚s‘) verwendet, meist als Ersatz für das in der damaligen
Schreibweise verwendete Schriftzeichen ‚ß‘, seltener auch für
ein doppeltes ‚s‘. Im vorliegenden Text wurde durchgehend das
Symbol ‚ß‘ verwendet; man beachte aber die damals gebräuchlichen
Rechtschreibvarianten. In historischen Zitaten wurden Umlaute teilweise
durch einen kleinen Buchstaben ‚e‘ über dem entsprechenden Vokal
dargestellt (aͤ, oͤ, bzw. uͤ), teilweise durch die Umlaute ä, ö, bzw.
ü; diese Schreibweisen treten stellenweise auch innerhalb eines Satzes
vermischt auf.

Namen werden meist gesperrt gedruckt, jedoch wurde dies insbesondere
hinsichtlich Vornamen und Namenszusätzen uneinheitlich vorgenommen;
im vorliegenden Text wurden diesbezüglich aber keine Änderungen
durchgeführt. Eine große Zahl von Begriffen wurden in unterschiedlichen
Schreibweisen wiedergegeben (z.B.: ‚Association‘ vs. ‚Assoziation‘,
‚Oel‘ vs. ‚Öl‘), auch innerhalb desselben Abschnitts. Diese Varianten
wurden in der vorliegenden Fassung erhalten, sofern der Sinn des Textes
dennoch eindeutig erschlossen werden kann.

Der Kupferstich von Hans Brosamer wurde zwei Mal verwendet (auf den
Seiten 30 und 131). Das Symbol [*pfund] wird meist als Währungseinheit
gebraucht; [*Z] bezeichnet ein Symbol, das annähernd einem liegenden
Buchstaben N ähnelt. Der Text des Facsimiles auf S. 146 (‚Der
Allergroßmechtigist vnüberwindlichist ka ser...‘) wurde vom Bearbeiter
eingefügt.

Schriftschnitte, die von der Normalschrift abweichen, werden durch die
folgenden Sonderzeichen dargestellt:

    kursiv:        _Unterstriche_
    fett:          =Gleichheitszeichen=
    gesperrt:      +Pluszeichen+

Hochgestellte Zeichen werden durch vorangestellte Caretsymbole
gekennzeichnet; mehrere Zeichen werden dabei mit geschweiften Klammern
zusammengefasst, z.B. xII^{mo}.

 ######################################################################




                               ANZEIGER

                                  DES

                     GERMANISCHEN NATIONALMUSEUMS.

                            [Illustration]

                            JAHRGANG 1901.

                                HEFT I.

                             JANUAR-MÄRZ.

                            NÜRNBERG 1901.
               VERLAGSEIGENTUM DES GERMANISCHEN MUSEUMS.




Inhalt.


                                                                   Seite

    I. Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums                    I-XX

    II. Mitteilungen aus dem Germanischen Nationalmuseum.

    Vorlagen zu Sonnenuhren von Georg Brentel von Lauingen, von
      Dr. +Th. Hampe+                                                  3

    Herd und Herdgeräte in den Nürnbergischen Küchen der Vorzeit,
      von Dr. +Otto Lauffer+. I.                                      10

    Über den großen Nürnberger Glückshafen vom Jahre 1579 und
      einige andere Veranstaltungen solcher Art (I.), von Dr.
      +Th. Hampe+                                                     30

    Literarische Notizen                                              41




                               ANZEIGER

                                  DES

                     GERMANISCHEN NATIONALMUSEUMS

                             HERAUSGEGEBEN

                           VOM DIRECTORIUM.

                            JAHRGANG 1901.

                               NÜRNBERG
               VERLAGSEIGENTUM DES GERMANISCHEN MUSEUMS
                                 1901.




    1901.                       Nr. 1.                    Januar-März.




                               ANZEIGER
                                  DES
                     GERMANISCHEN NATIONALMUSEUMS.




CHRONIK DES GERMANISCHEN MUSEUMS.


STIFTUNGEN.

Die +Herren Ältesten der Berliner Kaufmannschaft+, die uns schon öfter
durch Geschenke erfreuten, haben uns neuerdings den Betrag von 250 m.
gespendet.

Wie seit einer Reihe von Jahren, so haben uns auch heuer ungenannt
bleiben Wollende in +Nürnberg+ 300 m. zukommen lassen.


NEU ANGEMELDETE JAHRESBEITRÄGE.

Se. Königliche Hoheit der +Großherzog Wilhelm von Sachsen-Weimar+
gewährte dem Museum einen Jahresbeitrag von 200 m.

Ferner giengen uns zu:

=Von Stadtgemeinden:= =Falkenstein i. V.= 5 m. =Nauen= 10 m. =Oederan=
5 m. =Orsoy= 6 m. =Ottweiler= 5 m. =Pasewalk= 10 m. =Peine= 20 m.
=Pyritz= 10 m. =Recklinghausen= 20 m. =Rees= 3 m. =Rehau= 5 m.
=Rheinberg= 3 m. =Rinteln= 5 m. =Rödelheim= 3 m. =Rosslau= 10 m.
=Preuss. Stargard= 10 m.

=Von bayrischen Distriktsräten:= =Bruck= 20 m. (für 1900). =Höchstadt
a. D.= 10 m. =Lauingen= 10 m. =Mindelheim= 10 m. =Oberdorf= 15 m. (für
1900). =Ochsenfurt= 5 m. =Schrobenhausen= 10 m. (für 1900). =Simbach=
20 m. (für 1900). =Wegscheid= 10 m. (ab 1900).

=Von Vereinen, Korporationen etc.:= =Leipzig= »Roter Löwe«, Verein für
Geschichte und geschichtliche Hilfswissenschaften an der Universität,
(statt bisher 3 m.) 10 m.; Kgl. histor. Seminar a. d. Universität 10 m.
=Tübingen.= Normannia, Studenten-Verbindung, 7 m. 50 pf.

=Von Privaten:= =Aachen.= Vendel, Professor, 2 m. =Aschaffenburg.=
Franz Dahlem, Fabrikbesitzer 3 m. (ab 1900). =Basel.= Groos,
Professor, (statt bisher 2 m.) 4 m.; Haerle-Metzler 4 m.; Ph.
Östreicher, Stadtrat, in Lörrach 4 m. =Bayreuth.= Max Gebhardt, in
Markt Redwitz 2 m.; Wilh. Hensel 2 m. =Cadolzburg.= Klepper, k.
Grundbuchanlegungskommissär, 2 m.; Späth, k. Oberamtsrichter, 2 m.;
Zeltner, Gutsbesitzer, auf Pleikersdorf, (statt bisher 2 m.) 3 m.
=Colmar i. E.= Dr. Voßen, Justizrat, 3 m. (ab 1899). =Crimmitschau.=
Arno Donath Franke, Kaufmann, 2 m.; Fritz Laue, Kaufmann, 3 m.;
Gustav Tietze, Rechtsanwalt, 3 m. =Ebermannstadt.= Hans Freiherr
von Reitzenstein, k. Kammerherr u. Bezirksamtsassessor, 2 m.
=Eger.= Dr. Albert Ritter von Krobshofer, k. k. Notar, 2 Kronen.
=Elberfeld.= Dape, Professor, in Bodenbach 5 m. =Erlangen.= A. Caspari,
Gymnasialprofessor a. D., 3 m.; Dr. Klüber, Assistenzarzt an d.
Irrenanstalt, 10 m.; Köberle, Lic. theol., Privatdozent, 3 m.; Carl
Schneider, wissenschaftl. Hilfsarbeiter a. d. Bibliothek, 3 m.; Dr.
Wiegand, Professor, (statt bisher 3 m.) 10 m. =Feuchtwangen.= Neumann,
k. Amtsgerichtssekretär, 2 m. =Fürth.= Gg. Schneider, Stadtkaplan, 2
m. =Gaildorf.= Leibbrand, Oberpräzeptor, 1 m. =Germersheim.= Sues, k.
Oberamtsrichter, 2 m. =Giessen.= Dr. Biermer, Professor, 10 m.; Dr.
Mecum, Bürgermeister, 5 m., Spamer, Hüttendirektor, 5 m. =Greifswald.=
Goldmann, stud. theol., 3 m. =Gunzenhausen.= Götz, k. Oberstleutnant u.
Bezirkskommandeur, 2 m.; Knözinger, k. Bezirksamtmann, 2 m.; Oehl, k.
Notar, (statt bisher 1 m.) 2 m.; Dr. Wilhermsdörfer, prakt. Arzt, 2 m.
=Hersbruck.= Fräulein Haffner 1 m.; Moritz Mederer, Brauereibesitzer,
1 m.; Dr. Schlier, prakt. Arzt, 1 m.; Stahl, k. Hauptzollamtsverwalter,
in Pommelsbrunn 2 m. =Höchstadt a. A.= Dr. Heinr. Hofmann,
Bez.-Amts-Assessor, 1 m. =Hohen Pähl= (Schloß). Ernst Czermak 20 m.
=Holzminden.= Carl Eschmann, Kaufmann, 1 m.; von Otto, Bürgermeister,
3 m.; Graf von der Schulenburg-Nordsteimke, Reg.-Assessor, 3 m.
=Innsbruck.= Ernst Rziha, k. k. Gewerbeoberinspektor, 10 m.; Gotthard
Graf von Trapp 10 m. =Iserlohn.= Dr. Hardt, Oberlehrer, 3 m. =Kislegg.=
Dr. Haag, Oberamtsarzt, in Wangen 1 m. (ab 1899). =Kitzingen.= Anton
Abt, Fabrikbesitzer, (statt bisher 1 m.) 2 m.; Hermann Frobenius,
Weinhändler, 1 m.; Adam Heinrich, Privatier, 2 m.; Carl Kesselring,
Weinhändler, (statt bisher 1 m.) 2 m.; Steinmann, k. Oberexpeditor,
(statt bisher 1 m.) 2 m. =Köln.= Küppers-Loosen, Kaufmann, 10 m.; Frau.
Geh. Kommerzienrat von Mevissen 30 m.; Ernst Reimbold, Fabrikbesitzer,
in Kalk 10 m.; Dr. Simar, Erzbischof, 20 m. =Kulmbach.= Wilhelm Fischer
3 m.; Dr. Mader 3 m. =Künzelsau.= Dr. Finckh, in Kupferzell 2 m.
=Leipzig.= Dr. E. Beckmann, Universitäts-Professor, 3 m.; H. Blauhuth,
Kaufmann, 3 m.; Dr. jur. Breymann, Referendar, 10 m.; Dr. K. Bücher,
Universit.-Professor, 5 m.; Dr. H. Credner, Universit.-Professor, 20
m.; Heinr. Thl. Dimpfel, Architekt, 6 m.; E. von Eynern, Leutnant a.
D., 3 m.; A. Fichte, Photograph, 3 m.; J. Gebhardt, Gymnasiallehrer,
3 m.; Dr. Alfred Giesecke, Verlagsbuchhändler, 10 m.; Georg Giesecke,
Schriftgießereibesitzer, 10 m.; Dr. Heinrici, Universit.-Professor,
6 m.; Dr. E. Hering, Universit.-Professor, 6 m.; Arnold Hesse,
Reichsgerichtsrat, 3 m.; Georg Hofmann, Reichsgerichtsrat, 10 m.;
Dr. R. Kautzsch, Direktor des Buchgewerbemuseums, 3 m.; Dr. Kirn,
Universit.-Professor, 6 m.; Koll, Reichsgerichtsrat, 5 m.; Dr. A.
Köster, Universit.-Professor, 10 m.; R. Liebig, Ingenieur, 3 m.; Arthur
Lielsch, Maler, 3 m.; Dr. Erich Marcks, Universit.-Professor, 5 m.; Dr.
Müller-Schönau, Landwirt, 3 m.; Dr. W. Ostwald, Universit.-Professor,
10 m.; Dr. Peters, Reichsgerichtsrat, 5 m.; R. Prössdorf, Kaufmann, 3
m; Dr. Arthur Prüfer, Privatdozent an der Universität, 5 m.; Dr. H.
Sattler, Universit.-Professor, 10 m.; Th. Schneider, Zeichner, 3 m.;
Dr. jur. Sprecher von Bernegg, Reichsgerichtsrat, 20 m.; Dr. Tändler,
Reichsgerichtsrat, 10 m.; Robert Voigtländer, Verlagsbuchhändler,
5 m.; Theodor Weicher, Verlagsbuchhändler, 10 m.; Max Weickert,
Kaufmann, 5 m.; Ed. Weingärtner, Chemiker, 3 m.; Dr. Otto Wiener,
Universit.-Professor, 5 m.; Eduard Winkler, Dr. med., prakt. Arzt,
3 m.; Richard Würker, Kaufmann, 6 m. =Loburg.= Jacobs, Diakonus, 2
m. =Mannheim.= Emil Melchers, stellvertr. Dir. d. Aktiengesellsch.
f. Handel u. Schifffahrt H. A. Disch, 5 m. =Merseburg.= Bohnstedt,
Oberreg.-Rat, 3 m.; von Borstell, Oberreg.-Rat, 3 m.; Chüden,
Oberregierungsrat, 3 m.; Eichhorn, Landesbaurat, 3 m.; Höfer,
Landesrat, 3 m.; Nikolaus, Landesbauinspektor, 3 m.; Salomon,
Landesbauinspektor, 3 m.; Scultetus, Regierungs- u. Gewerbe-Rat,
3 m.; Skoniecki, Landesrat, 3 m.; von Ulrici, Oberforstmeister,
3 m. =Moskau.= G. Braun 2 m. 16 pf. =München.= Ernst Zais 20 m.
=Neumarkt i. O.= Sebast. Schoder, k. Bezirksgeometer, 2 m.; Dr. Weber,
Pfarrer, 2 m. =Nürnberg.= Heinrich Bachmann, Bahnadjunkt, 3 m.;
Heinrich Benter, Buchhalter, 3 m.; Michael Dötzer, Stadtkaplan, 3 m.;
Alexander Frech, Brauereidirektor, 20 m.; Eduard Hager, Prokurist, 8
m.; Heinrich Heil, Buchhalter, 2 m.; Kunzmann, Kaplan, 3 m.; Gabr.
Lederer, Prokurist, 10 m.; Andr. Macher, Maurermstr., 3 m.; Gg.
Rück, Prediger, 3 m.; Frz. Sündermann, Schreinermstr., 2 m.; Otto
Vornberg, Maurermstr., 3 m.; Ernst Weidinger, Kassier, 5 m.; Georg
Weidinger, Kassier, 3 m. =Pforzheim.= Hermann Drews, Fabrikant, 3
m.; Härdtner, Fabrikant, 3 m.; Robert Kayser, Bankier, 2 m.; Maler,
Architekt, 2 m.; Rau, Forstmeister 2 m.; Wilhelm Regenold, Fabrikant,
3 m.; Schäfer, Fabrikant, 3 m.; Schneider, Stadtrat, 3 m.; Heinrich
Stiess, Fabrikant, 3 m.; Veltmann, Stadtrat, 2 m.; Walz, Notar, 3 m.;
Friedr. Wolber, Professor, 1 m. =Reichenbach i. V.= Paul Schneider 12
m. =Saargemünd.= Goebel, Bau- u. Betriebsinspektor, 3 m. =Salzburg.=
Gust. Reckamer 1 Krone (ab 1900). =Solingen.= P. R. Hendrichs 3 m.;
P. Liesenthal 3 m. =Sondershausen.= Merten, Fräulein, 1 m.; Mücke,
Kaufmann, 1 m.; Thury, Fräulein, 1 m. =Steinwiesen.= J. B. Reinlein,
Pfarrer, 3 m. =Straubing.= Martin Joch, k. Pfarrer, (statt bisher 1
m.) 2 m.; Joseph Reiter, k. Präfekt u. Seminarlehrer, (statt bisher
1 m.) 2 m.; Friedrich Schul, k. Schullehrerseminardirektor, (statt
bisher 1 m.) 2 m.; Jos. Segl, Rechtsanwalt, (statt bisher 1 m.) 2
m.; Ludwig Zölch, k. Landgerichtsrat, 3 m. =Tauberbischofsheim.=
Schmetzer, Landwirtschaftsinspektor, 2 m. =Treuchtlingen.= Joh. Baals,
kgl. Oberexpeditor, 2 m.; Karl Bergmann, kgl. Eisenbahnexpeditor,
2 m.; Gg. Dölfel, kgl. Oberexpeditor, 2 m.; Gg. Nein, kgl.
Eisenbahnexpeditor, 3 m.; Gust. Oestreicher, Kaufmann, 2 m.; Christ.
Opel, kgl. Betriebsmaschinen-Ingenieur, 3 m.; Franz Pemsel, Lehrer, 2
m.; Seitz, kgl. Aufschlagverwalter, 2 m.; Ed. Steinhäußer, Lehrer, 2
m.; Ant. Vorndran, kgl. Abteilungsingenieur, 3 m. =Tübingen.= Spindler,
Hauptmann, 2 m. =Überlingen.= Dr. Engler, Amtsrichter, 3 m. =Vegesack.=
Albers, Rechtsanwalt, 1 m.; Anton Brünings 3 m.; Hermann Brünings 3 m.;
Vollert, Professor, 2 m. =Windsheim.= Dr. Klein, prakt. Arzt, 1 m. 50
pf.


EINMALIGE GELDGESCHENKE.

=Quackenbrück=, Stadt 5 m. =Roessel=, Stadt 3 m.




ZUWACHS DER SAMMLUNGEN.

KUNST- UND KULTURGESCHICHTLICHE SAMMLUNGEN.


Geschenke.

=Berlin.= Frl. +Elisabeth Lembke+: Gesticktes Täschchen und gehäkelte
Geldbörse; 19. Jahrh. -- =Eger.= +Joseph Karl Ertl+: Kleine
buntglasierte irdene Schüssel; egerländische Bauernware. -- =Frankfurt
a. M.= Fabrikant +Val. Hammeran+: Geschnitzter Stuhl aus Eichenholz,
sogen. Küferstuhl. Aus Bacharach; 18. Jahrh. -- =Fürth i. B.= +Leopold
Ehrmann+: Zu Wahlzwecken geprägter Silberdollar, so groß, daß er dem
Goldwert des Silbers entspricht; 1900. -- =München.= Antiquar +E.
Märkel+: Schwarze Herrensammetmütze mit Stickerei; 1. Hälfte des 19.
Jahrh. +Ernst Zais+: Römischer Stilus aus Bein. Römischer Lampenhenkel
aus Terra sigillata, einen Pferdekopf darstellend; Fundort Mainz. Fünf
römische Schalen aus Terra sigillata; Fundort Mainz. Thonfigur (auf
Gypssockel), Flora, römisch; Fundort Mainz. Desgl. Minerva; Fundort
Bingen. Fünf römische Gläser verschiedener Form; Fundort Zahlbach
bei Mainz. Köpfchen aus weißem Thon, römisch; Fundort Heddernheim.
Doppelseitiger Siegelstempel aus grauem Schiefer; 17.-18. Jahrh. 4
Buchbinderstempel mit zwei Rollen, aus einer Augsburger Werkstatt;
18.-19. Jahrh. Zwei eiserne Schuhschnallen; 18. Jahrh. Burgmodell
aus gebranntem Thon mit Springbrunnenvorrichtung; 19. Jahrh. Sechs
französische Denkmünzen aus Bronze, auf die Kämpfe an der Loire
1870/71 bezüglich. -- =Nürnberg.= Fabrikbesitzer +Chillingworth+:
In Buchsbaum geschnitzter Fries mit Ornamentranken und Kaiserköpfen
in Flötners Art; Anf. d. 16. Jahrh. Frau Apotheker +Weglehner+:
Silbernes Büchschen für einen Patenpfennig. Silbernes Riechbüchschen.
Silberner Stift (Ende einer Kette); 18.-19. Jahrh. Münzpräganstalt
+Chr. Lauer+: Bronzeplaquette mit dem Brustbild Kaiser Wilhelms I.
Desgl., altversilbert, mit Kaiser Friedrich III. Desgl., Bronze, mit
Kaiser Wilhelm II. in Admiralsuniform. Desgl. desgl. auf die Kaiserin
Augusta Viktoria. Desgl. anderer Stempel auf dieselbe; altversilbert.
Desgl., Bronze, auf Prinz Heinrich von Preußen. Desgl. desgl. auf
König Ludwig II. von Bayern. Bronzemedaille, altversilbert, auf
den Prinzregenten Luitpold von Bayern anläßlich der bayerischen
Landesausstellung in Nürnberg 1896. Bronzeplaquette, altversilbert, mit
Brustbild König Alberts von Sachsen; 1898. Bronzemedaille auf Herzog
Ernst von Sachsen-Coburg-Gotha. Bronzeplaquette mit Brustbild des
Kaisers Franz Joseph von Österreich; 1898. Desgl. desgl. auf Kaiserin
Elisabeth von Österreich; 1898. Desgl. desgl. auf den Besuch in Berlin
1900, mit den Brustbildern des Kaisers Wilhelm II. und Franz Joseph.
Desgl. desgl. mit König Humbert von Italien; 1900. Desgl. desgl. mit
Papst Leo XIII. Desgl. desgl. mit Königin Wilhelmine von Holland;
1898. Desgl. desgl. mit König Oscar II. von Schweden und Norwegen.
Bronzemedaille auf den Tod Kaiser Alexander III. von Rußland; 1884.
Bronzeplaquette mit dem Brustbild Kaiser Nicolaus III. von Rußland.
Desgl. desgl. mit Kaiserin Alexander von Rußland. Bronzemedaille,
oxydiert, auf das diamantene Regierungsjubiläum der Königin Viktoria
von England mit Brustbild derselben. Bronzeplaquette mit Brustbild der
nämlichen. Desgl., altversilbert, auf das diamantene Regierungsjubiläum
derselben. Desgl. mit dem Prinzen Albert Eduard von Wales. Desgl.
desgl. mit der Prinzessin Alexander von Wales. Große Bronzemedaille
auf den Tod des Fürsten Otto von Bismarck, Avers: Brustbild nach
rechts, Revers: allegorische Darstellung; 1898. Ähnliche Medaille
mit anderem Brustbild; etwas kleiner. Desgl., altversilbert, mit
Brustbild Bismarcks im Helm; Revers: das Mausoleum zu Friedrichsruhe.
Bronzeplaquette mit Brustbild des Fürsten Otto von Bismarck. Desgl.
desgl. auf Generalfeldmarschall Graf Moltke. Desgl., altversilbert,
anderer Stempel auf denselben. Bronzeplaquette mit Brustbild des
Staatssekretärs der Reichspost Dr. von Stephan. Desgl. desgl. mit
Generalfeldmarschall Graf Waldersee. Desgl. auf das 500jährige
Geburtsjubiläum von Johannes Gutenberg mit Brustbild desselben.
Desgl. desgl. auf Frz. X. Gabelsberger. Desgl., altversilbert auf
Viktor von Scheffel. Bronzemedaille auf die 300ste Wiederkehr des
Todestages von Orlando di Lasso mit Brustbild desselben. Desgl.
auf den Tod von Prälat Sebastian Kneipp (1897) mit Brustbild und
Ansicht von Wörishofen. Bronzeplaquette mit Brustbild des Gleichen.
Desgl., altversilbert, auf Frithjof Nansen. Bronzemedaille auf den
Tod des Geheimrats A. v. Essenwein mit Brustbild und Ansicht des
Germanischen Museums; 1892. Desgl., altversilbert, auf den Bazar
zum Besten der Christuskirche in Steinbühl (Nürnberg) mit Ansicht
derselben; 1892. Desgl., Bronze, auf den 1890 vollendeten Nürnberger
Rathausneubau mit Ansicht desselben und den Brustbildern der damaligen
Bürgermeister v. Stromer und v. Seiler. Desgl. auf den Baubeginn der
Dreifaltigkeitskirche zu Gostenhof (Nürnberg); 1895, mit Ansicht
derselben. Bronzeplaquette, altversilbert, auf Direktor Theodor von
Kramer anläßlich der Nürnberger Landesausstellung; 1890 (v. Phil.
Kittler). Bronzemedaille, altversilbert, auf die Einverleibung der
Nürnberger Vorortsgemeinden am 1. Januar 1900, mit Brustbild der Noris.
Desgl. auf die Grundsteinlegung der neuen St. Peterskirche zu Nürnberg
mit Ansicht. Desgl. auf die Vollendung des neuen Amtsgebäudes am
Fünferplatz mit Ansicht desselben und den Brustbildern der derzeitigen
Bürgermeister Dr. von Schuh und Jäger; 1900. Desgl. auf das neue
Rathaus zu Hamburg; vollendet 1897. Desgl. auf die Jahrhundertwende mit
allegorischer Darstellung. Desgl. auf den englischen Premierminister W.
E. Gladstone; 1898. Desgl. desgl. kleiner mit Anhänger. Bronzeplaquette
mit Brustbild des Präsidenten der Transvalrepublik S. S. Paul Krüger.
Bronzemedaille auf denselben; 1900. Desgl. desgl. auf Lord Roberts
of Kandahar. Desgl. Plaquette auf denselben. Desgl. Medaille auf
Lord Kitchener of Chartum. Desgl. Plaquette auf denselben. Desgl.
Medaille mit Brustbild des Generalmajors Baden-Powell. Desgl. desgl.
auf Jos. Chamberlain. Desgl. Plaquette auf denselben. Desgl. auf
Kaiser Alexander III. von Rußland. Architekt +Schröder+: Rokokotapete;
Ölmalerei auf Leinwand; 18. Jahrh. Weinhändler +Emil Ottenwalter+:
Großer schmiedeiserner Arm mit Schild vom Gasthaus zum Adler in
Emmendingen. 18.-19. Jahrh. Thürmer +Christian Wildner+: Weberbrettchen
mit Kerbschnittverzierung nebst Wollenwickel zum Bortenwirken; 1828.
+Lorenz Riegel+: Drei Dambrettsteine aus Holz mit eingepreßten
Darstellungen; Nürnberger Fabrikat; 18. Jahrh. -- =Passau.= Frau
Regimentsquartiermeisterswe. +Magdal. Hahn+: Uniformsrock eines
bayerischen Regimentsquartiermeisters; von 1870. -- =Wien-Nussdorf.=
+K. Adolf Bachofen von Echt+: Bronzeplaquette; Avers: Allegorische
Darstellung der Germania auf dem Meere; Rev.: Namenszug K. Adolf
Bachofen von Echt mit Wappen und der Jahreszahl 1901.


Ankäufe.

+Medaillen+: Ovale Silbermedaille auf Markgraf Johann Friedrich von
Brandenburg o. J. Ovale Silbermedaille (M. M.) auf Herzog August von
Braunschweig-Lüneburg. Silbermedaille auf König Friedrich I. von
Preußen anläßlich des Jubiläums der Universität Frankfurt a. O.; 1706.
Silbervergoldete Medaille auf Herzog Karl von Württemberg, Prämie für
Rechtswissenschaft auf der Karlsschule, o. J.

+Wissenschaftliche Instrumente+: 3 chirurgische Messer; 17. Jahrh. 3
desgl.; 18.-19. Jahrh. 3 Eisen zum Brennen; 17.-18. Jahrh. 1 großes
hakenförmiges chirurgisches Messer; 18.-19. Jahrh. 1 Meißel und 1
Schaber; 18. Jahrh. Zange zum Zahnreißen; 18. Jahrh. Desgl. 19. Jahrh.
1 Haarseilnadel, 1 Spachtel aus Bein. Goldwage von J. M. Kruse in
Barmen; 18. Jahrh.

+Waffen+: Dolch, Panzerstecher mit Lederscheide und in Eisen
geschnittenem Griff (Mohrenkopf); 16. Jahrh. Mittelalterliche Armbrust
mit Fischbeinbogen; 15. Jahrh. Zwei ausgegrabene Dolche mit Bronzeknauf
und Parierstange; 14.-15. Jahrh.

+Kirchliche Geräte+: Reliquiar, silberne, teilvergoldete Büste der hl.
Barbara auf vergoldetem Holzpostament. Vom Rhein. Ende des 17. Jahrh.

+Zunftwesen+: 22 silberne Gedächtnisschildchen der Schlotfegerinnung zu
Coburg; 18.-19. Jahrh.

+Münzen+: Salzburger ¼ Thalerklippe; 1642. Thaler von Graf Christian
Wilhelm von Sondershausen; 1676. Thalerklippe des Churfürsten Johann
Georg von Sachsen; 1679. Braunschweiger Ausbeutethaler von 1685 (Ernst
August von Braunschweig-Lüneburg, Bischof von Osnabrück).

+Hausgeräte+: Holzlöffel mit silbervergoldetem, gothischem Griff;
15. Jahrh. Schrank in geschnitztem Eichenholz; holländisch; 18.
Jahrh. Großer Schreibtisch in eingelegter Arbeit; bayrisch; 18.
Jahrh. Zwei bemalte stehende Porzellanfiguren, Herr und Dame;
Manufaktur Limbach; 18. Jahrh. Doppelleuchter aus bemaltem Porzellan
mit nackten Knabenfiguren; Fabrikat von Zürich; 18. Jahrh. Bemalter
Porzellanteller; Fabrikat von Ansbach; 18. Jahrh.

+Tracht und Schmuck+: Anhängetasche aus Schweinsleder mit vielen
Abteilungen und geknoteten Verzierungen; 16. Jahrh. Silberne
Gürtelkette; Nürnberger Arbeit; 16. Jahrh. Damenkostüm aus rot-
und weißgestreifter Seide nebst breitrandigem Strohhut, Tasche
aus blauer Seide, Strümpfen, Handschuhen u. s. w., im ganzen 17
Stücke; um 1830. Damenstrohhut mit grünen Bändern und grünweißem
Tüllbesatz; 1820-40. Weißbaumwollene Frauenhaube (Kappe) aus Montafon;
Anf. des 19. Jahrh. Zu demselben Costüm gehören: weißbaumwollener
Frauenunterrock, weißbaumwollenes hoch geschlossenes Frauenhemd mit
weiten Ärmeln, Haarband mit Haarschnur aus roter Seide, Halsbinde,
Leible, aus schwarzer Seide, verschiedene Bänder, Brautkrone aus
Gold- und Silberflitter und künstlichen Blumen, Stecker aus schwarzem
buntgemustertem Sammt, grünes Miedertuch, schwarzwollener Frauenrock
mit daran befindlicher Taille.

+Bäuerliche Altertümer+: Sechs alte Zinnkrüge aus dem Egerland; 18.
Jahrh. Buntbemalte Egerländer Wiege; 18.-19. Jahrh. Bettüberzug,
Zudecke und Polster, blau und weiß gewebt, egerländisch; 18. Jahrh.
Sieben Amulette wie sie im Egerland an den Bettvorhängen der
Wöchnerinnen angebracht wurden. Zwei desgl. unter Glas, rund. Ein
desgl. desgl. viereckig. Heiligenbild mit schwerem Rahmen; 18. Jahrh.




KUPFERSTICHKABINET.


Geschenke.

=Baltimore.= +John Lample+: Festanzeige und Festkarte des
Bayern-Vereins in Baltimore. 1901. -- =Berlin.= +Carl G. F.
Langenscheidt+, Verlagsbuchhändler: Sechs Ex-libris. 1900. Frl.
+Elisabeth Lembke+: Eine Gratulationskarte. ca. 1835. Geheimrat +J.
Lessing+, Direktor des kgl. Kunstgewerbe-Museums: Vier Lichtdrucke nach
mittelalterlichen Teppichen im German. Museum. +G. Otto+: 31 Ex-libris,
entworfen vom Hrn. Geschenkgeber. 1898-1900. +Photographische
Gesellschaft+: 20 Photogravuren nach Gemälden alter Meister, +von Zur
Westen+: Zwei Ex-libris des Herrn Geschenkgebers. -- =Graz.= +Gustav
Ullmann+: Sieben Landkarten. 17.-19. Jahrh.: Der schwäbische Kreis
von Joh. Lamb. Kolleffel. 17. Jahrh. Polen, von F. Müller, 1793.
Italien, von Ignaz Heymann. 1799. Das Markgrafentum Mähren, von F.
Reißer, 1804. Das Herzogtum Venedig, von Hieron. Benedicti, 1801-1805.
Das Königreich Sachsen, von Schlieben. ca. 1850. Bessarabien, die
Moldau, Walachei u. ein Teil von Bulgarien. 1849. -- =Mainz.= Prof.
Dr. +Velke+, Oberbibliothekar: Aufruf und Programm zur Gutenbergfeier,
nebst der Festkarte. 1900. -- =München.= Dr. +Röhring+, Oberstabsarzt:
Gedenkblatt zur Zweijahrhundertfeier des Königreichs Preußen, entworfen
von Emil Doepler 1901. Vier Postkarten 1901. Dr. +Vanino+: Vestnerthor
und fünfeckiger Turm in Nürnberg. Radg. von Georg Adam. ca. 1810.
-- =Neupasing b. München.= +Graf K. E.+ zu +Leiningen-Westerburg+,
kgl. preuß. Rittmeister a. D.: Porträt des Großherzogs Karl Alexander
von Sachsen-Weimar. Autotypie, 1901. -- =Nürnberg.= +Heinrich
Berolzheimer+, Kommerzienrat: Sieben Handzeichnungen deutscher
Meister des 16.-18. Jahrhdts. (J. A. Dietzsch, J. F. Ermels, J. A.
Friedrich, C. G. Guttenberg, M. Kirchmaier, J. Ph. Lembke). +Christian
Wiltensinn+: Vorstellung des zu Ehren des Bischofs von der bürgerlichen
Schützengesellschaft zu Regensburg am 28. September 1769 veranstalteten
Freuden-Schießens und Aufzugs. Kupferstich von Joh. Gottl. Friedrich
in Regensburg. Zwei Exemplare eines Arbeitsbriefformulars für einen
Regensburger Lebzelter-Gesellen. 18. Jahrhdt. Grundriß der fürstl.
primatischen Residenzstadt Regensburg. 1808. Trachtenbild eines
Bauern von Miesbrunn. Photographie. 1860. Photographie des Gasthofs
»Zum goldnen Kreuz« in Regensburg, ca. 1865. Deutsches Flugblatt über
die Uniformierung der französischen Armee vom Jahre 1870, Farbige
Lithographie. -- =Schleissheim.= +Otto Hupp+, Kunstmaler: Ornamentstich
von Daniel Hopfer, B. 127. Abdruck vor der Ziffer. -- =Strassburg
i. E.= Dr. +R. Forrer+: Ex-libris des Herrn Leschhorn. 1900. --
=Stuttgart.= Direktor +Thomann+: Erinnerungsblatt an den Kulturkampf.
1870. Christus am Kreuz. Kupferstich von Franc. Heißig in Augsburg.
Um 1770. -- =Wien.= Dr. +Heinrich Röttinger+: Ex-libris des Herrn
Geschenkgebers, gezeichnet von Remigius Geyling.


Ankäufe.

=Holzschnitte:= Albrecht Altdorfer: B. 46. -- Hans Burgkmair: B. 67.
-- Lucas Cranach: B. 76; Jesus Christus stehend, in einer Bordüre von
Peter Flötner. -- Unbekannter Meister: Das Leben Jesu. Eine Folge von
40 Blrn. 16. Jahrh. Spätere Abdrücke.

=Kupferstiche u. Radierungen:= Albr. Glockendon: B. 26. -- Israel van
Meckenem: B. 113 (St. Ambrosius und St. Augustinus). B. 152, Med. b.
-- Martin Schongauer: B. 49, 62, 67, 68. -- Anonymer Meister, 1521:
Landsknecht und Fahnenjunker B. X, 148. Nr. 13. Anonymer Meister
(Schule des Meisters S): Der Schmerzensmann bis zum halben Körper im
Grabe stehend, um ihn die Marterwerkzeuge, zur Rechten ein Bischof,
zur Linken ein Abt. -- Daniel Hopfer: B. 19, 38, 42, 98, 104, 106,
108. -- Hieronymus Hopfer: B. 48, 50. -- Lambert Hopfer: B. 29. --
Heinrich Aldegrever: B. 139, 140, 260. -- Franz Brun: B. 22, 47, 91,
97, 102, Pass. 114, Jagd auf Wasservögel. -- Augustin Hirschvogel:
Joseph in der Grube. Aus der Folge B. 1. (1549); B. 73. Deutscher
Kleinmeister des 16. Jahrhunderts: Die sieben freien Künste. -- Hans
Sebald Lautensack: B. 32. -- Nikolaus Solis: Andr. 5. -- Virgil Solis:
B. 20. Die Astrologie; aus der Folge B. 190-196. Ceres; unbeschr.
Astrologia; unbeschr. Ein Fahnenträger; unbeschr. Ein Fechter mit
der Lanze; unbeschr. Bärtiger Krieger in reichem Federhut, zu Pferde
nach rechts sprengend; unbeschr. -- Matthias Zündt: Andr. 41. -- Jost
Amman: Andr. 15, 76, 85, 87. -- Balth. Jenichen: Andr. 45, 49, 64, 67.
-- Peter Weinher: Andr. 11. -- Paul Flindt: Ornament mit dem nackten
Krieger mit Helm in Rückenansicht; Ornament mit der Krone und den
Engelsköpfchen. -- Unbekannter Meister: Stammbuchblatt: Wappen der
Familie Ragslaff in Pommern. Ende des 16. Jahrh. -- Matthäus Merian:
Folge von 15 Blrn. Grotesken. 1616. -- Jeremias Falck: Brustbildnis
des Daniel Dilger. 1648. -- Wenzel Hollar: Parthey 161, 165, 269,
279, 610-613, 840, 1238, 1580, 1615, 1617. -- G. A. Wolfgang: Sechs
Gebirgslandschaften mit Staffage. 1664. -- Joh. Benßheimer: Wappen des
Valentin von Winter. 1672. -- Jonas Umbach: Der barmherzige Samariter;
Susanna. -- -- Christian Wilhelm Ernst Dietrich: Lincke 77, 138, 146,
163. -- Joh. Elias Nilson: Der Baurentanz; das Singen; Vesper. --
Friedrich Christian Klass: Zwei Landschaften mit Staffage. 1775. --
Salomon Kleiner: Gedenkblatt auf die Geburt eines Prinzen. 1741. --
Carl Schütz: Ehrenpforte für Kaiser Leopold II. in Wien. Nach Melchior
Hefele. 1790. -- C. Stark: 14 Landschaften mit Staffage. 1809-1810.

Cornelis Matsys: B. 32, 52. -- Abraham Hogenberg: Bildnis des
Pfalzgrafen bei Rhein Wolfgang Wilhelm. Nach Melch. Geldrop. -- Jan
Saenredam: B. 24. -- Theodor Matham: Die hl. Begga. Nach van Eyck. --
John Boydell: The dutch chymist. Nach Jan Steen. ca. 1750. -- Rossini:
25 Stiche nach antiken römischen Bauten. Rom, 1819-1822.

=Lithographien:= Joseph Kriehuber: 40 Bildnisse, ca. 1830-1860.

=Handzeichnungen:= Anonymer deutscher Meister des 16. Jahrh.: Entwurf
eines Brunnens. Federzeichnung. -- Sieben in Wasserfarben auf Papier
gemalte Wappen des 16. Jahrh. ca. 1570.

=Historische Blätter:= Gedruckter Wandkalender für 1481 mit kolorierter
Holzschnittrandleiste. -- Zwei Einblattdrucke des 15. Jahrh. 1. Jncipit
epistola beati bernardi de modo regendi se et familiam. Gedruckt
zu Augsburg durch Ginther Zainer von Reutlingen. 2. Die artickel
begriffen auß der bull der vollen genaden unsers heiligen vaters
pabst Sixti des vierden wider die turcken. -- Wagen mit Reisenden
und Wirtshaus. Kupferstich, der Mitte des 16. Jahrh. -- Alchemist.
Kupferstich. Ende des 16. Jahrh. -- Ausmarsch der Franzosen aus
Mainz. Radierung. 1793. -- Kostümkleidefiguren. Kupferst. ca. 1810.
-- Die siegreich österreichischen Truppen paradieren vor dem König
in Neapel. Kolorierter Kupferstich. 1815. -- Ansicht der feierlichen
Grundsteinlegung der Ludwig-Wilhelms-Brücke über die Donau bey Ulm, am
15. Oktober 1829. Lithographie. -- Ballet der Münchener Radiweiber im
Bockkeller. 1845. Farbige Lithographie von M. Veith. -- Spottblatt auf
Louis Napoleon. Lithographie. 1859.

=Porträts:= Ludwig I. von Bayern als Kronprinz. Kupferstich in
Punktiermanier. Um 1810.




ARCHIV.


Geschenke.

=Prag.= +Fritz Donebauer+: Brief Kurfürst Maximilian I. von Baiern
an die Stände Oberösterreichs. Orig. Pap. 7. Oktober 1627. Brief
desselben an namentlich nicht genannten Grafen. Orig. Pap. 9. Oct.
1640. Schreiben Bischof Urbans v. Trennbach von Passau (1561-98) an
Hans Schönpeck, fürstlichen Rat zu Salzburg. Orig. Pap. 27. Dez.
1564. Schreiben desselben an den kaiserl. Rat und Landeshauptmann in
Ob.-Österr., seinen Pfleger zu Ebelsberg, Dietmar Herrn zum Lofenstein
in der Gschwandt. Orig. Pap. 16. Sept. 1573. Schreiben des Passauer
Bischofs Sebastian, Gf. v. Pötting (1673-89) an Joh. Friedr. Märdcht
v. Gneisenau, Verordneten d. Ritterstandes Ob.-Österr. Orig. Pap.
21. Juli, 1673. Schreiben desselben an die Stände Ob.-Österr. Orig.
Pap. 16. März, 1681. Schreiben Bischof Sebastians an die Landstände
Ob.-Österr. Orig. Pap. 30. Juni 1687. -- =München.= +Ernst Zais+:
Notarielles Testament einer gewissen Thomasina Ganne. Orig. Perg.
12. Juli 1274. Vertrag zwischen Heino v. Geispoltsheim und dem
Kloster Otterberg, ord. Cist. wegen Ackerlandes. Orig. Perg. 23. Nov.
1315. Vertrag Gf. Rudolfs v. Hohenberg mit dem Ritter Petermann v.
Düntzenheim wegen des Dorfes Sufelnheim. Orig. Perg. 4. Febr. 1332.
Notarielles Testament. (Italien. Notariatsurkunde. Divisio.) Orig.
Perg. 16. Nov. 1340. Henne Helm, Bürger zu Weinheim verkauft an Johann,
Schultheiß zu Weinheim eine jährliche Gült von 1 Pfd. Pfenn. auf das
Spital zu Weinheim. Orig. Perg. 2. März 1364. Else Cünzeln bestätigt
dem Spital zu Weinheim die Zahlung aller Schuld und vermacht ihm für
den Fall ihres Todes zwei Häuser. Orig. Perg. 25. Juli, 1417. Zwei
italienische Testamentverordnungen, auf demselben Blatt. Orig. Perg.
27. Oct. 1424. Urkunde des Priesters Joh. Kannengießer in Sachen einer
jährlichen Korngülte auf seiner Pfründe zu Diepurg. Orig. Perg. 6.
Juni 1446. Gf. Philipp v. Katzenelnbogen macht Philipp v. Diepurg zum
Burgmann und verleiht ihm einen kleinen Zehent. Orig. Perg. 27. April,
1446. Venetianisches Notariatstestament. Orig. Perg. 15. Nov. 1446.
Bürgermeister und Rat zu Frankfurt bekennen eine jährl. Gült auf dem
Hause zur Sommerwonne an die Hausgesellen des großen Kaufhauses der
Weber um 57 fl. Frankftr. Whrg. verkauft zu haben. Orig. Perg. 30.
Juli, 1455. Bestimmungen über eine ewige tägliche Messe, gestiftet von
der Kürschnerzunft in Mühldorf auf den Altar in dem Nicolausfriedhof
zu Mühldorf. Orig. Perg. 1. Januar, 1468. Wilhelm, Landgraf zu Hessen
verleiht dem Gerhart Ulner von Diepurg den kleinen Zehent außerhalb
des Schlosses Dornburg, als Burglehen. Orig. Perg. 19. Juli. 1489.
Die Stadt Frankfurt ermächtigt Hans Koler, von Ulrich Gasser aus
Aschaffenburg eine Schuld einzufordern. Orig. Perg. 27. Mai, 1512.
Instrumentum resignationis viraris quatuor coronatorum des Valentin
Meinhard aus Hünfeld. Orig. Perg. 16. Dez. 1528. Schreiben der Grafen
Berthold u. Albrecht von Henneberg an Konrad, erwählten Erzbischof
von Würzburg. Orig. Pap. 21. Mai, 1542. Schreiben König Karls IX. von
Frankreich (1560-74) an den Herzog von Würtemberg. Orig. Pap. 23.
März 1560. Albert von Brandenburg, Erzbischof v. Mainz und Magdeburg
(1513-45), an den Dekan der Kirche zu Magdeburg in Sachen eines
Vikariats auf den St. Maria Magdalena Altar genannter Kirche. [Z. Teil
abgeschnitten.] Orig. Perg. 24. Juni 1513-45(?). Instrumentum publicum
in Sachen Elias Daublingers, Dr. jur., Dechants des Frauenstifts
zu... (?) [Links Text abgeschnitten.] Orig. Perg. 20. Mai, 1578.
Instrumentum appellationis für Hans Urban zu Lengenvelt, im Amte
Seltzungen. Orig. Perg. 29. Juli, 1588. Paschalis Ciconia, Doge von
Venedig an die Potesta’s, Capitane, Rectoren und Richter der Städte
in Rechtsangelegenheiten. Orig. Perg. 9. Juni 1590. Gültverschreibung
Conrad Röder’s zu Münster über ein Handgelt und eine Jahrgülte, zu
Martini zu entrichten. [In dorso: Zahlungsnotiz d. d. 11. Nov. 1604.]
Orig. Perg. 11. Juni 1591. Ulrich von Cronburg verkauft an Joh.
Steinmetz, Dechant am St. Bartholomäus-Stift in Frankfurt einen Forst
zu Echporn samt dem 3. Teile des Zehents. Orig. Perg. 9. Aug. 1593.
Paulus Jacob v. Leineck verkauft an Kunz Prunnhardt von Grossenthal
die Hofstatt zur Treschnau für 50 fl. und 2 Thaler. Orig. Perg. 4.
Februar, 1594. Christoffel Mock von Pfräunheim verkauft dem churfürstl.
mainz. Rate Bernhart von Schwalbach einen Edelsitz. Orig. Perg. 18.
März, 1598. Fragment einer Urkunde Joh. Schweikart’s, Erzbischof’s
von Mainz in Sachen der Besetzung eines Canonikats der Frankfurter
Kirche. Orig. Perg. 10,... 1607. Breve Papst Paul V. in Streitsachen
zwischen Hieronymus, Pfarrer der Kirche St. Simon u. Juda zu Mantua
und Bartholomaeus de Palmeriis. Orig. Perg. 24. Sept. 1607. Joh.
Georg, Herzog von Sachsen setzt in Sachen der Streitigkeiten mit
Kur-Mainz über die Erbgerechtigkeit der 3 Dörfer Ober- u. Niederdorla
u. Langula an Stelle des verstorbenen Anwalts, den Johann Göler aus
Bamberg zum Anwalt ein. Orig. Pap. 28. Dez. 1629. Bürgermeister u.
Rat der Stadt Betzenstain stellen dem Müllerknecht Jobst Fiechtel das
Zeugnis ehelicher Geburt aus. Orig. Perg. 15. Sept. 1631. Vorladung
des Theodor Döller zur Abzahlung einer Schuld an Theodor Rörding vor
das Gericht des Klosters Warndorf. Orig. Perg. 13. Nov. 1642. Hans
Gastel, Wannenmacher zu Kaufering, verkauft Joachim Freiherrn v.
Donnersberg, Herrn zu Kaufering, 2 Tagewerk Wiesmadt. Orig. Perg.
15. Sept. 1649. Päpstliche Bulle, wodurch Papst Innozenz, Henri zum
Administrator der Diözese Trient ernennt. Orig. Perg. 10. Nov. 1652.
Wappenbrief für Wilhelm Schalch, Schreiber des Colleg. Soc. Jes. zu
München. Orig. Perg. 28. Aug. 1663. Vertragsbrief zwischen der Gemeinde
Unterwösterheim und dem Dorfschmied Georg Weiß wegen der Schmiede und
dazugehörigen Waldes und Ackers. Orig. Perg. 17. Mai, 1666. Schreiben
Joh. Gottfrieds Bischofs von Würzburg (1684-98) an Bernhart, Herzog zu
Sachsen. Orig. Pap. 23. Jan. 1687. Kaufbrief Franz Leopold, Frh. v. u.
zu Stadl. Orig. Perg. 1. April, 1729. Kaufbrief Joh. Josefs Frhr. v. u.
z. Stadl. Orig. Perg. 9. Juli, 1754. Transsumt einer allgem. für das
Handwerk der Lederer in Niederbaiern von Herzog Albrecht von Baiern
erlassenen Handwerksordnung, für die Stadt Dingolfing. Orig. Perg.
28. Dez. 1554. Handwerksordnung für die Sattler in Kulmbach, Hof und
Bayreuth, gegeben von Georg Friedrich, Markgraf zu Brandenburg. Orig.
Perg. 10. Juli, 1567. Ordnung für das Handwerk der Hufschmiede und
Wagner in Bayreuth, gegeben durch Christian, Markgraf zu Brandenburg.
Orig. Perg. 10. Juni, 1607. Gewerbeordnung für die Schmiede und Wagner
in Würzburg, gegeben von Joh. Philipp, Fürstbischof zu Würzburg.
Orig. Perg. 10. Febr. 1702. -- Fragment einer beglaubigten Abschrift
dreier Urkunden. Davon nur erhalten eine Karl IV. d. a. 1357, März.
1. Auf demselben Blatte das Beglaubigungsschreiben des Schultheißen
von Monthabun, 1466,... -- Orig. Pap. Ablaßbrief Papst Nicolaus V.
für einen Feldzug gegen die Türken. Orig. Perg. 10. April, 1454.
Instrumentum publicum in Sachen des Bartholomäusstiftes zu Frankfurt.
Orig. Perg. 22. Juni, 1518. Arbeitszeugnis für Joh. Conrad Fatzer,
ausgestellt von der Handwerkskorporation der Hafner in der Stadt
Cronach. Orig. Pap. 1773.


Ankäufe.

Eigenhändiger Brief Joh. d. Beständigen, Herzogs von Sachsen an seinen
Schwager. Orig. Pap. 10. Mai 1506. Bürgermeister und Rat der Stadt
Nürnberg verkaufen an die Vormünder der nachgelassenen Kinder des
weiland Veit Stoß eine jährliche Gülte von 20 fl. Ewiggeld. Orig.
Perg. 12. Nov. 1539. 13 Briefe des Malers Michael Ostendorfer zu
Regensburg an den Magistrat daselbst v. 1552-1556 wegen Vorschüssen
zu seinen Arbeiten und wegen Erlangung einer Pfründe nebst drei
dazugehörigen Aktenstücken. Orig. Pap. Zwei Bittgesuche des Malers
Ulrich Ostendorfer zu Regensburg an den Magistrat daselbst. Orig.
Pap. 1552. Schreiben des Andreas Ossiander, I. luther. Pfarrers in
Nürnberg an Caspar Luster zu Gunsten eines armen Peuttlers. Orig. Pap.
Ohne Datum. Schreiben des Philologen Joachim Camerarius I. (1500-74)
an Adam Siberus (?). Orig. Pap. 17. Juli. Schreiben des Hans Georg
Gf. v. Mansfeld, militärischen Inhalts. Orig. Pap. 4. Nov. 1560.
Eigenhändiges Schreiben des Archäologen Joh. Rosinus (1551-1626) an
Joachim Camerarius. Orig. Pap. 14. April, 1586. Schreiben Herzog
Reichard’s von Baiern an Georg Wilhelm von Sölten zu Bamberg. Orig.
Pap. 16. Sept. 1586. Dankschreiben Herzogs Wilhelm V. von Baiern an
Octavian Rupper, Herrn zu Kirchberg und Weißenhof. Orig. Perg. 24.
Sept. 1597. Eigenhändiger Brief Johann Ernst’s, Herzogs von Sachsen
Weimar militärischen Inhalts. Orig. Pap. 18. Juni 1620. Schreiben
Christian’s von Anhalt an seinen Bruder August von Anhalt. Orig. Pap.
28. Sept 1629. Schreiben Herzog Albrecht’s von Bayern an seine Muhme
Maria, Königin von Ungarn, Infantin v. Spanien etc. Orig. Pap. 25. Dez.
1636. Zwei Briefe Anton Ulrich’s, Herzogs zu Braunschweig-Wolfenbüttel.
Orig. Pap. 7.-17. Dez. 1655 und 4. März, 1714. Eigenhändiger Brief des
geistlichen Liederdichters Benjamin Schmolke an seinen Bruder, über
Schulverhältnisse in Lauban. Orig. Pap. 23. Mai, 1688. Eigenhändiger
Brief L. v. Beethoven’s an Schlemmer, mit Unterschrift. 3 Seiten. 4^o.
Orig. Pap. 1825. Zwei Briefe des Komponisten Ludw. Spohr an Rochlitz,
betreffs Composition eines Oratoriums. Orig. Pap. 9. Juli, 1825 und 1.
März, 1826. Brief des Malers P. von Cornelius an den Bildhauer Droschel
in Rom. Orig. Pap. 5. Febr. 1845. Manuskript Joh. Seb. Bach’s einer
Sonate (G-dur) für Flöte und Violine mit beziffertem Baß. 6 Seiten
Fol. Orig. Pap. Manuskript Friedr. Rückert’s von einigen Distichen.
Beiliegend fünf Schriftstücke von fremder Hand. Brief des Malers v.
Schwind an Eduard von Bauernfeld in Wien. Orig. Pap. 25. Juli 1835.
(Prachtbrief.)




BIBLIOTHEK.


Geschenke.

=Agram.= +K. Kroat.-slavon.-dalmat. Landesarchiv+: Berichte Jhrg. III,
Nr. 1. 1901. 8. -- =Altona.= +Handelskammer+: Jahresbericht f. d.
J. 1900, I. Teil. 1900. 8. -- =Amsterdam.= +Deutscher Hülfsverein+:
18. Jahresbericht. 1900. 8. -- =Annweiler.= +Hans Hübner+, Verlag:
Hugenell, das Burgfräulein auf der Ruine Landeck. O. J. 8; Ramsauer,
Führer für Annweiler u. Umgebung. 1899. 8; Ders., Die Burg Trifels.
1899. 8; Schlosstein, Geschichte der Stadt Annweiler. 1886. 8. --
=Augsburg.= +B. Schmid+, Verlag: Steichele-Schröder, Das Bistum
Augsburg. H. 46. 1901. 8. -- =Berlin.= +Senat der Kgl. Akademie
der Künste+: Akademische Kunst-Ausstellung 1. Nov.-16. Dez. 1900:
Gemälde, Studien u. Skizzen von Franz von Defregger. 2. Aufl. (1900.)
8; Histor. Ausstellung z. Feier des Kgl. Preußischen Kronjubiläums
im Jahre 1901. (1901.) 8; Akademische Kunstausstellung 28. Febr.-24.
März 1901. Gemälde u. Studien von Max Koner. (1901.) 8. +Georg Bondi+,
Verlag: Richard M. Meyer, Die deutsche Litteratur des Neunzehnten
Jahrhunderts. 1900. 8; Gurlitt, Die Deutsche Kunst des Neunzehnten
Jahrhunderts. 1899. 8; Stefan George, Die Bücher der Hirten- u.
Preisgedichte der Sagen u. Sänge u. der hängenden Gärten. 2. Ausg.
1899. 8; Ders., Hymnen. Pilgerfahrten. Algabal. 2. Ausg. 1899. 8;
Ders., Das Jahr der Seele. 2. Ausg. 1899. 8. +Korporation der Berliner
Buchhändler+: Beiträge zur Kulturgeschichte von Berlin. 1898. 8.
+R. v. Decker’s+ Verlag, +G. Schenk+, kgl. Hofbuchhdlg.: Knod,
Deutsche Studenten in Bologna. (1289-1562.) 1899. 8. +Allgemeine
Elektricitäts-Gesellschaft+: Centrale Schiffbauerdamm-Luisenstrasse
der Berliner Elektricitäts-Werke. 1901. qu. 8. +Georg Eberhard
Ernst+ (Firma Wilhelm Ernst & Sohn): Gedenkblatt zum fünfzigjährigen
Bestehen der Firma Wilhelm Ernst & Sohn. 1901. 2. Dr. +Ernst
Euting+: Der Deutsche Instrumentenbau. Ztschr. f. Instrumentenbau u.
Instrumentenkunde. Hrsgbr. Dr. Ernst Euting. I. Jhrg. (1899-1900),
II. (1900-01.) Nr. 1-7. 2. +General-Verwaltung der Königl. Museen in
Berlin+: Jahrbuch der Königl. Preußischen Kunstsammlungen. Bd. 22,
H. 1. 1901. 2. +Walther Heinrich+: Roß-Arzneibüchlein. Hs. (Ende des
16. Jh.). 8. +Kaufmannschaft+: Bericht über Handel u. Industrie von
Berlin im J. 1900, I. Teil. 1901. 2. +Wilhelm Frhr. v. Landau+: Ders.,
Neue phönizische u. iberische Inschriften aus Sardinien. S. A. 1900.
8. +Frhr. v. Lipperheide+: Katalog der Frhrl. v. Lipperheide’schen
Kostümbibliothek. I. Bd. L. 13-14. 1901. 8. +Ministerium der
öffentlichen Arbeiten+: Zeitschrift für Bauwesen. Jahrg. LI,
1901. H. I-III. (1901.) 2. Hiezu Atlas in gr. 2; Bericht über die
Ergebnisse des Betriebes der vereinigten preußischen u. hessischen
Staatseisenbahnen im Rechnungsjahre 1899. O. J. 4. +Verlagsanstalt
Gebr. Paetel+: Güßfeld, Kaiser Wilhelm’s II. Reisen nach Norwegen
in den J. 1889 bis 1892. 2. Aufl. 1892. 8: Pierson, Preußische
Geschichte. I. II. 1898. 8. Blennerhasset, Frau von Staël I-III.
1887-89. 8; Blennerhasset, Talleyrand. 1894. 8; Spitta, Zur Musik.
1892. 8; Spitta, Musikgeschichtliche Aufsätze. 1894. 8; Reinke, Die
Welt als That. 1899. 8; Zintgraff, Nordkamerun. 1895. 8; Dambrowski,
Herzog Friedrich Wilhelm zu Mecklenburg. 1898. 8; H. Hoffmann, Von
Frühling zu Frühling. 1898. 8; Moltke, Briefe aus Rußland. 1893.
8; Moltke, Wanderbuch. 1890. 8. +Märkisches Provinzial-Museum+:
Verwaltungs-Bericht f. 1899. 1900. 8. +Kais. Reichsamt des Innern+:
Der obergermanisch-raetische Limes des Roemerreiches. Lief. XII,
XIII. 1900. 2. +Reichsdruckerei+: Monumenta Germaniae et Italiae
typographica. Deutsche u. italienische Inkunabeln. 6. Lief. 1900. gr.
2; Verzeichnis zu dem Werk: Kupferstiche u. Holzschnitte alter Meister
in Nachbildungen. 1901. 4. +Schultz-Engelhard+, Kunsthandlung: Lessing
interieurs du château d’Ansbach Decorations du XVIII siècle. O. J.
2; Schoppmeyer, Schriftvorlagen f. d. Kunstgewerbe. O. J. 2. +August
Zeiss+: Ders., Meine Kunstsammlung. 1900. 2. -- =Bielefeld u. Leipzig.=
+Velhagen & Klasing+, Verlag: Monographien zur Weltgeschichte: XIII.
Erdmannsdörffer, Mirabeau; XIV. Heyck, Friedrich I. 1900. 8. --
=Braunschweig.= +Friedrich Euler’s+ Verlag: Ch. Kraft, Das Tischdecken,
das Serviettenbrechen, Servieren, Tranchieren. 1900. 8. +Verlag von
Johannes Hildebrand+: Geschichtsblätter der Familien vom Stamme
Hildebrant. Nr. 9-13. 1898-1900. 8. -- =Brünn=. +Julius Leisching+,
Direktor des Maehrischen Gewerbe-Museums: Ders., Johann Tschertte,
königl. Baumeister der niederösterreichischen Lande († 1552). S. A.
O. J. 8; Ders., Glückshafen u. Bilderlotterie. S. A. 1900. 8. --
=Brüssel.= +Commission royale belge des échanges internationaux,
section artistique+: Office central des échanges artistiques
internationaux. Organisation provisoire, projet modifié. 1901. 8.
-- =Dessau.= +Verlag der Hofbuchdruckerei von C. Dünnhaupt+: Erich
Richter, De Fahrt nach Werl’tz und Anderes. Humoresken in Dessauer
Mundart. O. J. 8; Erich Richter, Was jibbet’s denn mant for Menschen!
O. J. 8. -- =Dillingen.= Dr. +Alfred Schröder+, kgl. Lyceal-Professor:
Ders., Die Domkirche zu Augsburg. S. A. 1900. 8. -- =Dresden.=
+Gilber’+sche Verlagsbuchhdlg. J. Bleyl Nchf.: Gurlitt, Die Baukunst
Frankreichs. Lfg. 8. (1900.) gr. 2. +C. Heinrich+, Verlag: Klaeber,
Die Thätigkeit des Generals von Bülow, Kommandeur der Artillerie des
III. Armeekorps, in der Schlacht bei Vionville am 16. August 1870.
O. J. 8; Ernst Frhr. v. Friesen, Geschichte der reichsfreiherrlichen
Familie von Friesen. I. II. 1899. 8. +Johannes Jühling+, Redakteur,
Dresden-Löbtau: Ders., Die Tiere in der deutschen Volksmedizin alter
u. neuer Zeit. (1900.) 8. +Kgl. Sächsisches Ministerium des Innern+:
Bericht der Kommission zur Erhaltung der Kunstdenkmäler im Kgr.
Sachsen. 1898/99. (1900.) 8. +Carl Reissner+, Verlag: Jahresbericht...
der Germanischen Philologie. XXI. Jhrg. 1899, 2. Abt. 1900. 8. --
=Einsiedeln.= Verlagsanstalt +Benziger & Co.+, A.-G.: A. Kuhn,
Allgemeine Kunst-Geschichte. Lief. 23, 24. 1900. 8; Hergenröther,
Das Leben der Heiligen. 1899. 2; Bitschnau, Das Leben der Heiligen
Gottes. O. J. 2. -- =Erlangen.= Dr. +Friedrich Haack+, Privatdozent
an der Universität: Ders., Friedrich Herlin, Sein Leben u. seine
Werke. 1900. 8. -- =Essen.= +Handelskammer+: Jahresbericht 1900, Teil
I. 1901. 8. -- =Frankfurt a. M.= +August Osterrieth+, Buchdruckerei
und Lithograph. Anstalt: Ders., Album lithographischer Kunstdrucke
O. J. 2. +Stadtbibliothek+: Ebrard, Bericht über die Verwaltung
der Stadtbibliothek zu Frankfurt a. M. 1900. 4. -- =Frauenfeld.=
+J. Huber’s+ Verlag: Schweizerisches Idiotikon. 42. H. 1900. 8. --
=Freiburg i. B.= +Herder’+sche Verlagsbuchh.: Grisar, Geschichte
Roms und der Päpste im Mittelalter. Lief. 11 u. 12/14. (Schl. d. I.
Bds.) 1901. 8. -- =Geestemünde.= +Handelskammer+: Jahresbericht f.
1900. 1900. 8. -- =Grunewald b. Berlin.= Architekt +Bodo Ebhardt+;
Ders., Zur Baugeschichte der Hohkönigsburg. 1900. 2. -- =Gütersloh.=
Verl. v. +C. Bertelsmann+: Gütersloher Jahrbuch. VI. Jhrg. 1897. 8.
-- =Hamburg.= Verl. v. +C. Boysen+: Heinemann, Johann Meyer, ein
Schleswig-Holsteinischer Dichter. 1899-1900. 8. -- =Hameln.= +Th.
Fuendeling+, Verlag: Meissel, Beschreibung u. kurze Geschichte der St.
Hameln. O. J. 8; Meissel, Der Kreis Hameln. Beschreibung, Geschichte
u. Sage. O. J. (1897.) 8. -- =Hannover.= +Hahn’+sche Verlagsbuchh.:
Monumenta Germaniae historica. Diplomata III, 1; Deutsche Chroniken
III, 2. 1900. 4. -- =Heidelberg.= +Stadtrat+: Neues Archiv f. d.
Gesch. d. St. Heidelberg u. der rheinischen Pfalz. Bd. IV, H. 3.
1900. 8. -- =Heilbronn a. N.= Hofrat Dr. med. +Alfred Schliz+: Ders.,
Grabstein einer Edelfrau aus dem Geschlecht von Böckingen a. d. J.
1288, aufgefunden beim Umbau der Kirche zu Böckingen, Sommer 1900.
S. A. 1900. 8. -- =Hochdahl b. Düsseldorf.= Sanitätsrat Dr. +Karl
Sudhoff+: Ders., 70. Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte
zu Düsseldorf. 1898. Historische Ausstellung für Naturwissenschaft
und Medizin in den Räumen des Kunstgewerbe-Museums. 1898. 8; Ders.,
Historische Studien und Skizzen zu Naturwissenschaft, Industrie und
Medizin am Niederrhein. 1898. 8. -- =Karlsburg.= Prof. Dr. +Albert
Cserni+: Jung, Mitteilungen aus Apulum. S. A. 1900. 8. -- =Karlsruhe.=
+Großh. Badisches General-Landesarchiv+: Inventare des Großh.
Badischen General-Landesarchives. I. Bd. 1901. 8. -- =Kiel.= Verlag
von +H. Eckardt+: Robert Schmidt, Die Bau- und Kunstdenkmäler des
Askanischen Fürstenhauses im ehem. Herzogtum Lauenburg. 1899. 2; Voß,
Johann Meyer u. seine Bedeutung als deutscher Volksdichter. 1899. 8;
Eckardt, Beziehungen der Familie von Ahlefeld zur alten Holstenstadt
Kiel. 1901. 8. +Handelskammer+: Vorläufiger Bericht 1900. 1901. 8. --
=Kitzingen.= +Stadtgemeinde+: Jahres-Bericht f. d. J. 1899. 1901. 8.
-- =Köln a. Rh.= +J. P. Bachem+: Wilpert, Die Gewandung der Christen
in den ersten Jahrhunderten. 1898. 8. -- =Krakau.= +Kais. Akademie der
Wissenschaften+: Fijalek, Jakób z Paradyza 1-2. 1900. 8. -- =Leipzig.=
+Bibliographisches Institut+: Woermann, Geschichte der Kunst aller
Zeiten u. Völker. I. 1900. 8; Heimolt, Weltgeschichte VII, 1. 1900.
8. nebst Einbanddecke. +Eugen Diederich’s+ Verlag: Monographien zur
deutschen Kulturgeschichte. Bd. 6: Bartels, Der Bauer. 1900. gr. 8; Bd.
7: Reicke, Der Gelehrte. 1900. gr. 8; J. Buskin, Werke. I. II. 1900 8;
Bruns, Verklärungen. 1900. 8; Behrens, Feste des Lebens u. der Kunst.
(1900.) 4; Martersteig, Der Schauspieler, ein künstlerisches Problem.
1900. 8; Voigt-Diederichs, Unterstrom. Gedichte. 1901. 8; Annette v.
Droste, Eine Auswahl aus ihren Gedichten. Mit einer Charakteristik der
Dichterin, hrsg. v. Wilhelm v. Scholz. 1901. 8; Volbehr, Das Verlangen
nach einer neuen deutschen Kunst. 1901. 8. Verlag v. +Walther Fiedler+:
Thomas, Die letzten zwanzig Jahre deutscher Litteraturgeschichte.
1880-1900. 1900. 8; Penzler, Kaiser- und Kanzler-Briefe. Briefwechsel
zwischen Kaiser Wilhelm I. u. Fürst Bismarck. 1900. 8. Verl. v. +Fr.
Wilh. Grunow+: Deutscher Geschichtskalender f. 1900. I. Bd. 1900.
8. +Schmidt & Günther+, Verlagsbuchh.: Dayot, Napoleon I. in Bild
u. Wort. Übertragen v. O. Marschall v. Bieberstein. 1897. 8. +B. G.
Teubner+, Verlag: Byzantinische Zeitschrift X. Bd., H. 1/2. 1901, 8.
+Ulrich Thieme+: Galerie Alfred Thieme in Leipzig. Mit Einleitung
v. Wilhelm Bode. Hrsg. v. Ulrich Thieme. 1900. 4. Verlag v. +J. J.
Weber+: Venturi, die Madonna. Nach dem italien. Werke bearbeitet von
Th. Schreiber. 1900. 2; De Filippi, Die Forschungsreise S. K. H. des
Prinzen Ludwig Amadeus von Savoyen, Herzogs der Abruzzen, nach dem
Eliasberge in Alaska im J. 1897. 1900. 8; Franz Stuck-Nummer, Nr. 3000
der Leipziger Illustrierten Zeitung. 1900. gr. 2. -- =Maihingen.=
Dr. +Georg Grupp+, fürstl. Oettingen-Wallerstein’scher Bibliothekar:
Ders., Oettingische Regesten. 2. Heft. 1279-1300. 1899. 8 --
=Mainz.= Verlag von +Franz Kirchheim+: Pfülf, Bischof von Ketteler.
I-III. 1899. 8. +Stadtbibliothek+: Festschrift zum fünfhundertjähr.
Geburtstage von Johann Gutenberg. Hrsg. v. Otto Hartwig. 1900. 4;
Ledroit, Johannes Gutenberg und seine Kunst. Zur Erinnerung an die
Gutenberg-Feier in Mainz. 1900. 8; Dass. mit Führer durch Mainz.
(1900.) 8; Gutenberg-Feier in Mainz. (1900.) 8; Offizielles Programm
der Gutenberg-Feier u. des historischen Festzuges. Mainz. 1900. schm.
2. -- =Mannheim.= +Handelskammer+: Jahresbericht f. d. J. 1900. 1.
Teil. (1900.) 8. -- =Mühlhausen i. Th.= Stadtarchivar Prof. Dr. +Eduard
Heydenreich+: Ders., Die Bedeutung der Stadtarchive, ihre Einrichtung
u. Verwaltung. 1901. 8. -- =München.= +Deutsche Gesellschaft f.
christl. Kunst+: 1. Bericht über die General-Versammlung zu Münster
i. W. 1900. (1900.) 8. +G. Hirth’s+ Verlag: Hirth, Der schöne
Mensch. Lfg. 19-39. 1889-1900. 8; Jugend IV. Jhrg. 1899. 8; V.
Jhrg. 1900. 8; Annalen des Deutschen Reichs. 1900. 8; Georg Hirth’s
Formen-Schatz, Jhrg. 1900. 4. +Max Kellerer’s+ k. b. Hofbuchhandlung:
Kronegg, Illustrierte Geschichte der Stadt München. 1900. 8. Buch- u.
Kunstdruckerei +Knorr u. Hirth+: Dies., Rückblicke u. Erinnerungen.
(1875-1900.) 1900. 4. o. o. Univers.-Prof. Dr. +Berthold Riehl+:
Ders., Von Dürer zu Rubens. S. A. 1900. 4. Oberstabsarzt a. D. Dr.
+Röhring+: Berquin, L’ami des enfants et des adolescents. I. 1835.
8; Friedmann, Über die Ursache der nichtperiodischen Vorgänge in der
Atmosphäre. 1886. 8; Friedmann, Niederländisch Ost- u. Westindien.
1860. 8; Friedinger, Die Kuhpocken-Impfung. 1857. 8; Velpeau, Nouveaux
éléments de médecin opératoire. 1835. 8; Schultz, Natürliches System
des Pflanzenreichs. 1832. 8; Welt und Zeit. I. II. 1816. 1817. 8; Most,
Encyklopädisches Handwörterbuch der praktischen Arzneimittellehre.
1842. 8; Eulenburg, Kurzes Handbuch der Akiurgie. 1834. 8; Schoenlein,
Klinische Vorträge. 1842. 8; Reichard, Neuer Grundriß der Botanik,
angewandt auf die Medizin. J.?. 8; Jüngken, Die Lehre von den
Augenkrankheiten. 1836. 8; Kölliker, Die Verletzungen u. chirurgischen
Erkrankungen der peripherischen Nerven; Rose, Delirium tremens u.
Delirium traumaticum; Mehreres aus R. Volkmann’s Sammlung klinischer
Vorträge. 8; Festzeitung f. d. Wohlfahrtsfest »im Zeichen des Verkehrs«
(München). 1900 2; Knopf, Die Tuberkulose als Volkskrankheit u. deren
Bekämpfung. Preisschrift. 1900. 8. +Eman. Seyler+, Hauptmann a. D.:
Ders., Terrae limitaneae in Fortsetzung von »Agrarien u. Exekubien«,
eine zweite Untersuchung über römisches Heerwesen. 1901. 8. --
=Nürnberg.= +Arbeiter-Sekretariat+: 6. Jahresbericht. Geschäftsjahr
1900. 1901. 8. Verlag von +Bauer & Raspe+: Siebmacher, Wappenbuch,
Lieferung 394-96. 1896. 8. +Gustav von Bezold+, I. Direktor des
Germ. Nat.-Museums: Jahresbericht der Gesellschaft für Rheinische
Geschichtskunde. XIV-XIX. 1895-1900. 8; Berichte über die Thätigkeit
der Altertums- und Geschichtsvereine... innerh. d. Rheinprovinz.
1896; 1899. 8; Berichte über die Thätigkeit der Provinzialkommission
f. d. Denkmalpflege in der Rheinprovinz u. der Provinzialmuseen zu
Bonn u. Trier. 1896; 1899. 8; Dunbar D. Scott, The evolution of
Mine-Sarveying Instruments. Discussion-Continued Discussion. 1898-99.
8. +Gustav Gutherz+: F. X. Dornn, Lauretanische Litaney. 4. Aufl.
1768; Ders., Großer Kern in kleiner Schale. 1766. In 1 Bde. 8.
+Direktion der Kgl. Kunstgewerbeschule+: Katalog über die Bibliothek
der Kgl. Kunstgewerbe-Schule Nürnberg. 1900. 8. +Nationalliberale
Landespartei in Bayern r. d. Rh., Geschäftsstelle+: Korrespondenzblatt.
1. Jhrg. 1900. 1900. 2. +Vereinsbank+: Geschäfts-Bericht. 1900. 4. --
=Paderborn.= Verl. v. +J. Esser+: Greve, Historische Wanderungen durch
Paderborn. 1900. 8. +Junfermann’+sche Buchh.: Richter, Geschichte
der Stadt Paderborn. I. Bd. 1899. 8. -- =Philadelphia.= Dr. +Fuhse+:
Dotterer, Historical notes, relating to the Pennsylvania reformed
church. Vol. I. 1900. 8. +The Pennsylvania-German Society+: The
Pennsylvania-German Society. Vol. 10. 1900. 8. -- =Regensburg.=
+C. Wild+: P. Wild, Kulturgeschichtl. Skizzen über Hochzeiten u.
Hochzeitsgebräuche. (Regensburger Morgenblatt 1900, Nr. 278-81,
283-4.) -- =Strassburg i. E.= Dr. phil. +Alfred Schaer+: Ders.,
Die altdeutschen Fechter und Spielleute. 1901. 8. -- =Stuttgart.=
Verlag v. +Greiner & Pfeiffer+: Berdrow, Frauenbilder aus der neueren
deutschen Litteraturgeschichte (1895.) 8; Kallenberg, Jean Paul.
Gedenkbuch. 1898. 8; v. Grotthuss, Gottsuchers Wanderlieder. 1898.
8. +W. Kohlhammer+, Verlag: Württembergische Vierteljahrshefte f.
Landesgeschichte. N. F. IX. Jhrg. 1900, H. I/II, III/IV. 1900.
8; Ernst, Briefwechsel d. Herzogs Christoph von Wirtemberg. II.
1553-54. 1900. 8. +K. Kunstgewerbeschule+: Jahresbericht 1898. 1900.
8. +J. B. Metzler’+scher Verlag: Pauly’s Real-Encyclopädie der
Classischen Altertumswissenschaft. Neue Bearb. VII. Halbbd. 1900. 8.
-- =Tübingen.= +Kgl. Universitätsbibliothek+: Tübinger Blätter. Jhrg.
III. 1900. 8. -- =Weiden.= +L. Beck+, kgl. Rektor: Ders., Beiträge
zur Regiments- u. Verfassungsgeschichte der ehem. fr. Reichsstadt
Dinkelsbühl. Progr. 1886. 8. -- =Weimar.= +Hermann Böhlau’s Nachf.+:
Ztschr. d. Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte. 21. Bd. Germanist.
u. romanist. Abt. 1900. 8. -- =Wien.= K. u. K. +Heeres-Museum+:
ErwerbungsAusweis des Heeres-Museums f. d. J. 1900. (1901.) 8. Dr.
+Friedrich Kenner+: Ders., Bericht über römische Funde in Wien in den
Jahren 1896 bis 1900. 1900. gr. 4. K. K. +Oberstkämmer-Amt: Hugo Graf
v. Abensperg u. Traun+: Jahrbuch der kunsthistorischen Sammlungen
des allerhöchsten Kaiserhauses. 21. Bd. 1900. 2. -- =Würzburg.= Kgl.
Universitäts-Buchdruckerei v. H. +Stürtz+: Altfränkische Bilder mit
erläuterndem Text von Dr. Theodor Henner. 1899-1901. schm. 2. --
=Zürich.= Dr. +Hans Lehmann.+ (Hofer & Co., Verlagsbuchhdlg.): Lehmann,
Die Chorstühle in der ehem. Cisterzienser-Abtei Wettingen. Lief. 1-4.
1900. gr. 4.


Tauschschriften.

=Aachen.= +Geschichtsverein+: Zeitschrift. 22. Bd. 1900. 8. --
=Aargau.= +Historische Gesellschaft des Kantons Aargau+: Taschenbuch
f. d. J. 1900. 1900. 8. -- =Amsterdam.= +Koninklijk Oudheidkundig
Genootschap+: Jaarverslag. 42. 1900. 4; Noord-Hollandische Oudheden.
4. Stuck. 1900. 8. -- =Basel.= +Gesellschaft zur Beförderung des
Guten u. Gemeinnützigen+: Neujahrsblatt 68-78. 1889-1899. 4. --
=Bergen.= +Museum+: Aarbog. 1900, I. II. 1900-1901. 8; Aarsberetning.
1900. 1901. 8^o. =Berlin.= +Kgl. Preuß. Akademie der Wissenschaften+:
Sitzungsberichte XXXIX-LIII. 1900. 8. +Litteraturarchiv-Gesellschaft+:
Mitteilungen a. d. Litteraturarchive. 1900. 8. +Verein f. d. Geschichte
Berlins+: Joh. v. Besser, Preußische Krönungsgeschichte. 1702. Neudruck
1901. +Verein für Geschichte der Mark Brandenburg+: Forschungen
zur Brandenburgischen u. Preußischen Geschichte XIII, 2. 1900. 8.
-- =Bern.= +Historischer Verein des Kantons Bern+: Archiv XVI, 1.
1900. 8. -- =Bonn.= +Verein von Altertumsfreunden im Rheinlande+:
Bonner Jahrbücher. H. 106. 1901. 8. -- =Braunsberg.= +Historischer
Verein f. Ermland+: Zeitschrift f. d. Geschichte der Altertumskunde
Ermlands. XIII, 1. 1900. 8. -- =Breslau.= +Schlesische Gesellschaft
für vaterländische Kultur+: Jahresbericht 77. 1900. 8; Litteratur
der Landes- u. Volkskunde der Provinz Schlesien. H. 7. 1900. 8. --
=Brünn.= +Deutscher Verein f. d. Geschichte Mährens u. Schlesiens+:
Zeitschrift. V. Jhrg. H. 1. 1901. 8. +Verein »Deutsches Haus«+: Josef
Orel, König Gabin; Schauspiel in fünf Aufzügen. 1900. 8. -- =Brüssel.=
+La société d’archéologie+: Annales, tome XIV, livr. 3/4. 1900. 8. --
=Christiania.= +Foreningen til Norske fortidsmindesmaerkers bevaring+:
Aarsberetning for 1898. 1899. 8. Mit Beilage: Nicolaysen, Kunst og
handverk fra norges fortid. 1899. gr. 2. Aarsberetning for 1899.
1900. 8. -- =Danzig.= +Westpreußischer Geschichtsverein+: Quellen
u. Darstellungen zur Geschichte Westpreußens. 1. Günther, Gottfried
Lengnich. 1900. 8; Schriften. Lief. III. 1900. 8. -- =Dresden.=
+Verein für Geschichte Dresdens+: Dresdner Geschichtsblätter. IX.
Jhrg. 1900, 4; Otto Richter, Geschichte der Stadt Dresden. I. Teil:
Dresden im Mittelalter. 1900. 8. -- =Düsseldorf.= +Geschichts-Verein+:
Beiträge zur Geschichte des Niederrheins. Jahrbuch. XV. Bd. 1900.
8. -- =Einsiedeln.= +Historischer Verein der fünf Orte: Luzern,
Uri, Schwyz, Unterwalden u. Zug+: Der Geschichtsfreund. LV. Bd.
1900. 8. -- =Eisenberg.= +Geschichts- und Altertumsforschender
Verein+: Mitteilungen. H. 16. 1901. 8. -- =Elberfeld.= +Bergischer
Geschichtsverein+: Zeitschrift. Register zu Bd. I-XXX. 1900. 8. --
=Erfurt.= +Kgl. Akademie gemeinnütziger Wissenschaften+: Jahrbücher.
N. F. H. XXVI. 1900. 8. -- =Essen.= +Historischer Verein f. Stadt u.
Stift Essen+: Beiträge. H. 31. 1901. 8. -- =Frauenfeld.= +Historischer
Verein des Kantons Thurgau+: Thurgauische Beiträge. 40. H. 1900. 8.
=Freiburg i. B= +Breisgauverein Schau-in’s Land+: Schau-in’s Land. 27.
Jahrlauf. 1900. 2. +Kirchengeschichtlicher Verein f. Gesch. christl.
Kunst, Altert.- u. Litteraturkunde+: Freiburger Diözesan-Archiv.
N. F. I. Bd. 1900. 8. -- =Görlitz.= +Oberlausitzische Gesellschaft
der Wissenschaften+: Neues Lausitzisches Magazin. 76. Bd. 1900. 8;
Jecht, Codex diplomaticus Lusatiae superioris II, 1. 1900. 8. --
=Greifswald.= +Universität+: Verzeichnis der Vorlesungen. Shj. 1901.
1901. 8. Mit wissensch. Beilage: Kroll, Analecta Graeca. 1901. 8. --
=Hamburg.= +Verein für Hamburgische Geschichte+: Mitteilungen. 20.
Jhrg. 1900. 1901. 8. -- =Hannover.= +Gesellschaft f. ältere deutsche
Geschichtskunde+ (+Hahn’+sche Buchh.): Neues Archiv. 26. Bd., 2.
H., 1901. 8^o (2 Exempl.). +Historischer Verein f. Niedersachsen+:
Zeitschrift 1900. 1900. 8. -- =Harlem.= +Holländische Gesellschaft
der Wissenschaften+: Archives néerlandaises des sciences exactes et
naturelles. Série I, t. V. 1900. 8. -- =Heidelberg.= +Universität+:
Rosenbusch, Aus der Geologie von Heidelberg. Akad. Rede. 1900. 4. --
=Heilbronn a. N.= +Historischer Verein+: Bericht a. d. J. 1896-1900. 6.
H. 1900. 8. -- =Helsingsfors.= +Finnische litterarische Gesellschaft+:
Suomi. Kirjoituksia isänmaallisista aineista. 18. Osa. 1900. 8.
+Historiska museet+: Finskt Museum VII. 1900. 8; Suomen Museo VII.
1900. 8. +Finnländische Gesellschaft der Wissenschaften+: Öfversigt
XLII. 1900. 8; Bitrag H. 59, 60. 1900. 8. -- =Jena.= +Verein f.
thüringische Geschichte u. Altertumskunde+: Zeitschrift N. F. 11. Bd.,
H. 2-4; 12. Bd., H. 1. 1898-1900. 8. -- =Kahla.= +Altertumsforschender
Verein+: Bergner, Urkunden z. Geschichte d. Stadt Kahla. 1899. 8.
-- =Karlsruhe.= +Badische Historische Kommission+: Bericht über die
neunzehnte Plenarsitzung d. B. H.-K., S. A. 1900. 8. Neujahrsblätter
d. B. H.-K. 1901. Albert, Baden zwischen Neckar u. Main in d. J.
1803-6. 1901. 8; Zeitschrift f. d. Gesch. d. Oberrheins. N. F. Bd.
XVI, H. 1. 1901. 8. -- =Kassel.= +Verein f. hessische Geschichte u.
Landeskunde+: Zeitschrift. N. F. 24. Bd., H. 2. 1901. 8; Mitteilungen
an die Mitglieder des Vereins: Jhrg. 1899. 1901. 8. -- =Kiel.=
+Gesellschaft f. Schleswig-Holsteinische Geschichte+: Zeitschrift.
XXX. Bd. 1900. 8. +Universität+: Chronik f. d. J. 1899/1900. 1900.
8; Bruns, Frauenemanzipation in Athen. Ein Beitrag zur attischen
Kulturgeschichte des fünften u. vierten Jahrh. 1900. 8; Klostermann,
Deuteronomium u. Gragas. 1900. 8; Milchhoefer, Über die Gräberkunst der
Hellenen. Rede z. Winkelmann-Tage, am 9. Dez. 1899. 1899. 8; Quincke,
Die Stellung der Medizin zu den andern Universitätswissenschaften.
1900. 8; Reinke, Die Entwicklung der Naturwissenschaften insb. d.
Biologie im neunzehnten Jh. 1900. 8; Dissertationen: Diepenbeck,
Beiträge z. Kenntnis der altfranzösischen Umgangssprache des späteren
Mittelalters. 1900. 8; Dietrich, Die Skeireinsbruchstücke. Text u.
Übersetzung. 1900. 4; Gough, On de middle english metrical romance of
Emare. 1900. 8; Kopplow, Shakespeare »King John« u. seine Quelle. 1900.
8; Lühr, Die drei Cambridger Spiele vom Parnass (1598-1603) in ihren
litterarischen Beziehungen. 1900. 8; Meinecke, Der sog. Teilungsartikel
im Französischen. 1900. 8; Walter Meyer, Über die Charakterzeichnung in
der altfranzösischen Heldendichtung Raoul de Cambrai. 1900. 8; Schacht,
Der theoretische Gehalt des englischen Merkantilismus. 1900. 8; Stange,
Beiträge zur Kenntnis der französischen Umgangssprache des 16. Jh.
1900. 8; Stein, Untersuchungen über die proverbios morales von Santob
de Carrion mit besond. Hinweis auf die Quellen u. Parallelen. 1900. 8;
Weichardt, Die Entwicklung des Naturgefühls in der mittelenglischen
Dichtung von Chaucer (einschließl. des Gawain-Dichters). 1900. 8. --
=Klagenfurt.= +Geschichtsverein für Kärnten+: Jahres-Bericht über 1899
u. Vorschlag f. 1900. 1900. 8; Carinthia. 90. Jhrg. Nr. 1-6. 1900.
8; Archiv f. vaterländische Geschichte und Topographie. XIX. Jhrg.
1900. 8. -- =Königsberg in Pr.= +Dr. Rudolf Reicke+: Altpreußische
Monatsschrift. Bd. XXXV., H. 1/2. 1898. 8. -- =Kopenhagen.= +Kgl.
Akademie der Wissenschaften+: Forhandlinger. 1900. Nr. 4, 5. 1900.
8; Memoires, série 6, t. V, Nr. 1. 4. -- =Leiden.= +Maatschappij der
Nederlandsche Letterkunde+: Tijdsschrift voor Nederlandsche Taal-en
Letterkunde XIX. 1, 2. 1900. 8. -- =Leipzig.= +Kgl. Sächsische
Gesellschaft der Wissenschaften+: Abhandlungen der philol.-histor.
Klasse. XX, 3: Peter, der Brief in der römischen Litteratur. 1901. 8;
Berichte und Verhandlungen. Philol.-Hist. Cl. 52. Bd. 1900. IX. 1900.
8. +Buchhändlerische Zentralstelle f. d. Programmentausch d. höheren
Schulen Deutschlands. B. G. Teubner+: Vorlesungs-Verzeichnisse f. d.
W. S. 1900/01 der Universitäten Berlin, Bonn, Breslau, Freiburg i.
B., Gießen, Greifswald, Halle, Heidelberg, Jena, Kiel, Königsberg,
Leipzig, Marburg, Rostock, Straßburg, Tübingen, Würzburg u. der
kgl. Akademie zu Münster. 1900. 4 u. 8; Verzeichnis der Doktoren
der phil. Fakultät der Univ. Tübingen 1899/1900 mit Abhandl.:
Busch, Die Beziehungen Frankreichs zu Österreich u. Italien zw. den
Kriegen v. 1866 u. 1870/71. 1900. 4; Anschütz, Die gegenwärtigen
Theorieen über den Begriff der gesetzgebenden Gewalt u. den Umfang
des königlichen Verordnungsrechts nach preußischem Staatsrecht.
Tübingen. 1900. 4; Binswanger, Die psychologische Denkrichtung in der
Heilkunde. Jena. 1900. 4; Sitzungsberichte der Kgl. Preuß. Akademie
der Wissenschaften zu Berlin. XXVIII. 1900. 8; Schulnachrichten v.
Birkenfeld, Jülich, Linz a. Rh., Mannheim, Schlettstadt, Stollberg,
Zwickau. 1900; Wissensch. Beilagen: Ernst, Die Kunstschule in
Zürich, die erste Züricherische Industrieschule. 1773-1833. 1900.
4; Kurtz, »Die Irrlichter«. 1900. 4; Fr. Müller, Otto Böckeler, Ein
oldenburg. Botaniker. 1900. 4. Gerh. Heinr. Müller, Beiträge zur
Sprachwissenschaft. 1900. 4; Niedenzu, De genere Banisteria. (Pars
prior.) 1900. 4; Schauffeler, Zeugnisse zur Germania des Tacitus aus
der altnordischen und angelsächsischen Dichtung. 1900. 4; Schiff,
Goethe’s naturwissenschaftl. Forschungen und ihre Bedeutung für
den naturwissenschaftlichen Unterricht. 1900. 4; Unberath, Der
Turnunterricht an unseren Mittelschulen. (Forts. u. Schl.). 1900.
4. -- =Lindau i. B.= +Verein f. Geschichte des Bodensees u. seiner
Umgebung+: Schriften H. 29. 1900. gr. 8. -- =Linz.= +Museal-Verein
f. Enns u. Umgebung+: II. Jahresbericht 1894-1900. 1900. 8. --
=Lüttich.= +L’institut archéologique liégeois+: Bulletin t. XXIX,
livr. 1, 2. 1900. 1901. 8. =Magdeburg.= +Verein f. Gesch. u.
Altertumsk. des Herzogt. u. Erzstifts Magdeburg+: Geschichts-Blätter
für Stadt u. Land Magdeburg. 35. Jhrg. 1900. 1900. 8. -- =Mannheim.=
+Altertumsverein+: Seubert, Verzeichnis der in der Sammlung des
Mannheimer Altertumsvereins befindlichen Pfälzischen u. Badischen
Münzen und Medaillen. 1900. 8. -- =Marienwerder.= +Historischer
Verein für den Regierungsbezirk Marienwerder+: Zeitschrift. 38. H.
1900. 8. -- =Meiningen.= +Verein für Sachsen-Meiningische Geschichte
u. Landeskunde+: Schriften H. 37. 1901. 8. -- =Meissen.= +Verein für
Geschichte der Stadt Meißen+: Mitteilungen. V. Bd., 3. H. 1900. 8.
-- =München.= +K. b. Akademie der Wissenschaften+: Sitzungsberichte
der philos.-philolog. u. der hist. Klasse. 1900. H. III. 1900. 8;
Inhaltsverzeichnis ders. Jhrg. 1886-1899. 1900. 8; Sitzungsberichte
der mathem.-physik. Klasse. 1900. H. III. 1901. 8; Inhaltsverzeichnis
1886-99. 1900. 8; Deutsche Reichstagsakten. Jüngere Reihe. III.
Bd. 1901. 8. +Bayerische Numismatische Gesellschaft+: Mitteilungen
XX. Jhrg. 1901: Festgabe zur Feier des 80. Geburtsfestes S. Kgl.
Hoh. d. Prinzregenten. 1901. 8. +Hugo Helbing+: Monatsberichte über
Kunstwissenschaft und Kunsthandel. 1900/01. H. 1-3. 1900. 2. +Professor
Dr. Karl von Reinhardstöttner+: Forschungen zur Geschichte Bayerns.
VIII. Bd., H. IV. 1900. 8. -- =Münster.= +Verein f. Geschichte und
Altertumskunde Westfalens+: Zeitschrift für vaterländische Geschichte
u. Altertumskunde. 58. Bd. 1900. 8. -- =Neisse.= +Wissenschaftliche
Gesellschaft Philomathie+: 30. Bericht. 1898/1900. O. J. 8. --
=Neuburg a. D.= +Historischer Verein+: Kollektaneen-Blatt. 63. Jhrg.
1899. O. J. 8. -- =Osnabrück.= +Verein f. Geschichte u. Landeskunde+:
Mitteilungen. 25. Bd. 1900. 1901. 8. -- =Paris.= +La société des
études historiques+: Revue des études historiques. 66^e. année. II,
6. (1900.) 8. -- =Petersburg.= +La société impériale d’encouragement
des beaux arts en Russie+: Les trésors d’art en Russie. Jhrg. I.
1901, Nr. 1. 1901. 4. -- =Posen.= +Gesellschaft der Freunde der
Wissenschaften+: Roczniki towarzystwa przyjaciół nauk Poznańskiego.
XXVII. 1900. 8. -- =Reykjavík.= +Islenzka Fornleifafjelag+: Arbók hins
islenzka fornleifafélags 1900. 1900. 8; Kornerup, Islande. 1900. qu.
8. -- =Rochlitz.= +Verein für Rochlitzer Geschichte+: Mitteilungen 3.
H.: Pfau, Topographische Forschungen über die ältesten Siedlungen der
Rochlitzer Pflege. 1900. 4. -- =Salzburg.= +Gesellschaft für Salzburger
Landeskunde+: Mitteilungen. XL. Vereinsj. 1900. 8. +Städtisches
Museum Carolino-Augusteum+: Jahres-Bericht für 1899. (1900.) 8. --
=Schaffhausen.= +Historisch-antiquarischer Verein+: 11. Neujahrsblatt
1901: Lang, Die Schicksale des Kantons Schaffhausen in d. J. 1800 u.
1801. 1901. 2. -- =Schwerin.= +Verein f. Mecklenburgische Geschichte
u. Altertumskunde+: Mecklenburgisches Urkundenbuch XX. Bd. 1381-1385.
1900. 4. -- =Sigmaringen.= +Verein für Geschichte u. Altertumskunde in
Hohenzollern+: Mitteilungen XXXIII. 1899/1900. 1900. 8. -- =Strassburg
i. E.= +Vogesen-Klub: Histor.-Litterar. Zweigverein+: Jahrbuch für
Geschichte, Sprache u. Litteratur Elsaß-Lothringens XVI. 1900. 8.
-- =Turin.= +R. deputazione sovra gli studi di storia patria per le
antiche provincie e la Lombardia+: Miscellanea di storia italiana.
t. V. 1900. 8. -- =Utrecht.= +Historisch Genootschap+: Werken. N. S.
Nr. 61. 1899. 8; Bijdragen en Mededeclingen. 21. T. 1900. 8; Werken.
R. S. Nr. 52* 1900. 8. -- =Wernigerode.= +Harz-Verein f. Geschichte
und Altertumskunde+: Zeitschrift. 33. Jhrg. 1900. 8. -- =Wien.= +K.
K. Geographische Gesellschaft+: Abhandlungen, II. Bd. 1900, Nr.
1-7. 1900. 8; Mitteilungen, Bd. XLIII, Nr. 1-12. 1900. 8. +K. K.
Heraldische Gesellschaft »Adler«+: Jahrbuch. Neue Folge X. Bd. 1900.
4. +K. u. K. Heeres-Museum+: Bericht über die zehnjährige Thätigkeit
des Kuratoriums. 1885-1894. 1895. 8; W. Erben, Die älteren Immunitäten
für Werden u. Corvei. S. A. O. J.; Ders., Untersuchungen zu dem Codex
traditionum Odalberti. O. J.; Ders., Die Frage der Heranziehung des
Deutschen Ordens zur Verteidigung der ungarischen Grenze. S. A.
1894. 8; Ders., Louise Delolme, Die Erzieherin zweier Königinnen
von Dänemark, 1897. 8; Ders., Ursprung u. Entwicklung der deutschen
Kriegsartikel. S. A. 1900. 8. -- =Wiesbaden.= +Verein für nassauische
Altertumskunde u. Geschichtsforschung+: Annalen, 31. Bd., 2. H. 1900.
1901. 8; Zedler, Die Incunabeln nassauischer Bibliotheken. 1900. 8. --
=Würzburg.= +Historischer Verein f. Unterfranken u. Aschaffenburg+:
Archiv, 42. Bd. 1900. 8; Jahresbericht 1899. 1900. 8. +Polytechnischer
Zentralverein+: Gemeinnützige Monatsschrift 1898-1900; 1901, Nr. 1. --
=Zürich.= +Allgemeine geschichtsforschende Gesellschaft der Schweiz+:
Jahrbuch, XXV. Bd. 1900. 8.


Ankäufe.

Tractatus de ruine ecclesie planctu. Memmingen, cc. 1510. kl. 4.
Vegetius, De re militari. (Erfurt. 1511.) 2. Modvs inqvirendi
haereticos. 1519. 4. St. Basilius, Ain Regiment oder Ordnung der
gaystlichẽ | beschriben. 1521. 8. Bodenstein v. Carlstadt, Von
gelubden. 1521. 8. Erasmus, verteutschte außlegung vber das Göttlich
tröstlich wort. 1521. 4. Oecolampadius, Qvod non sit onerosa
Christianis confessio. 1521. 4. Ders., De lavdando in Maria Deo. 1521.
8. Bodenstein von Carlstadt, Von empfahung des heyligen Sacraments.
1522. 4. Cochlaeus, De baptismo parvvlorvm liber vnvns. 1523. 4.
Erasmus, Paraphrasis in euangelium secundum Joannem. (1523.) kl. 8.
Eyn Tracktadt von etlichen grossen klagen. 1523. 8. Emser, Canonis
missae contra Huldricum Zwinglium. Defensio. 1524. 4. Erasmus, In
acta apostolorvm paraphrasis. 1524. kl. 8. Oecolampadius, Der prophet
Maleachi. 1526. 8. Cochlaeus, Avtenticae Jvstiniani. 1529. kl. 8.
Angeb.: Ders., Antiqva regvm Italiae Gothicae gentis rescripta. 1529.
kl. 8. J. Eck, Articuli 404. 1530. 4. Oecolampadius, In librvm Job
exegemata. 1532. 4. Heyden, Mvsicae, id est, artis canendi libri
duo. 1537. 8. Ein schon bewerts lied vonn der reynen vnbefleckten
entpfengnüß Marie d’weyß Maria zart. (cc. 1540.) kl. 4. Eber,
Contexta popvli Jvdaici historia. 1548. kl. 8. Erasmus, De morte
declamatio. O. J. 4. Ein zuversichtig ermanung an die redlichen
| erberen starcken vnd christlichen herren obern vnd vntherthon
gemainer Eydgnoschafft. O. J. 8. Joachim, scriptum super Esaiam
prophetam. O. J. 8. Compendiosus profitendi modus pro bonarum artium
studiosis praecipue compilatus. O. J. 4. Oecolampadius, Canonici
indocti Lvtherani... O. J. 8. Ders., Ein sonderliche lere vñ bewerũg
das die beicht ainẽ Christen menschen nitt burdlich oder schwer
sey. O. J. 8. Ders., Nunc dimittis. ... O. J. 4. Melanchthon, In
euangelia... annotationes. 1555. kl. 8. Sarcerius, Warhafftiger vnd
weitleufftiger bericht | aus Gottes wort |... 1556. 2. Angeb.: Veit
Dietrich, Summaria vber die gantze Bibel. 1555; Ders., Summaria vber
das Newe Testament ... 1555. 2. Melanchthon, Bericht vnd Rathschlag.
1560. 4. Thym, Des Edlen vñ Streitbaren heldes Thedel Vnuorferden von
Walmoden... thaten (1560.) 12. L. Osiander, Bericht | Was der Türcken
Glaub sey |... 1570 4. Cassanion, De gigantibvs, eorvmque reliqviis.
1580. 8. Ernewerte Beschreibung | der Wolgedenckwürdigen Alten vnd
warhafften Geschicht vom Herren Petern von Stauffenberg. 1588. 8. Ein
buch durch einen gelerten Khriegsuerstendigen... zusammengezogen wie
ein Zeughaus... soll gehalten werden. Pap.-Hs. 159^x. 2. Schiebell,
Recepte für Farben etc. Hs. 1596. 8. Guillimann, Habsburgica sive
de antiqva et vera origine domus Avstriae. 1605. 4. Morestel, la
philosophie occulte des devanciers d’Aristote & de Platon. 1607.
16. Strada à Rosberg, Kvnstliche Abriß | allerhand Wasser-Wind-Roß-
vnd Handt Mühlen |... I. II. 1617/18. 2. Merian, Icones biblicae.
(1625.) qu. 8. Ubaldi-Mögling, Mechanischer Kunst-Kammer Erster Teil.
1629. 2. Gottfried, Newe Welt vnd Americanische Historien. 1631. 2.
Lauremberg, Horticvltvra, libris II comprehensa. (1631) 4. Responsa
medica ad Helvicvm Dietericvm. 1631. 4. Spigelius, De formato foetv.
1631. 4. Casserius, tabvlae anatomicae. 1632. 4. Werdenhagen, De
rebvs-pvblicis hanseaticis. 1641. 2. Johann Arndt, Postilla I. II.
1643. 2. Valentinus Theocritus, Arcadia. 1643. 8. Gottfried, Newe
Archontologia cosmica. 1646. 2. Der fruchtbringenden Gesellschaft
Nahmen | Vorhaben | Gemählde u. Wörter. 1646. 4. Gottfried,
Archontologia cosmica. 1649. 2. Johnston, Historia naturalis. 1649 ff.
2. Solemnia electionis et inaugurationis Leopoldi. 1659. 2. Merian,
Das lange bestrittene Königreich Candia. 1670. 2. Musaeum hermeticum
reformatvm et amplificatvm. 1677. 4. Maria Sibylla Gräffin (Merian),
Der Raupen wunderbare Verwandlung. Anderer Theil. 1683. 8. Gottfried,
Archontologia cosmica. 1695. 2. Anti-Canidia: or, superstition
detected and exposed. O. J. 8. Das Geheimnüß der Schöpffung |
nach ihren sichtbaren und unsichtbaren Wundern | aus dem göttl.
magischen Central-Licht. 1701. 8. Maria Sibylla Merian, Metamorphosis
insectorum Surinamensium. O. J. (1705?). Neickelius, Museographia
oder Anleitung zum rechten Begriff und nützl. Anlegung der Museorum
oder Raritäten-Kammern. 1727. 4. Reinhard, Satyr. Abhandlung von den
Krankheiten der Frauenspersonen, welche sie sich durch ihren Putz u.
Anzug zuziehen. 1757. 8. Bonanni, Descrizione degl’istromenti armonici
d’ogni genere. 1776. 4. Neue Feuerbrände. 1807-8. 8. (Nrn. 4-7. 9-12.
13. 17. 18.) Heinsius, Der Bardenhain für Deutschlands edle Söhne u.
Töchter. 1809. 8. A history of the Witches of Renfrewshire. 1809. 8.
Neureuther, Randzeichnungen zu Goethe’s Balladen und Romanzen. 1829. 2.
Kretzschmer, Deutsche Volkslieder mit ihren Original-Weisen. 1838. 8.
Schultheis, Der Ludwigs-Kanal. 1847. qu. 2.

=Aus der Stiftung deutscher Bierbrauer:= Tryon; A new art of brewing
beer, ale and other sorts liquors. 1691. 12. (Combrune), an essay
on brewing. 1758. 8. Black, a practical treatise on brewing, and on
storing of beer. 1835. 8.

=Heyer von Rosenfeld’sche Stiftung:= Letzner, Dasselische und
Einbeckische Chronica. 1596. 2. Henninges, Theatrvm genealogicvm
ostentans omnes omnivm aetatvm genealogias. 1598. 2. Tack,
Unverweslicher Ceder-Baum, zu ewigem Andencken... Georgen des Andern,
Landgraffen zv Hessen. 1661. gr. 2. Maurice, Le blason des armoiriés.
1667. 2. Adelige Familien, welche im Kloster Mallerstorf begraben
ligen. 2. H. des 18. Jahrh. 2. Lepage et Germain, Complément au
nobiliaire de Lorraine. 1885. 8. Roelants, Gulden bock van Schiedam. I.
Deel. 1900. 8. v. Siegenfeld, Das Landeswappen der Steiermark. 1900.
8. Mit 51 Tafeln in Mappe. 8. Spiessen, Wappenbuch des westfälischen
Adels. Lief. 9. (1900.) 4. v. Zernicki-Szeliga. I. II. 1900. 8.
de Raadt, Sceaux armoiriés. t. III, fasc. 4. 1901. 8. De Renesse,
Dictionnaire des figures héraldiques VI, 1. 1901. 8. Stückelberg, Das
Wappen in Kunst u. Gewerbe. 1901. 8.


HISTORISCH-PHARMAZEUTISCHES ZENTRALMUSEUM.

+Geschenke.+

=Innsbruck.= Apotheker +Winkler+: Samensammlung; Anf. des 19. Jahrh.

+Ankäufe.+

Hülfsbüchlein in der Pocken- oder Blatternnot; o. O. 1798; 8. Doktor
Podalirius oder das entdeckte Geheimnis der Urinschauerkunst; o. O.
1798; 8. Der Gröninger Wunderschlüssel, ein hochgepriesenes Mittel
gegen die Wut nebst besserer Belehrung darüber etc.; o. O. 1798; 8. Das
aufrichtige Aderlaßmännlein oder der neue Bader von Troßfeld; o. O.
1769; 8.


DEUTSCHES HANDELSMUSEUM.

+Geschenke.+

=München.= +Karl Zais+: Warenstempel zum Einbrennen mit dem Augsburger
Wappen; 18. Jahrh.

[Illustration: =Glasgemälde mit dem Wappen der Steinlinger.=]


Herausgegeben vom Direktorium des germanischen Museums.

Abgeschlossen den 23. April 1901.

Für die Schriftleitung verantwortlich: +Gustav von Bezold+.


Gedruckt bei U. E. +Sebald+ in Nürnberg.




                             MITTEILUNGEN

                                AUS DEM

                      GERMANISCHEN NATIONALMUSEUM

                             HERAUSGEGEBEN

                           VOM DIRECTORIUM.


                            JAHRGANG 1901.

                           MIT ABBILDUNGEN.


                               NÜRNBERG

               VERLAGSEIGENTUM DES GERMANISCHEN MUSEUMS

                                 1901.




[Illustration: Fig. 1. Aus einer Folge von Vorlagen zu einer Sonnenuhr,
nach Zeichnung G. Brentels gestochen von C. Senft (vgl. Nr. 6 im Text).]




VORLAGEN ZU SONNENUHREN VON GEORG BRENTEL VON LAUINGEN.

(Zu Andresen, Der deutsche Peintre-Graveur IV, 216 f.)

VON TH. HAMPE.


Von dem Maler und Bürger zu Lauingen Georg Brentel kennt Andresen
nur zwei Kupferstiche, die sich seiner Angabe zufolge in zwei
kleinen Schriften, an denen Brentel beteiligt war, finden sollen,
nämlich in »Georgij Galgemairs... Vnderricht, Wie der Künstliche
Proportional-Circul außzutheilen vnd auffzuzeichnen sey... in Truck
gegeben Durch Georgen Brentel ... Laugingen... MDCX« und in der
»Fabrica et vsvs cylindri... Durch Georg Brentel... Laugingen...
MDCXI«[1]. Indessen handelt es sich, wie die mir von der kgl. Hof-
und Staatsbibliothek in München zum Zweck dieser Studie freundlichst
geliehenen seltenen Originaldrucke zeigen, nur in der zweiten der
beiden Schriften, der »Fabrica et vsvs cylindri«, um einen Kupferstich,
das Schema einer Sonnenuhr, die zugleich für verschiedene andere
astronomische, astrologische und mathematische Zwecke nutzbar gemacht
ist. Gewissermaßen als Hintergrund dient eine zierliche Ansicht der
Stadt »Laugingen (Lauingen) in Schwaben«, über der das bayerische
Wappen und zu beiden Seiten desselben je ein Schild mit dem gekrönten
Mohrenkopf, der Wappenfigur von Lauingen, schwebt. Der andere Traktat
jedoch ist lediglich mit einigen Holzschnitten von größtenteils rein
geometrischen Figuren ausgestattet, die vermutlich auch von Georg
Brentel herrühren, aber in der That »keinen Liebhaber (der Kunst)
reizen können«[2].

Allein mit diesen wenigen Blättern erschöpft sich das Werk G. Brentels
keineswegs. Er hat vielmehr noch eine größere Anzahl von Kupferstichen
geschaffen, die sich sämtlich als Vorlagen für die Anfertigung von
Sonnenuhren darstellen und, zumeist sehr sauber ausgeführt, in manchen
Einzelheiten auch nicht ganz ohne künstlerischen Wert sind. Ich fand
sie unter den Depotbeständen der Bibliothek des Germanischen Museums in
einem Sammelbande, der ehemals wohl in der Hand eines Uhrmachers oder
Mechanikers praktischen Zwecken gedient hat. Darauf deuten die manche
Blätter füllenden, fast ausschließlich geometrischen Zeichnungen, die
vielfachen Reste von Überklebungen mit anderen Blättern, unter denen
auch die Stiche Brentels hie und da gelitten haben, endlich überhaupt
der desolate Zustand des ganzen Buches, das nach einer Eintragung auf
dem ersten Blatt früher, wie es scheint, 112 Stück (Vorlagen oder
überhaupt Stiche), darunter solche von Michael Herr und einem Mitgliede
der Künstlerfamilie Rugendas enthielt, von denen indessen nur wenige
und auch diese zum Teil defekt auf uns gekommen sind.

Gerade derartige alte Vorlagen-Sammlungen aber, die sich oft
Jahrhunderte hindurch im Werkstattgebrauch erhalten haben, ja uns
noch heute bisweilen als mehr oder minder geschätztes Vätererbe in
den Werkstätten von Handwerkern und kleinen Kunstgewerbetreibenden
begegnen -- sie bilden ein besonderes Jagdobjekt für den Sammler und
den Museumsbeamten -- gerade sie enthalten häufig genug Seltenheiten,
die im Kupferstichhandel nur noch schwer und mit erheblichen Kosten
erhältlich sind. So wird denn auch den sogleich näher zu betrachtenden
Stichen Georg Brentels, die ich bisher nirgends erwähnt gefunden habe,
der Vorzug wenigstens der Seltenheit kaum bestritten werden können.
Auch scheinen sie nicht etwa einem Buch als Tafeln beigegeben worden
zu sein -- ich habe die mir zur Verfügung stehende ältere Litteratur
über Sonnenuhren vergeblich darnach durchsucht -- sondern einzeln als
Vorlageblätter gedient zu haben. Schon das ganz verschiedene Format
der Blätter deutet darauf hin. -- Ein hervorragender Künstler freilich
war unser Georg Brentel nicht, und nicht etwa als eine Ehrenrettung,
sondern nur als eine Ergänzung zu den mangelhaften Angaben Andresens
will die Aufzählung seiner Stiche aufgefaßt sein. Ehe ich jedoch zu
dieser schreite, sei es mir gestattet, noch mit ein paar Worten auf den
übrigen Inhalt des Bandes und den Gebrauch von Sonnenuhren einzugehen.

Indem ich die verschiedenen, zum Teil nur ganz flüchtigen, teilweise
auch sorgfältiger ausgeführten, aber sämtlich des künstlerischen
Interesses entbehrenden Handzeichnungen, die sich gleichfalls
großenteils als Entwürfe zu Sonnenuhren, Hülfskonstruktionen u. s.
w. darstellen, übergehe und ebenso die Stiche und Holzschnitte rein
geometrischen Charakters, zu denen unter anderm zwei Blätter von dem
berühmten Nürnberger Mathematiker Georg Hartmann, dessen vielfältige
Verdienste bisher keine genügende Würdigung erfahren haben, aus den
Jahren 1539 und 1562 gehören, wie auch einige offenbar aus Lehrbüchern
stammende Tafeln unberücksichtigt lasse, erwähne ich nur in Kürze
eines großen leider sehr defekten italienischen Stiches, einen
ansprechend verzierten Schiffskompaß darstellend, aus dem Jahre 1567.
Die Widmung des Verfertigers lautet -- unter Auflösung der Abkürzungen
--: »Magnifico Nobilique genere et virtute praestanti D. Joanni
Baptistae Cornelio Domino suo, de se et suis omnibus optime merito in
signum deuoti animi dicabat Joannes Pavlvs _Cimerlinus_ Veronensis.«
Die Anfangsbuchstaben des Künstlers I P C wiederholen sich noch
einmal innerhalb eines Laubornaments, über dem sich ein Band mit der
Jahreszahl hinschlingt.[3] -- Ein anderes teilweise ornamentiertes
Blatt stellt wiederum -- ähnlich wie jenes bereits besprochene Blatt
von G. Brentel -- einen »Cylindrvs horarivs concavvs« dar. Es ist
bezeichnet: »Joachimus Tanckius Perleb[ergensis] Doctor A. 1596«; dies
ist der Name eines Mechanikers, der die Anfertigung zylindrischer
Sonnenuhren als Spezialität betrieben zu haben scheint. Das Museum
hat deren zwei von ihm. -- Den Schluß unseres Bandes endlich bildet
ein zusammengeschlagener Einblattdruck in gr.-fol. aus Georg Brentels
Verlage und von ihm verfaßt. Er trägt die Überschrift »Kurtzer
Bericht vnd Erklärung deß Zollstabs«, dient wiederum vorzugsweise zur
Feststellung der Zeit und zu Höhenmessungen mit Hilfe der Sonne und ist
bezeichnet: »Anno 1609 Die 1. Octobr. Georgivs Brentel Lauinganus«.
Künstlerische Qualitäten weist das Blatt nicht auf.

Angesichts der Scharen von Künstlern, Kunsthandwerkern und Gelehrten,
die namentlich während des 16. und 17. Jahrhunderts noch für die
Herstellung aller Arten von Sonnenuhren thätig gewesen sind und
angesichts der großen Zahl solcher Uhren, die sich eben aus jenen
Zeiten erhalten hat -- auch das Germanische Museum besitzt davon
bekanntlich eine sehr ansehnliche Sammlung --, muß man sich in der That
über die Beliebtheit wundern, deren sich diese Zeitmesser, die, so
kompliziert sie oft waren, doch stets nur bei Sonnenschein gebraucht
werden konnten, offenbar noch lange nach Erfindung der Taschenuhren
allgemein erfreut haben. Sehr charakteristisch ist dafür unter anderm
auch die Stelle in einem Briefe, der allerdings noch der ersten Hälfte
des 16. Jahrhunderts angehört. Jeronimus Imhoff nämlich, damals, wie
oft lange Monate hindurch zum Zweck des Safranhandels des von ihm
vertretenen großen Imhoff’schen Handelshauses »im Adler« d. h. in
Aquileja, schreibt unterm 14. Januar 1547 an Paulus Behaim in Nürnberg:

»Ich dir für diesmall auch dester minder zu schreiben ways, vnd dies
mein schreiben hiemitt allain, das mein pidtt vnd begern an dich ist,
mir ein baynenen compas, darauff die deutsch vnd welsch vhr stand,
kaufft vnd mitt erstem gesanndtt hest. Der mayster, so solche machtt,
ist genanndtt Linhartt Gressell; hab dergleichen vhr pey der Hans
Welsser diener alhie gesehen, ist ein sonnencompas, verstast wol, was
ich nun mayn vnd beger; was solcher cost zall ich dir hernach zu danck.
Es hatt alhie schier weder vnd sonderlich kein sonnen- oder deüttende,
deßgleichen wenig vnd kein gerechtte schlagende vhr, höre pey vnsserm
wallen vnd in vnsserer stanzia kein vhr schlagen, das dessen also
gleich wol bedarff«[4].

Zwar war Nürnberg der Hauptort für die Herstellung von Sonnenuhren, und
die »Kompaßmacher« bildeten daselbst ein ansehnliches Handwerk. Dennoch
würde man in Fällen, wie dem vorliegenden, ohne die ausdrückliche
Erklärung des Briefschreibers wohl eher angenommen haben, derselbe
hätte sich eine zur Tages- wie zur Nachtzeit brauchbare Uhr, etwa eine
jener Taschenuhren, wie sie einige Jahrzehnte zuvor eben in Nürnberg
erfunden worden waren, kommen lassen. Diese scheinen sich indessen
nur langsam durchgesetzt zu haben und überhaupt in ihrer Konstruktion
zunächst noch so mangelhaft und unzuverlässig gewesen zu sein, daß
man für den gewöhnlichen Gebrauch immer wieder auf die Sand- (oder
»reisenden«) und Sonnenuhren zurückkam.

[Illustration: Fig. 2. Vorlage zu einer Sonnenuhr von Georg Brentel
(vgl. Nr. 1 im Text).]

Nach dieser kurzen Abschweifung mag nunmehr die Aufzählung der in
unserem Bande enthaltenen Stiche Georg Brentels folgen.

1. +Sonnenuhr in Becherform+ mit spärlichem Pflanzenornament und
figürlichem Schmuck; zur Seite links in barocker Umrahmung ein
herzförmiges Schild mit dem Kopf eines Einhorns über einer heraldischen
Rose, möglicherweie das Wappen des Nürnberger Mathematikers Caspar
Uttenhofer († 1621)[5], dem unser Kupferstich gewidmet ist (»Domino
Caspare Uttenhofero Norimbergensi amico suo singulari dedicat
Author«), und von dessen nahen freundschaftlichen Beziehungen zu dem
Lauinger Künstler uns auch sonst Zeugnisse erhalten sind[6]. Längs der
Peripherie des kleineren inneren Kreissegments liest man: »Georgius
Brentel Lavinganus pictor faciebat«. Ganz rechts an der Peripherie des
großen äußeren Kreissegments die Jahreszahl MDCVIII. Plattengröße: 220:
130 mm (vgl. Fig. 2).

2. Die fünf Teile einer +mehrfachen Sonnenuhr+ zur Bestimmung der
Stunden und der Tag- und Nachtlängen mit dem Schema der Zusammenfügung
der Platten oder der Aufstellung der Sonnenuhr (»Forma Instrumenti«)
auf +einem+ Blatte vereinigt; mit zwei allegorischen (die Zeit und die
Wissenschaft?), einer biblischen (»2. Reg. 20«), sowie Wappen- und
sonstigen Darstellungen. Auf dem größten der Teilstücke auf einem längs
des Randes angeordnetem Bande die Widmung: »Magnifico Viro M. Simoni
Rettero Hembauensi Civi Augustano Rectori Nordling[ensi] Domino suo
colendo«; auf einem andern Teil der Sonnenuhr im Kreis die Inschrift:
»Georgius Brentel Lavinganus pictor faciebat Anno 1619«; dazu auf einem
anderen Teile in kleiner, kaum leserlicher Schrift: »Nooeh(?)Ae. 18«
und auf einem dritten die Buchstaben BW.[7] Plattengröße 172: 216 mm.

[Illustration: Fig. 3. Aus einer Folge von Vorlagen zu einer Sonnenuhr,
nach Zeichnung G. Brentels gestochen von C. Senft (vgl. Nr. 4 im Text).]

3. Die neun Teile einer +ähnlichen Sonnenuhr+, von denen
jedoch drei durch rücksichtslose Beschneidung des Blattes leider
nur zum kleineren Teil erhalten sind, samt der dazu gehörigen Forma
instrumenti. Das vorliegende Exemplar ist in einem braunroten Druck
ausgeführt und reich mit figürlichen (z. B.: Auferstehung Christi)
und landschaftlichen Darstellungen (See- und Flußbilder[8]), sowie
ornamentalem Schmuck ausgestattet. Auf einem der Stücke im Kreis die
Inschrift: »Georg Brentel pictor Laving. f. A^o 1619« und am unteren
Rande desselben Stückes: »C. Senft (C und S verschlungen) scalp.«
Gegenwärtige Größe des Blattes: 215:260; die Plattengröße mag etwa
305:260 mm gewesen sein.

4.-10. Vermutlich zur Konstruktion +einer mehrfachen Sonnenuhr+
zusammengehörige Folge von sieben Kupferstichen. Nr. 4 bietet eines
der Hauptstücke, das mit figürlichen Darstellungen geziert ist, und
außerdem die Forma Instrumenti. Das Blatt ist unbezeichnet, kreisrund
und hat 188 mm im Durchmesser. Vgl. Fig. 3. -- Nr. 5: Windrose,
unterzeichnet, 61:70 mm. -- Nr. 6: Anderes Teilstück der Sonnenuhr.
Bez.: »Georg Brentel f. Lauingae« 75:95 mm. -- Nr. 7: Desgleichen,
mit dem bayerischen Wappen, dem Wappen von Lauingen, der Aufschrift
»Lavingae Suevorum« und den Monogrammen CS (unten links) und GB (unten
rechts). Vgl. Fig. 1 an der Spitze dieses Aufsatzes. Plattengröße 75:75
mm; Größe des Stichs 67:50 mm. -- Nr. 8: Desgleichen, mit geflügeltem
Totenkopf, auf dem die Sanduhr steht, darüber das Motto: »Respice
finem«. Unten in kleiner Cartouche: »G. Brentel L.« Plattengröße
81:110, Stichgröße 62:108 mm. -- Nr. 9: Desgleichen, mit dem Spruch:
»Vt Vitta sic fugit hora«; unbezeichnet. Unten leerer Raum zur
Anbringung einer längeren Inschrift (vermutlich für den Verfertiger der
Sonnenuhr). 68:100 mm (Platten- und Stichgröße ziemlich gleich). -- Nr.
10: Konstruktion des Globus, unbezeichnet. 120:45 mm.

Es erübrigt noch, ein kurzes Wort über die Mitarbeiter Georg Brentels
hier anzufügen. Wir bemerkten, daß verschiedentlich außer seiner
eigenen, zumeist großen und deutlichen »Künstlerinschrift« noch
andere Bezeichnungen auf den im Vorstehenden besprochenen Blättern
vorkamen, und schon die Verschiedenheit der Ausführung der Stiche
läßt mit Sicherheit darauf schließen, daß sie häufig, vielleicht
stets anderen Händen überlassen worden ist. Nr. 1 und 2 stehen jede
für sich, sind aber dennoch in ihrer Technik, die in der Hauptsache
die Anwendung des Grabstichels zeigt, näher mit einander als mit der
Gruppe 3-10 verwandt, deren Blätter alle eine ausgiebigere Anwendung
der kalten Nadel aufweisen und entschieden erheblich künstlerischer
ausgeführt sind. Der Kupferstecher, der sie gestochen, ist offenbar
C. Senft, dessen Name uns auf Blatt 3 begegnet und dessen Monogramm
auf Nr. 6 (vgl. Fig. 1) neben demjenigen Brentels erscheint. Schon
Heller (Monogrammen-Lexikon, Bamberg 1831 S. 325), kannte »C. Senft«
als »Kupferstecher zu Lauingen um 1603« und ebenso sein Monogramm.
Nagler dagegen (Künstlerlexikon Bd. XVI 1846 S. 272) nennt ihn »Graveur
und Ciseleur«[9]. Die beiden anderen Gehülfen Brentels sind ohne
künstlerische Bedeutung.

Daß aber Brentel die Zeichnungen zu sämtlichen Kupferstichen
gefertigt hat und nicht etwa nur als Verleger, der er freilich wohl
zugleich war, aufzufassen ist, ergiebt sich -- auch abgesehen von
dem seinem Namen mehrfach hinzugefügten »faciebat« -- schon aus der
Gleichmäßigkeit des überall zur Verwendung gekommenen Ornaments, der
sich schlängelnden Bänder, Barockcartouschen, Wappenschilder, Putten
u. s. f. Sein Monogramm wird durch unsere Nr. 7 sicher gestellt. Schon
Heller (a. a. O. S. 144), schrieb es ihm zu; Nagler (Monogrammisten
II, 973) brachte dann durch Verwechselung mit einem doch etwas anders
signierenden Formschneider um 1561 (Georg Balk?) Verwirrung in die
Sache. -- Im übrigen lasse ich das Leben und Wirken des wackeren
Meisters für diesmal auf sich beruhen, wie ich es auch geflissentlich
vermieden habe, die Frage nach seiner etwaigen Verwandtschaft mit dem
Miniaturmaler Friedrich Brentel (vgl. Andresen, Peintre-Graveur VI, 185
ff.) und die damit zusammenhängende Frage nach Beider Lebenszeit in
Obigem zu berühren. Daß Andresens Ausführungen hierzu, wonach Friedrich
»im Jahre 1580 das Licht der Welt erblickte« (a. a. O. S. 186), als
Georg »bereits ein Alter von 58 Jahren erreicht hatte« (S. 216),
derselbe Georg Brentel aber erst 1638 gestorben ist (ebenda), wenig
Wahrscheinlichkeit für sich haben, leuchtet wohl ohne weiteres ein. Wo
steckt der Fehler?

[Illustration: Aus Georg Brentels Vorlagen zu Sonnenuhren (vgl. Nr. 3
im Text).]




[Illustration: Zierleiste von Virgil Solis.]




HERD UND HERDGERÄTE IN DEN NÜRNBERGISCHEN KÜCHEN DER VORZEIT.

VON DR. OTTO LAUFFER.


III.

[Illustration: Fig. 18. Angelsächsischer Koch mit Kessel und Dreifuß.]

Ein unstreitig sehr altes Herdgerät ist der +Dreifuß+ (lat.
_tripus_[10]), der auch -- soviel ich sehe -- schon früh bei allen
germanischen Stämmen gleichmäßig in Gebrauch war. Seine Form geht im
letzten Grunde zurück auf drei einfache, in den Boden gerammte Pfähle,
zwischen denen das Feuer entfacht wurde, und die oben den Kessel zu
tragen hatten. Diese einfachste Art wurde noch in historischer Zeit von
den Angelsachsen angewandt, wie das aus einer Handschrift von Alfrics
Genesis entnommene Bildnis eines angelsächsischen Koches beweist,
welches wir in Fig. 18 nach Wright a. a. O. 38 wiedergeben. Indessen
ist es wohl kein Zweifel, daß man schon frühzeitig dazu gelangte, den
Dreifuß als frei bewegliches Gerät zu verwenden, indem man die oberen
Enden der drei Beine mit einander verband, was vielleicht zuerst
dadurch geschah, daß man sie in eine völlig geschlossene Metallplatte
einfügte. Daß diese Art thatsächlich noch im 14. Jahrhundert sich
gefunden habe, glauben wir aus einer Stelle des öfter zitierten »Buches
von guter Speise« S. 15/16 schließen zu müssen, welche sagt: _»Nim ein
gans,... stecke sie in einen irdenen hafen,... setze sie uf einen
drifuz, +der unden offen sie+,«_ und wenn man dem Grundsatze folgen
will, die minder praktische Art, auch für die ältere zu halten, so
müßte man wohl in dem oben geschlossenen Dreifuß, über den wir leider
nichts weiteres mitteilen können, eine ältere Form erblicken als in dem
noch heute üblichen Dreifuß, der nur aus einem Ringe oder Dreieck mit
drei Beinen besteht.

Dieser letzteren Art gehören diejenigen von C. und D., sowie der von
Hans Paur, Abt. 7 dargestellte an, die allerdings alle sich durch die
Form und Stellung der Beine etwas von einander unterscheiden. Auch der
große Dreifuß von F. (vgl. Fig. 19), der auf dem Fußboden der Küche
stehend sich noch über die Höhe des Herdes erhebt und wohl für den
Waschkessel berechnet ist, zeigt eigentlich nur die vervollkommnete
Gestalt des einfachen Ringdreifußes[11].

[Illustration: Fig. 19. Dreifuß von F.]

Ehe wir nun auf die formale Erweiterung und Ergänzung desselben
eingehen, kehren wir noch einmal zu der oben geschilderten einfachsten
Art mit den drei Pfählen zurück und machen darauf aufmerksam, daß
die Entwicklung zum selbständigen Gerät nicht der einzig mögliche
Fortschritt war. Es konnten ebenso gut die drei Stützen eine Verbindung
mit dem darüber gestellten Kochgerät eingehen, und dieses ist in der
That geschehen. So begegnen wir denn Pfannen und Töpfen, die auf
eigenen Beinen stehen (vgl. Fig. 2 und 3), selbst Hängekessel sind mit
ihnen versehen, wie z. B. ein in der Küche des Museums befindlicher mit
der Jahreszahl 1596 gezeichneter Bronzekessel [H G 2143], der in der
Form durchaus an die mittelalterlichen drei- oder auch vierbeinigen
Kessel erinnert, die aus zahlreichen Märtyrerdarstellungen zur Genüge
bekannt sind.

Die technisch größere Schwierigkeit mag es veranlaßt haben, daß man in
manchen Gegenden nicht dazu gelangte, auch irdene Gefäße mit Beinen zu
versehen, und daß man diese Erweiterung nur am Metallgerät vornahm[12],
allein diese Frage fällt nicht mehr in den Rahmen unserer Untersuchung,
weil die betreffenden Geräte nicht mehr zum Herdgerät gezählt werden
können. Wir mußten hier nur deshalb darauf zu sprechen kommen, damit
sich nicht die Meinung einschleiche, als seien diese mit Beinen
versehenen Gefäße aus einer Vereinigung des Dreifußes und des einfachen
Gefäßes entsprossen.

Kehren wir zum Dreifuß zurück! Derselbe war in der bisher geschilderten
Gestalt nur befähigt, diejenigen Kochgeräte zu tragen, die sich so
auf ihn stellen ließen, daß ihr Schwerpunkt möglichst über die Mitte
des Dreifußringes, bezw. -dreiecks zu liegen kam. Das mußte sich aber
ändern, sowie dieser Schwerpunkt, durch die Gestalt des Kochgerätes
bedingt, über die Seite des Dreifußes hinaus verschoben wurde, d.
h. sowie das einseitige Übergewicht sich nicht mehr durch einfaches
Verschieben des Kochgerätes aufheben ließ. Vor allen Dingen war
dieses bei den Stielpfannen der Fall, aber es müssen auch noch andere
Geräte das Bedürfnis einer formalen Veränderung des Dreifußes geweckt
haben, denn der im Jahre 1896 aus einem Nürnberger Hause in das
Museum gelangte Dreifuß [H. G. 5735] hat entschieden eine Stielpfanne
nicht tragen können. Wir bilden in Fig. 20 das interessante Stück ab,
dem sich, so viel wir sehen, unter den bislang bekannt gewordenen
ähnlichen Stücken kein zweites an die Seite stellen läßt, wobei wir
nach wiederholter eingehender Prüfung ausdrücklich betonen, daß es
sich nicht etwa lediglich um die Verstümmelung eines Pfannenknechtes
handelt: die Kürze des seitlich herausspringenden Bügels beweist das
ganz sicher.

[Illustration: Fig. 20. Erweiterter Dreifuß [H. G. 5735.]]

An diesem Gerät zeigt sich in der einfachsten Form, wie die
entscheidende Veränderung des Dreifußes bereits eingetreten ist,
welche darin besteht, daß die drei Beine nicht mehr an den drei Ecken
eines über dem Dreifußringe liegend gedachten gleichseitigen Dreieckes
ansetzen, sondern daß es sich bei den neuen Ansatzstellen um die
Eckpunkte eines ebenso gedachten Quadrates handelt: Punkt 1 bleibt
frei, an den einander gegenüberliegenden Punkten 2 und 3 setzt je
ein Bein an, und bei Punkt 4 ist ein wagerechter Bügel an den Kranz
angesetzt, der sich an seinem Ende zum dritten Beine umbiegt. Eines
der Hauptmerkzeichen des einfachen Dreifußes ist also durch die
Veränderung der Beinansatz-Stellen aufgegeben, und eben dadurch zumeist
ist ein neues Gerät entstanden. Aber wie gesagt, das in der Abbildung
gegebene Stück ist das einzige uns bekannt gewordene. Wirkliche
Verbreitung scheint das Gerät erst gefunden zu haben, nachdem es durch
eine nochmalige Erweiterung vervollkommnet und so zum Tragen der
Stielpfannen hergerichtet war. Das dadurch entstandene Gerät ist der
+Pfannenknecht+[13].

In den oft zitierten »Studien zur germanischen Volkskunde« sagt
+Meringer+: »_Auch der Dreifuß ist alt. Aber unbedingt jünger als der
Feuerbock ist wenigstens die Gestalt des Dreifußes, welche man heute
im oberdeutschen Hause findet. Seine Geschichte ist offenbar mit
der Geschichte der langstieligen Pfannen auf das Engste verknüpft,
doch fehlt es hier noch an Vorstudien, um zu einer näheren Einsicht
zu gelangen[14]._« Ob die damit über das Alter des Pfannenknechtes
ausgesprochene Behauptung auch für den Gebrauch in Deutschland
zutrifft, können wir bislang leider noch nicht beurteilen, weil es uns
nicht gelungen ist, die im mittelalterlichen Latein übliche Bezeichnung
für unser Gerät ausfindig zu machen, vorausgesetzt, daß überhaupt eine
solche neben dem einfachen _tripus_ bestanden hat. So viel aber ist
sicher, daß »_der Pfannen schalc_« im 13. Jahrhundert schon ein in
Bayern bekanntes Gerät war, zu welcher Zeit es in einem Liede erwähnt
wird, das -- nach Moriz Haupt mit Unrecht -- unter Neidharts von
Reuenthal Namen geht. Die Stelle (XXXIX, 10 ff.) lautet:

    »Nû weiz ich einen der sich sêre vlîzet
    wie er mich beswære an Engelgarte.
    jâ weiz ich niht waz er der guoten wîzet.
    im mac geschehen als jenem Durinkharte,
    den ir muoter mit der pfannen schalke
    harte an sînen drüzzel sluoc.«

Haupt schreibt dazu die zutreffende Anmerkung: »_Der Schalk der Pfanne
ist das eiserne Gestell, auf dem sie über dem Feuer steht. Frisch 2,
159b führt aus Frischlins Nomenclator c. 134. an »schalk oder esel,
ein dreifuß, tripus«. In der Bedeutung Stütze oder Träger kennt das
Bremisch-nieders. Wörterbuch 4, 602 das Wort. Schon Frisch vergleicht
die ähnliche Verwendung von Knecht, von der Schmeller 2, 370 Beispiele
giebt_[15].« Die Bezeichnung »der pfannen schalc« scheint deshalb, weil
sie noch nicht zur Komposition zusammengewachsen ist, dafür zu zeugen,
daß das Gerät in jener Zeit noch verhältnismäßig jung war, immerhin
aber glauben wir bestimmt annehmen zu dürfen, daß es sich schon um
die erweiterte Form des Dreifußes, d. h. um die Form des heutigen
Pfannenknechtes handelt, da sonst nicht einzusehen wäre, weshalb der
Sprachgebrauch sich nicht mehr mit dem einfachen Namen Dreifuß begnügt
haben sollte.

[Illustration: Fig. 21. Pfannenknecht von G.]

Will man zu einer gewissen Klarheit über den Pfannenknecht gelangen,
so scheint es uns nötig, ihn vor allen Dingen als selbständiges Gerät
zu behandeln und ihn nicht zusammen mit dem alten Dreifuß aufzuführen,
wie denn auch Bancalari mit vollem Recht erklärt: _»vom Trifuàs ist
der bajuvarische Krapfenhengst trotz ihrer Ähnlichkeit, sowie der
Pfannenknecht wohl zu unterscheiden«_[16]. Mit Bezug auf die beiden
zuletzt genannten Geräte fährt jener bekannte Forscher dann fort:
_»Diese sind Vorrichtungen, welche die Beschmutzung des Eßtisches
durch das rußige Gefäß verhindern«_, er erklärt sie also durchaus
als Serviergeräte[17]. Nun wissen wir zwar nicht, ob irgendwo der
Sprachgebrauch den Namen des Pfannenknechtes auch auf das Pfanneisen,
von dem wir später sprechen werden, übertragen hat, allein im
allgemeinen stehen wir grundsätzlich auf dem Standpunkt, daß auch
diese beiden Geräte klar von einander getrennt werden müssen, denn
ursprünglich ist das Verhältnis so: +aus dem Dreifuß hat sich der
Pfannenknecht entwickelt, der völlig als Herdgerät anzusprechen ist, in
einzelnen Fällen freilich auch als Serviergerät benutzt sein mag; das
Pfanneisen tritt in zwei verschiedenen Formen auf, von denen die eine
aus dem Pfannenknecht, die andere direkt aus dem Dreifuß erwachsen ist,
die aber beide nur als Serviergerät vorkommen.+

[Illustration: Fig. 22. Pfannenknecht von D.]

Das Charakteristische des Pfannenknechtes besteht darin, daß der
erweiterte Dreifuß, wie wir ihn oben unter Fig. 20 abgebildet haben,
an dem seitwärts herausgezogenen Bügel mit einem Träger versehen
wird, der als Auflage-Stellen für den Pfannenstiel einen oder mehrere
Seitenäste und eine in eine zweizackige Gabel auslaufende Spitze
besitzt. Die einfachste Form dieser Art tritt uns in dem Pfannenknecht
von G. entgegen (vgl. Fig. 21), bei welchem der Träger auf dem
Seitenbügel verschoben werden kann, um auf diese Weise die Höhenlage
des Pfannenstieles zu regulieren. Das Stück ähnelt sehr denjenigen,
die Meringer in den »Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft
in Wien« XXI. Seite 105 ff. in den Figuren 107, 131 und 137 abgebildet
hat. Alle übrigen im Besitze des Museums befindlichen Pfannenknechte
(aus A., B., D., E., F. sowie auch das von H.) gehören einer anderen
Art an, die Fig. 22 darstellt. Bei ihnen wächst das dritte Bein über
das Ende des Bügels hinaus und trägt an seiner Spitze die Gabel für den
Pfannenstiel, außerdem läuft noch eine zweite Gabel verschiebbar über
den Bügel des Dreifußes. Seitenäste sind bei beiden Gabeln nicht immer
vorhanden. Diese Art des Pfannenknechtes läßt also eine verschieden
hohe Einstellung des Pfannenstieles -- die übrigens auch recht unnötig
scheint -- nicht überall zu, die Bewegbarkeit der mittleren Gabel ist
vor allem deshalb gewählt worden, weil infolge der mehr oder minder
großen Tiefe der Pfanne der mittlere Stützpunkt schwankend ist[18].
Durch den verschieden großen Durchmesser des Pfannentellers erklärt es
sich auch, daß die meisten Pfannenknechte den Kranz, der den Teller zu
tragen hat, entweder durch eine querüberlaufende Leiste oder durch nach
innen vorspringende Stifte etc. ein wenig verschließen, so daß auch
kleine Pfannen nicht durchrutschen können. Unter den aufgeführten, in
Nürnberg befindlichen Stücken ist diese Vorrichtung bei B., D., F. und
H. vorhanden, während nur 2 Stücke, A. und E., sie nicht zeigen.

Wer diese wechselseitigen Beziehungen zwischen Pfannenknecht und Pfanne
kennt, wird nun auch verstehen, weshalb bei den verschieden großen
Stielpfannen, die sich in einer Küchenausstattung oft in 6 bis 10
verschiedenen Größen vorfinden (vgl. Fig. 1 und Boesch, a. a. O. Taf.
IX.), die Länge der Stiele immer genau oder annähernd dieselbe ist: sie
kann nicht in entsprechendes Verhältnis zu der Größe des Pfannentellers
gesetzt werden, sondern sie ist einzig und allein gebunden an die Länge
des Pfannenknechtes.

Nach der oben angeführten Stelle aus Neidhart noch weitere Erwähnungen
des Pfannenknechtes aufzusuchen, haben wir für unsere Zwecke als
unnötig erachtet, und aus früherer Zeit sind uns leider keine
bekannt geworden. Wir wollen nur beiläufig erwähnen, daß Grimm W.
B. VII, 1616 -- nicht ganz am rechten Orte -- unter »Pfanneneisen«
aus +Birlingers+ Schwäb.-Augsb. Wörterbuche vom Jahre 1691 die
Anführung eines »eisernen pfannenknechtes« (fol. 384a) zitiert, und daß
die +Haushälterin+ vom Jahre 1703 die Pfannenknechte unter den
eisernen Küchengeräten nennt. --

In Verbindung mit dem Pfannenknechte mußten wir des öfteren das
+Pfanneisen+ erwähnen, wir sehen uns deshalb genötigt, auf Form
und Bedeutung dieses Gerätes hier etwas näher einzugehen, obwohl es,
wie gesagt, nicht zu den Herdgeräten zu zählen ist. Es ist vielmehr
ebenso wie das +Pfannholz+, mit dem es zusammengehört, lediglich
ein Serviergerät.

Um die Platte des Eßtisches gegen die Hitze und den Ruß der Pfanne, die
zugleich als Brat- und als Serviergerät benützt wurde, zu schützen,
erhob sich das Bedürfnis, einen Untersatz für die Pfanne zu schaffen.
Dieser mag zunächst nur in ein paar einfachen Holzklötzen bestanden
haben, dieselben sind dann aber gewiß bald zu einem eigenen Gerät, dem
Pfannenholz, oder Pfannbrett, zusammengewachsen[19]. Wann das geschehen
ist, können wir noch nicht konstatieren, nur soviel sehen wir deutlich,
daß das Alter des Pfannenholzes landschaftlich verschieden ist, so war
es um 1514 nach dem +Straßburger Hausratgedichte+ im Allgäu noch
unbekannt. In jenem Gedichte wird nämlich (Hampe, a. a. O. fol. b. III
b) neben dem Servierbrett _(»Ein Bret dar vff man Můsz vn̄ suppen
treit«)_ unter dem nötigen Hausrat genannt:

    _„Ein Pfannholtz, da man die Pfannen vff leyt,
    Als dann im Algoͤw mancher wol weysz,
    Do man im die Pfannen bringet so heysz.“_

Im allgemeinen aber scheint um 1525 das Pfannenholz in Oberdeutschland
als durchaus notwendiges Gerät gegolten zu haben, das bezeugt uns das
bei +Uhland+, »Alte hoch- und niederdeutsche Volkslieder« unter der
Überschrift »Theure Zeit« S. 721 ff. Nr. 279 abgedruckte Lied: »_Die
welt tůt an mich bringen_ etc.«, dessen 8. Strophe also anhebt:

    _»Ich hansen also stolze
    hab weder tisch noch stiel,
    darzů kain pfannenholze.«_

Hans Sachsens Spruch (pg. 2) endlich vom Jahre 1544 nennt das
Pfannholtz als Ausstattungsstück der Stube. --

[Illustration: Fig. 23. Pfannenholz in der Küche des Albrecht
Dürer-Hauses.]

Wir haben in der Küche zu Haimendorf ein recht schönes Pfannenholz
angetroffen und ebenso eines in der Küche des Albrecht Dürer-Hauses,
dessen Ausstattungsstücke übrigens meistens erst in neuerer Zeit
zusammengekauft sind. Das letztgenannte Exemplar geben wir Fig. 23 in
der Abbildung wieder, die uns der näheren Beschreibung überhebt. Nur
die auf den beiden Langseiten eingeschnitzten Inschriften wollen wir
anführen, weil sie zugleich einen interessanten Beleg bieten für die
nach modernen Begriffen so merkwürdige Erscheinung, die auch den Kenner
immer von neuem in Erstaunen setzt, daß nämlich diese Inschriften von
der des Schreibens ungewohnten Hand des Arbeiters höchst mangelhaft
und oft geradezu unverständlich und sinnlos geschrieben sind. Nicht
nur auf den in dieser Hinsicht vielgenannten Messingbecken findet sich
diese Erscheinung, sondern auch auf Stickereien, Epitaphien, ja sogar
auf offiziellen Gedächtnistafeln und bei vielen anderen Gelegenheiten.
Die Inschriften unseres Pfannenholzes lauten: _»Got sit unt setz uns
das haus alle di da gehe in | avs Wo frid vnd einikeit regir da ist das
ganze Haus gezeth«_ und auf der andern Seite steht: _»Got seh uns die
Sbeisze auf den holz mir sin vergnit in gotes gna und gotes hult 1820
J. H. E. G. H.«_ --

[Illustration: Fig. 24. Pfanneisen in der Küche des Museums.]

Neben dem Pfannholz nun entsteht das Pfanneisen. Dasselbe tritt, wie
bereits bemerkt wurde, in zwei Formen auf, deren eine sich offenbar
an die des Pfannenknechtes anlehnt. Das Museum besitzt fünf derartige
Stücke des 16. und 17. Jahrhunderts in der Küche und ferner je eine
Miniaturnachahmung in B. und C. Sie alle unterscheiden sich deutlich
von den Pfannenknechten, vor allen Dingen haben sie ganz niedrige
Beine, die zum Teil nur in Knöpfen bestehen, und die gerade durch
ihre Kürze den sichersten Beweis dafür liefern, daß wir es lediglich
mit einem Serviergerät zu thun haben. Während bei dem Pfannenknechte
die Beine so hoch sind, daß unter dem Ringe, der den Pfannenteller
trägt, völlig Raum ist, um die Glut dort aufzuschichten, ist dies bei
dem Pfanneisen unmöglich. +Die Form des Pfanneisens beweist also,
daß es nicht als Herdgerät verwandt sein kann.+ -- Nun treten
noch einige weitere Merkmale auf, die die Unterscheidung zwischen
Pfannenknecht und Pfanneisen leicht machen. Zunächst ist das letztere
in der Arbeit viel sauberer und sorgfältiger ausgeführt und häufig
dekorativ ausgestattet, was uns bei dem Herdgerät nie begegnet ist.
Ferner hat es nur eine Gabel mit einem oder mehreren Seitenästen.
Diese Gabel ist bei allen im Museum vorhandenen Stücken so in das Ende
des Bügels eingesetzt, daß sie umgeklappt werden kann, wodurch die
Verwahrung des Gerätes erleichtert wurde, die wohl meist darin bestand,
daß man es an die Wand hängte[20]. Da nun aber mit der Beweglichkeit
der Gabel zugleich auch das an ihrem unteren Ende sitzende dritte
Bein mit hochgeklappt wurde, so war dadurch die Standfestigkeit des
Gerätes sehr gefährdet. Dem suchte man natürlich abzuhelfen, und +so
wurde diese Art des Pfanneisens meist vierbeinig+, wieder ein
deutliches Merkmal zur Unterscheidung vom Pfannenknecht! (Vgl. Fig.
24.) Dreibeinig sind von unseren sieben Stücken, deren eines [H. G.
1356] Meringer abgebildet hat[21], nur zwei: eins in der Küche und
das von C. Bei dem ersteren von beiden ist aber wenigstens dadurch
eine größere Standfestigkeit erreicht, daß die Gabel wegen eines im
Beine angebrachten Kniegelenkes nur nach vorne klappen kann, woran sie
durch den Druck des Pfannenstieles gehindert wird. Dieses Stück ist
auch deshalb interessant, weil es nur eine Gabel -- ohne Seitenäste --
besitzt, deren Höhe aber dadurch verändert werden kann, daß sie auf
einem Schraubengewinde des Gabelstieles läuft.

[Illustration: Fig. 25. Pfanneisen im Bayerischen Gewerbemuseum.]

Neben diesem »runden« Pfanneisen nun erscheint, wie gesagt, noch eine
andere Form, die auch schon Meringer a. a. O. XXV, S. 61 b deutlich
von jener unterschieden hat: die dreieckige. Diese Form kann nicht
wie die runde bei ihrer Entstehung an die des Pfannenknechtes sich
angelehnt haben, die wiederum auf die des Ringdreifußes zurückgeht,
sondern sie muß unmittelbar aus dem Dreieck-Dreifuße hervorgegangen
sein, indem das Dreieck desselben aus einem gleichseitigen in ein
langgezogenes gleichschenkliches verwandelt und über dem einen Beine
die auch von der runden Form des Pfanneisens her uns bekannte Gabel
emporgetrieben wurde. Der zwischen den drei Randleisten entstehende
offene Raum wurde durch Stäbe ausgefüllt, die -- gleich den Randleisten
-- aus Eisendrähten zusammengedreht und in einem, dem Material
eigentlich völlig widersprechenden, reichen Wechsel von strickmäßigen
Knotenverschlingungen durcheinander gezogen sind. Diese Verschlingungen
machen das Gerät auf den ersten Blick kenntlich. Ob dieselben eine
letzte Erinnerung an eine alte aus Stricken zusammengeflochtene
Pfannenunterlage bilden, die ungefähr dem früher erwähnten strohernen
Kesselringe entsprechen würde, müssen wir dahingestellt bleiben lassen.

+Meringer+, a. a. O. XXV, S. 60/61 hat mehrere derartige Pfanneisen
des oberdeutschen Hauses abgebildet. Ein sehr schönes Stück befindet
sich im Bayerischen Gewerbemuseum, in dessen Jahresbericht 1899 S.
4b es unter dem Namen »Kesselknecht« bereits abgebildet wurde. Durch
das freundliche Entgegenkommen des Direktoriums genannten Museums,
welches uns die Benützung des Clichés gütigst gestattete, sind wir
in die glückliche Lage versetzt, die Abbildung hier nochmals bringen
zu können (vgl. Fig. 25). In Nürnberg sind uns diese Pfanneisen
nicht entgegengetreten. Die Küche des Museums sowohl wie die des
Albrecht-Dürer Hauses besitzen zwar je ein Exemplar, aber auch diese
stammen vermutlich nicht aus Nürnberg. Nebenbei gesagt erscheint es uns
mindestens fraglich, ob dieses Gerät als reines Serviergerät überhaupt
in der Küche seinen rechten Platz hat, wir sahen schon früher, daß H.
Sachs das zu gleichem Zwecke benützte Pfannholz zur Ausstattung der
Stube -- nicht der Küche -- rechnet.

Der Leser wird nun aus den letzten Ausführungen selbst erkennen,
weshalb wir es für nötig erachtet haben, den eigentlichen Kreis
der für uns in Betracht kommenden Geräte zu überschreiten und von
Pfannholz und Pfanneisen einiges zu sagen. Wir wollen schließlich nur
noch das eine bemerken, daß das von Grimm W. B. VII, 1616 aufgeführte
»Pfannengestell« weder mit Pfannenknecht noch mit Pfanneisen etwas zu
thun hat. Es ist vielmehr das Bord, auf welches die Pfannen, so lange
sie nicht in Gebrauch sind, gehängt werden, also ein Küchenmöbel,
wie aus der lat. Bezeichnung _repositorium_ hervorgeht, die nach
Dieffenbach a. a. O. S. 493b mit _schanck vel kist_, _silberkast_,
_droͤsur_, nl. _tresoor_, hd. nl. _buffet_ glossiert wird. --

Der Pfannenknecht ist nun aber nicht das einzige Gerät, durch welches
die Pfanne über das Feuer gehalten wird, der +Pfannenhalter+ besorgt
in durchaus anderer Weise dieselbe Funktion. Zur Erklärung dieses
Gerätes führen wir Bancalari’s Worte an, die also lauten: »Der Rahmen
[des Herdes] ist stellenweise durchlocht. Dort werden Geräte zum
Halten der Pfannstiele eingesteckt. Das sind hölzerne Schäfte mit
Einschnitten, unten aber mit cylindrischen Enden zum Einstecken in
die Löcher des Rahmens und heißen bajuvarisch der +Gack+ oder auch
die +Gack’n+, nach Rosegger in Obersteiermark der +Gock+. Es stellt
eine Art stummer Diener [dar], welcher die Pfanne über der Glut hält,
höher oder niederer, wie’s notthut. Der historische Sinn wird dieser
ganzen Anlage und Einrichtung ein großes Interesse entgegenbringen. --
Der +Pfannhaber+ Berchtesgadens ist ein Enkel des +Gack+«[22]. Diese
Beschreibung entspricht völlig der Abbildung, die Meringer, a. a. O.
XXIII, S. 143 Fig. 72 davon giebt, und zu der er S. 144 erklärend
bemerkt: »Die Gackn ist ein Brett mit einem Zapfen und Schlitzen,
bestimmt, die Pfannen schwebend über dem Feuer zu halten... Sie ist
etwa 60 cm. hoch, 10 cm. breit und hat etwa drei oder vier Schlitze.
Wenn die Pfanne zu tief über das Feuer sinkt, so steckt man einfach ein
Stückchen Holz in die Kerbe.«

Das Alter dieses Gerätes auch nur annähernd zu bestimmen, sind wir
leider noch völlig außer Stande, das einzige, was mit Sicherheit zu
sagen ist, liegt darin, daß der Pfannenhalter kein höheres Alter als
die Stielpfanne haben kann, aber eben hierüber fehlen bislang, soviel
wir sehen, alle Untersuchungen. Leider haben wir nicht eine einzige
Erwähnung unseres Gerätes in der zugänglichen Litteratur finden können,
auch Schmeller, der doch zuerst in Betracht käme, kennt es nicht. Ob
der nieder- und teilweis mitteldeutsche Name: _»kak«_ mit unserem
»Gack« in Verbindung zu bringen ist, können wir nicht entscheiden,
jedenfalls bezeichnet er nicht, wie Grimm annimmt, den Pranger
schlechthin[23], vielmehr ist der Kaak -- nach R. Quanter, Die Schand-
und Ehrenstrafen in der Deutschen Rechtspflege (Dresden 1901) S. 114
ff. -- ein über ein Wasser hinausragender Schwebebalken, an dessen
Ende der unterzutauchende Verbrecher in einem Stuhl oder Käfig etc.
aufgehängt wird.

So müssen wir denn einstweilen lediglich das Gerät des Gacks selber
sprechen lassen.

Bei der oben erwähnten Stelle S. 144 berichtet Meringer in der Anm.
1: »Leitner sagte mir, es gäbe auch eiserne Gacke und es würden noch
jetzt solche gemacht.« Wenn wir danach allein uns von der Entwicklung
des Gerätes ein Bild hätten machen müssen, so wäre das nächste gewesen,
sie in Vergleich zu stellen mit der Entwicklung ähnlicher Geräte,
und wie wir zwischen dem quergelegten Holzscheit und dem eisernen
Feuerbock die Steinunterlage als Zwischenstufe gefunden haben, oder wie
wir später den Bratspießständer von der einfachen Holzgabel über das
steinerne Gerät hinaus zum eisernen sich werden entwickeln sehen, so
würden wir auch hier mit ziemlicher Sicherheit zwischen dem hölzernen
und dem eisernen Gack als Übergangsstufe den steinernen haben vermuten
müssen. Wir würden uns darin nicht getäuscht haben, und wir sind in
der glücklichen Lage, alle drei Entwicklungsstufen durch Beispiele
belegen zu können. Der Gack scheint sogar das einzige Gerät zu sein,
bei dem alle drei Stufen als voll entwickelte künstlich ausgeführte
Geräte erscheinen, während bei allen übrigen entweder die erste
hölzerne Entwicklungsstufe aus dem natürlich sich ergebenden Gebrauch
nur vermutet werden muß, oder andernteils die steinerne Zwischenstufe
nicht belegt werden kann. +Ethnologisch betrachtet scheint diese
Entwicklungsreihe: Holz, Stein, Eisen von großer Bedeutung zu sein,
weil es berechtigt erscheint, allen den Geräten, bei denen sie
belegt oder mit Sicherheit angenommen werden kann, ein hohes Alter
zuzuschreiben+, ein Grundsatz, der, wenn er zutrifft, nicht nur
für die Altersbestimmung des Pfannenhalters, sondern auch für die der
Stielpfanne von entscheidender Bedeutung sein würde.

Wann diese Geräte nach Deutschland gekommen sind, das ist dann freilich
eine andere Frage, deren Lösung der Altertumskunde vorbehalten bleibt.
Wir wollen, um dem Leser in dieser Beziehung wenigstens das Erreichbare
zu bieten, aus +Friedr. Kluge+, Etymologisches Wörterbuch der deutschen
Sprache 5. Aufl. 1894, S. 282 den Artikel »Pfanne« hier wiedergeben:
»Pfanne fem. aus mhd. _pfanne_, ahd. _pfanna_ fem. ›Pfanne‹; in
gleicher Bedeutung im Westgerm. verbreitet; ndl. _pan_, angels. _pǫnne_
fem., engl. _pan_. Die Verschiebung von ndd. p. zu hd. pf. setzt frühes
Vorhandensein des Wortes in der Form _panna_ im Deutschen voraus, etwa
für das 6. Jahrhdrt. oder wegen der Übereinstimmung des Englischen mit
dem Kontinentaldeutschen weit früher; lat. _patina_ ›Schüssel, Pfanne‹
genügt lautlich kaum, um als unmittelbare Quelle der german. Worte
zu dienen.« Viel helfen uns diese Ausführungen freilich nicht, denn
über die Form der Pfanne sagen sie nichts aus, und über das Verhältnis
zu lat. _patina_ scheint man sich auch noch nicht geeinigt zu haben,
denn +Friedr. Seiler+ in seinem trefflichen Buche »Die Entwicklung der
deutschen Kultur im Spiegel des deutschen Lehnworts« Halle 1895-1900,
S. 62, führt die Form _panna_ direkt auf _patina_ zurück.

[Illustration: Fig. 26. Steinerner Pfannenhalter in der Küche des
Museums.]

Ein steinerner Pfannenhalter ist uns nur in einem einzigen Exemplar
bislang bekannt geworden. Dasselbe befindet sich in der Küche des
Museums, leider konnte ich aber, da es zu den alten Beständen gehört,
seine Herkunft nicht feststellen. Fig. 26 giebt die Abbildung. Die
Höhe beträgt 52 cm., die Tiefe 16 cm. und die Breite ebenfalls 16
cm., jedoch ist die letztere an der unteren Aufsatzstelle durch die
Fußleiste auf 18,5 cm. vermehrt. Die vier Schlitze zum Einschieben
des Pfannenstieles sind an der schmalsten Stelle 2,5 cm. breit.
Diese Maße entsprechen also ungefähr denen, die +Meringer+ von
dem hölzernen Gack gegeben hat, während andererseits die eisernen
Pfannenschwingen, deren das Museum zwei -- leider unbezeichnete --
Exemplare besitzt, wegen des festeren Materials sich mit kleineren
Maßen begnügen können. Wir geben in Fig. 27 eines unserer beiden Stücke
wieder. Dasselbe wird, wie auch das von +Boesch+ a. a. O. Taf. IX
reproduzierte Blatt zeigt, an der Wand neben dem Herde befestigt, es
läuft dort in zwei Ösen und kann, wenn es nicht benützt wird, gegen
die Wand zurückgeklappt werden. Der an der Kette herabhängende Bolzen
wird mit dem Pfannenstiele in den betr. Schlitz hineingesteckt, um das
Herausrutschen der Pfanne zu verhindern.

[Illustration: Fig. 27. Eiserne Pfannenschwinge mit aufgesetztem
Kienspahnhalter. Küche des Museums.]

[Illustration: Fig. 28. Westfälischer Pfannenhalter.]

Wie weit der Pfannenhalter in dieser Form verbreitet war, läßt sich
jetzt noch nicht feststellen, ganz abgesehen von der Frage, wie weit
sein Gebrauch durch den des Pfannenknechtes eingeschränkt gewesen ist.
In Süddeutschland ist er durch Meringer für Tirol bezeugt, Boesch nimmt
das betr. Blatt für Augsburg in Anspruch und in Nürnberg soll das
Gerät nach der Aussage des Antiquars Wohlbold ebenfalls in Gebrauch
gewesen sein. Wir haben es hier freilich nirgend gesehen, und es
bleibt auch immerhin auffällig, daß es in keinem der Puppenhäuser
sich findet. Ob es auch in Norddeutschland gebräuchlich war, wissen
wir nicht, wir glauben es aber nicht, denn in Westfalen wenigstens
wurde ein Pfannenhalter verwandt, der auf völlig anderen Prinzipien
beruht. Unser Museum hat vor kurzem in Münster ein aus dortiger Gegend
stammendes Stück dieser Art erworben, welches wir in Fig. 28 abbilden.
Ein Ring mit daran befestigter Gabel trägt die Pfanne. Von ihm in
die Höhe steigt ein lyraförmig gebogener Bügel, durch den das Gerät
-- offenbar an dem unten zu besprechenden Kesselhaken -- aufgehängt
wird. Daß dasselbe gerade übermäßig praktisch gewesen sei, scheint
mir kaum anzunehmen, weil es allen möglichen Schwankungen ausgesetzt
war, die doch besonders bei der immer ziemlich flachen Pfanne nach
Kräften vermieden werden sollten. Wir haben versucht, über dieses Gerät
nähere Auskunft zu erhalten und uns zu diesem Zwecke an Herrn Prof.
Dr. Nordhoft in Münster gewandt, wir sind aber leider ohne Antwort
geblieben. --

       *       *       *       *       *

Wir wenden uns zu dem Gerät, mit welchem der Hänge-Kessel über das
Feuer gebracht wird, nämlich zu dem +Kesselhaken.+ Erwähnungen und
Abbilder desselben sind ziemlich häufig, so daß über die Geschichte
dieses Gerätes manches klargestellt werden kann. Die erste uns bekannte
Erwähnung desselben findet sich schon in Karls d. Gr. Capitulare de
villis (S. 27/28) im Jahre 816[24]. Für England finden wir ihn in der
zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts bezeugt durch Alexander Neckam’s
»Liber de Utensilibus«[25], und bald darauf läßt uns Wolfram v.
Eschenbach erkennen, daß der Gebrauch, den Kessel über das Feuer zu
hängen, für ihn die gewohnte Art der Kochvorrichtung ist. In dem VI.
Teile des Willehalm sagt er Vers 285, 23 ff.:

    »den kochen was daz vor gesagt,
    daz wære bereit, sô ez tagt,
    vil spîse, swer die wolte,
    und daz ieslîch fürste solte
    enbîzen ûf dem palas.
    durh daz vil manic kezzel was
    über starkiu fiwer gehangen.«

[Illustration: Fig. 29 u. 30. Kesselhaken mit Zahnschnitteinssatz.
Moselgegend. Anfang des 18. Jahrh.]

Die erste uns bekannt gewordene nähere Beschreibung des Kesselhakens
giebt um das Jahr 1320 der schon einmal erwähnte Anonymus Ticinensis
in seiner Schrift »De laudibus Papiae« (Muratori, Script. Ital. XI,
col. 26) mit den Worten: »_Vasa vero illa coquinaria suspendunt supra
ignem catenis ferreis habentibus annulos latos et rotundos, quorum
aliquae partes baculis ferreis constant cum uncis singulis, quibus vas
possit elevari juxta libitum._« Diese Beschreibung stellt also schon
insofern einen Fortschritt in der Entwicklung des Gerätes dar, als die
bei +Schultz+, a. a. O. Taf. IV, Abb. 1, +Wright+, a. a. O. Fig. 293
und 294, +Müller & Mothes+, a. a. O. I, S. 124, Fig. 98, und auch
noch in unserer Fig. 30 dargestellten Kesselhaken nur aus einer Kette
mit daran befindlichem Haken bestehen, wie auch +Marperger+ (a. a.
O. S. 686) noch am Beginn des 18. Jahrhunderts in der Küche einfach
Kette und Haken, catena und uncus, anführt, wobei allerdings die Form
der Kette fraglich bleibt. Die ursprünglichste Form ist jedenfalls
die einfache Kette, und +Du Cange+ II, 239 erklärt deshalb mit vollem
Recht: »_catena, cremathra, catenae ferreae species ad sustinendum unco
pendentem in foco lebetem. Ital. catena. Gall. cremaillere._« Auch
Schultz a. a. O. S. 114 sagt durchaus zutreffend: »Kessel werden in den
Breslauer Urkunden öfter angeführt; sie sind entweder eingemauert oder
hängen an Ketten und Haken frei ober dem Herd.« Nach Wright a. a. O.
S. 451 benützte man, um die Kessel verschieden hoch hängen zu können,
mehrere Ketten von verschiedener Länge neben einander, und zwar hingen
dieselben an einem Drehbalken, um auf diese Weise die Lage des Kessels
auch seitlich verändern zu können. Die betreffende Stelle lautet mit
Wrights Worten: »In 1567, a housekeeper of Durham had among other
such articles »a gallous of iron, with IV crocks.« The gallows was, of
course, the cross-bar of iron, which projected across the chimney, and
from which the crooks or chains with hooks at the end for sustaining
pots were suspended; as the gallows turned upon hinges, the pot could
be moved over the fire, or from it, at pleasure, without being taken
from the hook, and as the crooks, of which there were usually more
than one, were off different lengths, the pot might be placed lower
to the fire or higher from it, at will.« Diese Art ist aber doch sehr
primitiv geblieben, und entschieden nicht nur formal einfacher, sondern
auch praktischer war der fast 250 Jahre früher in Pavia übliche, oben
beschriebene Kesselhaken, bei dem dadurch, daß mit Haken versehene
Eisenstäbe zwischen die Kettenglieder eingeschoben waren, die Höhenlage
des Kessels verstellbar war. Diese Form hat sich denn auch bis in die
neueste Zeit erhalten: die Küche des Museums besitzt ein derartiges
Stück.

Die handlichste und -- durch den Zahnschnitt-Einsatz -- meist
charakteristische Form hat die Art des Kesselhakens, die wir in zwei
etwas von einander abweichenden Stücken des Museums unter Fig. 29 und
30 veranschaulichen[26]. Der eigentliche Träger des ganzen Gerätes ist
ein Eisenstock bezw. ein Eisengestell. An diesem ist ein Bügel mit
Öse angebracht, den man nach Bedarf in eine höhere oder niedere Kimme
des Zahnschnitt-Einsatzes einhakt, um so den an jenem befindlichen
eigentlichen Kesselhaken in seiner Höhenlage zu regulieren. Die
Einzelheiten, in denen sich die beiden -- aus der Moselgegend
stammenden -- Stücke [H. G. 3545 und 3546] unterscheiden, sind aus
der Abbildung ersichtlich. Die von Wright unter Nr. 259 reproduzierte
Darstellung, die einer Handschrift von 1470 entnommen ist, zeigt den
Kesselhaken schon völlig so entwickelt wie unsere dem Anfang des 18.
Jahrhunderts angehörenden Stücke. Wegen dieser Übereinstimmung scheint
uns auch der Holzschnitt zum Simplicissimus edidit Bobertag I. Teil
S. 199 (1669/70), den +Meringer+ a. a. O. XXII, S. 104, Fig. 84
wiedergiebt, und der den Kesselhaken derartig darstellt, daß der Kessel
mit seinem Bügel gleich selbst in die einzelnen Zahnschnitte eingehängt
wird, auf einer ungenügenden Beobachtung des Gerätes zu beruhen.

Eine Erweiterung des bislang geschilderten Kesselhakens zeigt das
in Brüssel befindliche Gemälde des Jan Mostaert: »Das Wunder des
Siebes«[27]. An dem darauf sichtbaren Stücke geht von dem eigentlichen
Kesselhaken nach jeder Seite ein Arm aus, der an seinem Ende wieder
einen Haken trägt. Diese beiden Seitenhaken scheinen nicht mehr eine
eigene Verstellbarkeit der Höhenlage zu besitzen. Daß solche erweiterte
Kesselhaken in großen Haushalten, die sich mit einem Kessel nicht
begnügen konnten, in der That benutzt wurden, davon kann sich jeder
überzeugen, der in dem Hochmeisterschlosse der Marienburg i. P. die
Küche besichtigt, wo über dem alten riesenhaften Herde ein solcher
dreiteiliger Kesselhaken von dem Rauchmantel herabhängt, vielleicht
eines der wenigen alten Einrichtungsstücke, die sich dort bis auf
unsere Zeit erhalten haben.

Eine höchst interessante Form des Kesselhakens ist mir nur aus
Abbildungen bekannt geworden, durch die sie landschaftlich sicher für
Westfalen belegt wird. Zwei westfälische Geschlechter nämlich, das der
Kettler und das der Twickel, führen beide im Wappen einen Kesselhaken,
dessen durchaus eigenartige Form mir nur in diesen beiden Wappenbildern
zu Gesicht gekommen ist. Ich gebe sie in Fig. 31 u. 32 nach A. Fahne
v. Roland, Geschichte der Westfälischen Geschlechter, Cöln 1858 S. 243
und 386 wieder, indem ich zugleich darauf aufmerksam mache, daß diese
beiden Wappen und das Gerät, dessen Hantierung sie ja völlig deutlich
erkennen lassen, in zwei leichten Varianten zur Anschauung bringen.
Wie lange diese Kesselhaken benützt sind, und ob sie auch außerhalb
Westfalens vorkamen, kann ich leider nicht sagen. Vielleicht geben
diese Zeilen einem Kenner Veranlassung, nähere Mitteilungen über dieses
Gerät zu machen.

[Illustration: Fig. 31. Wappen der Familie Kettler.]

[Illustration: Fig. 32. Wappen der Familie v. Twickel.]

Neben dem Kesselhaken begegnet uns nun, völlig dem gleichen Zwecke
wie jener dienend, die +Kesselschwinge+, ein an der Wand neben
dem Herde befestigter Drehbalken, über dessen Ende der Kessel gehängt
wird, und dessen Höhe auch durch höheres oder niederes Einstellen des
ihn stützenden Trägers ein wenig verändert werden kann. So groß wie
beim Kesselhaken ist dieser Wechsel zwar lange nicht, indessen da die
Entfernung des Kessels von der Herdflamme ein gewisses Maximum aus
praktischen Gründen nie überschreiten wird, so mag auch die geringere
Verstellbarkeit der Kesselschwinge in dieser Beziehung schon genügt
haben. Meringer a. a. O. XXI, S. 122, Fig. 136 hat ein solches Gerät
abgebildet[28].

Die Verbreitung von Kesselhaken und Kesselschwinge auch nur annähernd
zu bestimmen und besonders die Grenzlinien ihrer Gebiete festzulegen,
dürfte nach dem bis heute bekannt gewordenen Material kaum möglich
sein. Vielfach scheinen sie neben einander aufzutreten, wie wir aus
Meringers Forschungen für Tirol entnehmen, und wie Rochholtz a.
a. O. II, S. 113, vom allemannischen Hause sagt: »Über der großen
Steinplatte des Herdes hängt der Eisenkessel, entweder an der Kette
des Kesselhakens (Häle) oder am Arme eines noch ursprünglicheren
Drehbalkens.« Um 1320 haben wir den Kesselhaken in Pavia gefunden,
40 Jahre später setzt ihn das Statut von Turin von 1360 Cap. 160 als
notwendiges und charakteristisches Stück der Herdausstattung voraus:
»_Intelligatur extranea persona illa, quae non habitat in ipsa
civitate cum foco et catena_«[29]. Wir haben ihn an der Mosel und in
Westfalen gefunden, wo er »hâl« n. genannt wird, und wo er im 15.
Jahrhundert uns als ein so unentbehrliches Herdgerät entgegentritt,
daß auch die Feldküche ihn nicht entbehren konnte. Die betreffende
Bestimmung vom Jahre 1462 lautet: »_vnde de junferen sollen in den
herwagen doen, wanner men daer mede to velde thuit, enen pot, enen
ketel, een taeflaken, een dwele vnde en hael_«[30]. Überall da, wo man
den oben besprochenen westfälischen Pfannenhalter findet, kann man
unseres Erachtens ohne Weiteres auch den Kesselhaken voraussetzen. Im
Oldenburgischen hat ihn +Virchow+ an einem sehr komplizierten Rahmen
hängend gefunden und in den »Verhandlungen der Berliner Gesellschaft
für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte.« 1887. S. 573
beschrieben. Für das Grenzgebiet von Braunschweig und Hannover endlich
hat R. +Andree+ unser Gerät nachgewiesen und in seiner »Braunschweiger
Volkskunde« (Braunschweig 1896) S. 120, Fig. 17 abgebildet und
beschrieben.

In Nürnberg scheint der Kesselhaken nicht benützt zu sein, wie
wir denn auch von volkskundigen Männern gehört haben, daß er sich
überhaupt nicht in Franken finde[31]. Weder Folz’s Meistergesang,
noch Hans Sachs, noch die Haushalterin nennen ihn, in der Küche des
Landauer-Klosters wird er nicht erwähnt, in keinem unserer Puppenhäuser
findet sich sein Abbild und auch in der letzten Prangküche in der
Bindergasse war er nach der Aussage des Antiquars Wohlbold nicht
vorhanden. Dagegen behauptet der letztere, die Kesselschwinge aus
Nürnberg zu kennen. Wir haben sie freilich nicht gesehen, und in den
obenerwähnten litterarischen Quellen wird sie ebensowenig genannt wie
der Kesselhaken. Die einzige Erwähnung eines entsprechenden Gerätes
finden wir für Nürnberg in Folzens Spruchgedichte in den Worten:
»_Ein kesselhengel vbers feur_«, und daraus ist für die Form leider
garnichts zu ersehen, wir glauben aber nach dem oben gesagten diesen
Kesselhengel für eine Kesselschwinge halten zu sollen[32].

Im allgemeinen scheint der Kesselhaken in Deutschland mehr im Gebrauch
gewesen zu sein als die Kesselschwinge. Wir werden darüber erst klar
sehen, wenn einmal eine möglichst vollständige Zusammenstellung der
für beide Geräte ortsüblichen Namen und eine Übersicht über deren
Verbreitung geschaffen ist. Einen Anfang dazu zu machen, hat Bancalari,
a. a. O. XXX, (1900) Seite 4a versucht.

Aus den lateinischen Bezeichnungen, die das Mittelalter für unser Gerät
gebrauchte, geht in den meisten Fällen nicht mit ganzer Sicherheit
hervor, ob die Kesselschwinge oder der Kesselhaken gemeint sei, jedoch
scheint die Bedeutung des letzteren sehr stark zu überwiegen. Einzelne
jener Bezeichnungen hat der Leser schon gelegentlich kennen gelernt,
wir stellen sie der Übersicht halber hier noch einmal zusammen:
_cacabus_, _catena_, _climacter_, _cremaculus_, _crematra_, _pendula_,
_uncus_[33]. Im ganzen sind es sieben verschiedene Ausdrücke, zu denen
dann noch eine Reihe von Nebenformen sich gesellen. --

[Illustration: Kupferstich von H. Brosamer.]




[Illustration: Fig. 1. Aus dem Ausschreiben zum Stahl- und
Büchsenschießen samt Glückshafen zu Köln, 1501 (½ der Orig.-Größe).]




ÜBER DEN GROSSEN NÜRNBERGER GLÜCKSHAFEN VOM JAHRE 1579 UND EINIGE
ANDERE VERANSTALTUNGEN SOLCHER ART.

VON TH. HAMPE.


Wann zuerst in Nürnberg Glückshäfen gehalten, d. h. in der Sprache
des 15.-17. Jahrhunderts Lotterien veranstaltet worden sind, steht
nicht völlig fest. Der bekannte Nürnberger Ratsschreiber und Annalist
Johann Müllner, der um die Wende des 16. und 17. Jahrhunderts lebte,
(und nach ihm u. a. Vulpius in seinen »Curiositäten« X, 143) erwähnt
eines Glückshafens bereits zum Jahre 1477 im Anschluß an ein angeblich
in diesem Jahre stattgehabtes Armbrustschießen nebst Wettrennen und
Schachturnier mit folgenden Worten:

    »Uberdiß hat man auch einen glückshafen angerichtet; in diesem
    sind 26 gaben gewesen, etliche silberne geschirr, das beste eine
    silbern verguldete scheuren und die letzte eine silbern verguldete
    scheuren um 12 f. Man hat umb einen zettul eingelegt 52 ₰ und
    die nahmen der einleger alle in einen hafen und in einen andern
    hafen die gaben samt so viel weisen zettuln als der nahmen gewesen,
    gelegt, und jedesmal 2 nemlich aus jeden hafen einen zugleich
    zurückgenommen, und so mit einem namen eine gab herauskommen, der
    hat sie gewonnen[34].«

Indessen findet die Nachricht von diesem Glückshafen des Jahres 1477
in den offiziellen Akten, insbesondere in den aus dieser Zeit bereits
vollständig erhaltenen Nürnberger Ratsprotokollen keine Bestätigung.
Ebensowenig trifft die Nachricht verschiedener Chroniken, denen z. B.
Kriegk gefolgt ist[35], zu, wonach 1487 ein Glückshafen in Nürnberg
angerichtet worden wäre. Schon die Herausgeber der Städtechroniken
haben diesen Irrtum richtig gestellt und auf Grund der Jahresregister
d. h. Stadtrechnungen und der Ratsmanuale nachgewiesen, daß Heinrich
Deichsler in seiner Chronik recht hat, wenn er diesen Glückshafen
in den Juli des Jahres 1489 setzt[36]. Der kurzen Beschreibung des
Glückshafens fügt Deichsler noch den Satz hinzu: »und gedaht vor
kein mensch kains hafen hie«, womit er wohl gleichfalls das Richtige
trifft. Von diesem frühesten Nürnberger Glückshafen nun und dem damit
verbundenen Büchsenschießen hat sich eine spezifizierte Rechnung
erhalten, die gegenwärtig im Kreisarchiv Nürnberg verwahrt wird, und
die ich, da es sich um eines der ältesten Dokumente dieser Art handelt
und aus ihr manches über die sich in jener Frühzeit offenbar noch in
bescheidenen Grenzen haltende Volksbelustigung zu entnehmen ist, in der
Anmerkung[37] unverkürzt zum Abdruck bringe. Ist es mir doch bei der
vorliegenden Arbeit wesentlich um die Mitteilung eben von Dokumenten
zur Geschichte der Glückshäfen in Nürnberg, als deren bedeutendster
derjenige des Jahres 1579 betrachtet werden darf, zu thun.

Aus den neunzig Jahren, die zwischen jenem ersten und diesem großen
Nürnberger Glückshafen liegen, findet sich kaum eine ausführlichere
Notiz über einen »zu Nürnberg ausgegangenen Hafen« -- um in der
Sprache des 16. Jahrhunderts zu reden --, wenn freilich auch zu
vermuten ist, daß kleinere Veranstaltungen dieser Art gelegentlich mit
den häufig abgehaltenen Armbrust-, Büchsen- und sonstigen Schießen
verbunden gewesen sein mögen. So verzeichnen die Chroniken zu dem
großen Armbrustschießen des Jahres 1561 außer anderen nebenher
gehenden Lustbarkeiten auch ein »Silber- und Zinnspielen«, womit wohl
gleichfalls eine Art Glücksspiel um allerlei Silber- und Zinngeschirr
gemeint ist, das aber ohne Zweifel rein privater Natur war[38]. Eine
vom Rat der Stadt selbst unterstützte oder doch begünstigte größere
Lotterie, wie sie etwa 1501 anläßlich eines Stahl- und Büchsenschießens
zu Köln stattfand oder wie es der bekannte Rostocker Glückshafen
des Eler Lange vom Jahre 1518 war, hat in Nürnberg, wie es scheint,
vor 1579 nicht wieder stattgefunden. Von jenen Veranstaltungen
zu Köln und Rostock wissen wir vor allem durch die erhaltenen
gedruckten Anschlagzettel, von denen sich ein Exemplar des Kölner
Einblattdrucks im Kupferstichkabinet des Germanischen Museums (H.
B. 631), das einzige noch vorhandene Exemplar des Rostocker Blattes
in der Universitätsbibliothek zu Rostock befindet. Dieses ist in
Hirths Kulturgeschichtlichem Bilderbuch I, 16 in halber Originalgröße
reproduziert und da es einen Holzschnitt bietet, auf dem unter
anderm der Vorgang der Ziehung, wie er sich nach den uns erhaltenen
Nachrichten in ganz ähnlicher Weise auch in Nürnberg abzuspielen
pflegte, anschaulich dargestellt ist, so haben wir diesen Teil des
Holzschnittes unter nochmaliger Reduzierung des Maßstabes nach Hirth in
unserer Figur 2 wiedergegeben. Figur 1, an der Spitze dieses Aufsatzes,
ist dem Kölner Blatte entnommen. Sie zeigt einen Knaben, der, zwischen
den beiden großen, mit dem Kölner Wappen geschmückten »Häfen« sitzend,
gleichzeitig je einen der mit den Namen versehenen Zettel und eines der
Loose daraus hervorholt.

[Illustration: Fig. 2. Der Rostocker Glückshafen von 1518 (nach Hirth,
Kulturgeschichtliches Bilderbuch I, 16).]

Auch von dem großen Nürnberger Glückshafen des Jahres 1579 haben sich
solche Anschlagzettel oder Postenbriefe, wie das 16. Jahrhundert
dergleichen Plakate wohl zu benennen pflegte, erhalten. Ein
unausgefüllt gebliebenes und also nicht abgesandtes Exemplar davon
besitzt das Kupferstichkabinet des Germanischen Museums (H. B. 13572),
ein anderes, das die »Schützenmeister vnd gemeinen Schießgesellen« zu
Nürnberg, von denen das ganze Ausschreiben ausging, »den gestrengen,
edeln, ernuesten, frommen, fürsichtigen, ersamen, weysen vnd
achtbaren Schützenmeistern vnd gemeinen Gesellschaft des Armbrust und
Stahelenpogenschiessens zu Beern« (Bern) übersandten, befindet sich
jetzt in der Nürnberger Stadtbibliothek, wohin es mit der Will’sehen
Büchersammlung kam[39].

    Die Nürnberger »fügen« darin den Bernern »dienst vnd freundtlich
    zuuernemen, Als die Fürsichtigen, Ersamen vnd Weisen Herren
    Burgermeister vnd Rathe der Fürstlichen Stat München, im
    verschienen 1577. Jar, nach endung des daselbst gehaltenen
    schiessens, etlichen vnserer Gesellschafft verwandten
    Stahelschützen, so dem selben schiessen beygewohnt, den Krantz
    verehren vnd auffsetzen lassen, welchen sie der gepür nach,
    gutwillig vnd freundlich angenommen, vnd denselben zu jrer
    anheimskunfft, den Ernuesten, Fürsichtigen, Erbern vnd Weisen Herrn
    Burgermaistern vnd Rathe diser Stat Nürmberg, vnsern günstigen
    gepietenden lieben Herrn vnd Oberkeit, neben vntertheniger
    gepürender Relation vberantwort. Wiewol sich nun jre Erberkeiten
    erinnert, vnd sonst one das vor augen ist, welcher gestalt es der
    beschwerlichen leufft halben, in der Christenheit geschaffen,
    derwegen aller hand bedencken einfallen möchten, zu disem mahl bey
    den jren dergleichen kurtzweilen anrichten zu lassen. Dieweyl es
    aber an dem, das die Schiessen, nit allein vmb sonderer kurtzweil,
    sondern aller hand billich zulässigen vbungen wegen, vnd zuuorderst
    darumben angesehen werden, damit freundliche vertrewliche
    Correspondentien, guter will, vnd nachbarschafft zwischen allerley
    Stenden vnd Benachbarten gepflantzt vnd erhalten, damit auch
    der obangezogen verehrte vnd presentierte Krantz nit verligen
    bleiben, sondern also grunend, zu fortsetzung diser vertrewlichen
    Gesellschafft, bey andern ehrliebenden Communen gleicher gestalt
    auch vnter gebracht werden möge, So hat demnach oberngeachter ein
    Erber Rathe vnsere Herrn vnd Oberkeit, so wol für sich selbst, als
    auff vnterthenigs erinnern vnd ersuchen gemeiner Gesellschafft des
    Stahelschiessens allhie, günstiglich zugelassen vnd bewilligt,
    auff nechstkünfftigen Sanct Jacobstag, den 25. des Monats Julij,
    ein frey, freundlich, gemein Gesellenschiessen mit dem Armbrust
    oder Stäheln pogen zu halten, zu welchem ein Erber Rathe, vnsere
    Herrn obgemelt, ein Hundert Reinischer Goldgulden, frey beuor geben
    wöllen, welche hundert gulden in Gold, auch das erste vnd beste
    gewinnet sein vnd bleiben.«

Es folgen nun die weiteren Bestimmungen über die übrigen Gewinne,
das Leggeld, die Schießordnung u. s. f, und sodann im zweiten Teil
des Sendschreibens die Mitteilung über den Glückshafen, der mit dem
Schießen verbunden sein soll. Diese lautet:

    »NAch dem vns auch obgedachter ein Erber Rathe vnsere Herrn,
    vergönt vnd erlaubt, bey vnd neben disem Schiessen, so wol
    von gemeiner Gesellschafft der Stahelnschützen, als anderer
    beywohnenden hieigen vnd frembden personen wegen, einen
    Glückshafen zu machen vnd auffzurichten, Also soll dasselbig,
    vermittelst sonderbarer darzu verordenter Erberer vertrauter
    personen vnd Amptleuth, so darüber gelobt vnd geschworen sein
    sollen, damit es inn allem auffrichtig und erberlich zugehe, vnd
    einem jeden, weß Stands er sey, gleichs vnd billichs widerfaren
    möge, angestellet, vnnd dermassen angerichtet vnd versehen werden,
    auff das derselbig Hafen, auf S. Bartolmestag, den 24. Augusti,
    nechst nach dem gehaltenen Schiessen, auffgethan, die zetel
    öffentlich vnd ordenlich verlesen, vnd einem jedwedern oder seinem
    beuelchhaber, was jme das glück gönnen vnd bescheren wirdet,
    getrewlich vnd auffrichtig zugestelt vnd vberantwort werde, on
    alles geferde. Wer nun lieb vnd lust hat in solchen Glückhafen zu
    legen, dem soll es frey zugelassen sein, vnd damit nachuolgender
    gestalt gehalten werden. Nemlich soll man auff einen jeden namen
    vnd zettel sechs kreutzer einlegen, vnd welcher ein gulden, das
    ist 60 kreutzer einlegt, der soll jedesmals einen namen zum
    besten vnd also eilff zettel vnd namen haben, die auch mit fleiß
    auffgezeichent vnd eingeschriben werden, Es soll auch ein jeder,
    der für sich oder andere einlegen wirdet, seinen namen darzu
    schreiben lassen, damit man wissen für welchen, oder wer für jne
    eingelegt habe, vnd dem oder denselben, beuorab frembden personen,
    so ein Gab gewinnen würden, dieselbig zuordnen möge. Vnd solle in
    disem Hafen, ein silbern verguldt Trinckgeschirr oder Kleinot, auch
    hundert gulden inn Reinischem gold werth, die erste vnd beste Gab
    sein, die andern Gaben vnd Kleinoth aber, sollen nachuolgenden Tax
    haben, nemlich 90. 80. 70. 60. 50. 45. 35. 30. 28. 27. 26. 25. 24.
    23. 22. 21. 20. 19. 18. 17. 16. 15. 14. 13. 12. 11. 11. 10. 10. 10.
    9. 9. 9. 8. 8. 8. 8. 7. 7. 7. 7. 6. 6. 6. 6. 5. 5. 5. 5. 4. 4. 4.
    4. 4. 3. 3. 3. 3. 3. 3. 2. 2. 2. 2. 2. 2. gulden im Müntz. Darneben
    soll der erste namen oder zettel, so auß dem Hafen kombt, vnd sonst
    kein Gab gewint, zwen gulden, vnd der ander ein gulden, Jtem der
    nechst namen vor dem Besten zwen gulden, deßgleichen der nechst
    namen nach dem Besten, auch zwen gulden, Und wann die Gewinneter
    alle herauß sind, so soll der nechst namen nach der letzten gab
    einen gulden haben. Welcher auch die mehresten namen vnd zettel
    in disem Glückhafen haben vnd einlegen wirdet, der soll, vber das
    jme das glück geben möchte, ein Silbergeschirr oder Kleinot für 15
    gulden, alles zu 60 kreutzer gerechnet, darzu haben.«

Mit der Bitte, sich an den geplanten Lustbarkeiten recht zahlreich zu
beteiligen und auch die »guten ehrlichen Gesellen« der umliegenden
Ortschaften, denen man nicht besonders Mitteilung machen könne, von
dem Vorhaben in Kenntnis zu setzen und zur Beteiligung aufzufordern,
schließt die Einladung. »Geben vnter der Ehrnuesten vnd Weisen Herrn
Bartelme Bömers vnd Clementen Volckhamers, beider des kleinern Raths
allhie zu Nürmberg Jnnsigeln, die sie auff vnser fleissige bitt
fürgetruckt haben, Welches wir, die jetzt benanten Sigler, also
geschehen sein, bekennen, Montag den 30. Monatstag Martij, Nach
Christi vnsers lieben Herren geburt, im 1579. Jare.«

Den beiden Siegeln sind noch die üblichen den Text ergänzenden Angaben
über die zur Verwendung kommende Schießscheibe und die Entfernung
derselben von dem Standort (»Ansitz«) der Schützen in graphischer
Darstellung, sowie über das für die Bolzen vorgeschriebene Kaliber
hinzugefügt.

Dieses ganze, soeben besprochene Dokument nun findet eine willkommene
Ergänzung durch chronikalische Nachrichten, die uns über Anrichtung
und Verlauf des Schießens sowohl wie auch des Glückshafens vom Jahre
1579 überliefert sind. So berichtet darüber in ausführlicher Weise
auch die Chronik-Handschrift Nr. 18025 der Bibliothek des Germanischen
Museums, die ich schon früher gelegentlich als auf gleichzeitigen
Notizen beruhend und relativ zuverlässig charakterisiert habe[40], und
eben die Veröffentlichung dieses Berichtes, der in vielfacher Beziehung
unser Interesse zu erregen geeignet ist, ist der eigentliche Zweck
der vorliegenden Arbeit[41]. Ich stelle dabei wiederum die kürzere
Beschreibung des Kränzleinschießens, die uns das Lokal auch für die
Veranstaltung des Glückshafens kennen lehrt, für die Abhaltung solcher
Volksfeste im 16. Jahrhundert manchen kulturgeschichtlich interessanten
Zug bietet und auch für die Kenntnis alter reichsstädtischer
Festdekoration nicht ganz wertlos ist, der längeren Beschreibung
des Glückshafens selbst, die teilweise ohne Zweifel auf offiziellen
Aufzeichnungen beruht, voran. Da in dem Glückshafen ausschließlich
Erzeugnisse der Goldschmiedekunst, darunter vermutlich viele
Meisterstücke, für die man sonst keinen Absatz hatte, zur Verlosung
kamen, so ist insbesondere das Verzeichnis der »Gewinneter« für
diesen Zweig des Kunsthandwerks von Interesse. Freilich läßt sich
bei dem heutigen Stande der Realienforschung, die in der deutschen
Altertumskunde hinter ihrer Schwester, der Sprachforschung, weit
zurückgeblieben ist, nicht in jedem Falle mit Sicherheit sagen, was
man sich unter den aufgezählten Gegenständen zu denken hat. Aber
gerade zur Klärung solcher Fragen ist die Bekanntgabe derartiger
Verzeichnisse, wie nicht minder die Veröffentlichung älterer Inventare
gewiß von Nutzen. Ebenso dürfte hin und wieder auch die Sprachforschung
und -- hinsichtlich der den Namen der Teilnehmer von diesen mehrfach
hinzugefügten volkstümlichen Sprüche -- selbst die Litteraturgeschichte
bei der Publikation ihre Rechnung finden.

Zu bemerken ist nur noch, daß, wie ein Vergleich der Angaben des
gedruckten Ausschreibens mit den im folgenden wiedergegebenen
chronikalischen Aufzeichnungen lehrt, namentlich hinsichtlich des
Glückshafens der ursprüngliche Plan bei der Ausführung schließlich
nicht geringe Änderungen erfahren hat. So waren die drei besten Gaben
nicht wie in dem Ausschreiben zu lesen steht, 100, 90 und 80 Gulden
wert, sondern sind in dem in unserer Chronik handschriftlich erhaltenen
Verzeichnis mit 190 fl. 3 ß, 130 fl. und 100 fl. angesetzt; auch waren
der Gewinne nicht, wie man doch nach dem Ausschreiben schließen mußte,
im ganzen nur 67, sondern 400, und ward der Termin für die Ziehung
von dem 24. August auf den 6. September und die folgenden Tage oder
richtiger Wochen, denn die Ziehung dauerte bis zum 26. September,
verschoben.

Die Aufzeichnung über das Schießen, das bereits Ende Juli stattfand,
findet sich in unserer Chronik auf Bl. 33-35 und lautet, wie folgt:

    »+Kräntzleinschiessen, auff der Hallerwissen gehalten.+

    Anno 1579 war ein krentzleinschiessen auf der Hallerwissen mit
    dem armbrust oder stahel, darzu waren von einem Erbarn Rath
    zu creuzherren [lies: crenzherren] verordnett: herr Clement
    Volckhammer vnnd herr Bartholomeus Pömmer. Zu solchem schiessen
    vnnd kurzweil wurden berueffen vnnd geladen vil frembder schützen
    von vilen ausslenndischen stätten nahennt vnnd fernne, vnnd zu
    solchem schiessen gab ein Erbar Rath beuor ainhundert golttgulden
    vnnd fienge an vnnd wurdt ausgeschrieben, auch an den stöcken
    angeschlagen, den 25. July anzufahrn.

    Zu solchem schiessen hatt man die Hallerwissen so schön vnnd lustig
    zugericht, als zuuor nie gehört noch gesehen ist worden inn ettlich
    hundert jahrn sonderlichen mit schönen lustigen springenden prunnen
    vnnd mit ainundtzwainzig schönen [Bl. 33 b] gezeltten einen yeden
    zu seiner zugehör, als einen zum schiessen, den annderen zum essen
    vnnd trinnckhen, den dritten zum spielen, vnd inn summa zu aller
    notturfft. Es wurden alle schrannckhen vff der gannzen wisen gar
    lustig vnnd schön zugericht, rott vnnd weiß angestrichen, vnnd
    wurden fünffzig schöner gemahlter seulen vff die welschen monir an
    die schranncken gemacht vnnd allwegen zwyschen zweyen seulen ein
    schönes geflennder[42] mit schönnen gelben laub, inn der mitt mit
    einem schönnen grönen kranz vnnd ein schöner gemahlter schildt,
    einer yeglichen statt ihr wappen vnnd schildt, die man zu solchem
    schiessen berueften vnnd geladen hette, erstlichen der kayserliche
    adler gar schön vnnd herrlich, darnach die cron inn Behaim, hernach
    die siben curfürsten vnnd herren aus der Pfalz, Bayrn, Schwaben
    vnnd Frannckhen vnnd vil statt im Schweizerlanndt, als Zürich,
    Bassel, Schaffhaussen vnnd wie sie alle nammen haben, auch vil am
    Bodensee, item Magdeburg, Straspurg vnnd andere mehr, die waren
    alle schön vnnd herrlich zugericht, das vil frembder schützen,
    so solches schiessen besuchten, frey bekennten vnnd sagten, sie
    hetten zuuor inn keiner statt dergleichen [34a] gesehen. Auch
    war die schießhütten schön vnnd lustig zugericht, dann auff der
    schießstetten stundt ein schön geschnitten vnnd gemaltes byldt,
    die Fortuna oder Glückh, das hett einen schönen rotten fahnen[43]
    inn der hanndt, den schwanng sie hin vnnd her, wie dann deß
    glückhs aigenschafft ist, das es nicht gernne lanng an einem ortt
    bleibett[44].

    Da es nun alles also zugerichtet ward, fieng man an zu schiessen
    den 25. tag July. Der frembden schützen waren ainhundert vnnd
    ailff vnnd der hieigen ainhundert vnnd sechsundtreissig. Man thett
    vierundtzwainnzig schüß vnnd schoß fünff tag aneinander biß vff
    den 30. July, darnach am 31. tag July hub man an zu gleichen; vnnd
    einer von Augspurg, Steffan Riedell, war ein pogner vnnd wirth
    daselbsten, der gewahn das beste mit dreyzehen schüssen vngleicht.
    Darnach einer von Nürmberg, Hanns Koller, ein polzmacher alhie,
    gewahn das ander mit zwölff schüssen. Der von Augspurg traff neun
    schuß aufeinander, das er keinen darunter deß platts fehlet, es
    thette ihm auch von nöthen, dann der Koller eylette ihm dapffer
    nach.

    Am freytag den 31. Julij hatt man vil schönner gebutzter knaben
    mitt [34b] schönen klaydern, silbern dolchen vnnd gulden ketten
    gannz schön vnnd zierlich inn der herrn schiesßgraben geordnet.
    Dise knaben haben die fahnnen vnnd alle gaaben hinaus auf die
    Hallerwissen getragen inn volgender proceßion: erstlich giengen
    vorher vier trummetter, die pliessen stattlich vnnd dapffer
    auf, darnach eines erbarn raths prouisoner vnnd kriegleuth, gar
    zirlich vnnd wolgerüst, hernach die stattpfeyffer, nachmals die
    zween krannzherren, herr Bartholomeus Pömmer vnd herr Clement
    Volckhammer, darnach ein sehr grosser mann, der Ochß genannt, war
    ein haubenschmidt[45], hernach trummel vnnd pfeiffen, nachvolgents
    die schönen knaben mit wolgebutzten Kleidern, die trugen die
    fahnen mit den gaaben[46] wie vorgemelt, vnnd man gab yedem einen
    ayrrinng[47] zum gedechtnus zu lohn, wie dann vff den 31. July
    alle sachen wurden außgerichtet vnnd vollenndet, mit gleichen vnnd
    allem anndern. Vnnd da es zum ende kommen, zog man mit gleicher
    ordnung wider herein vnnd ein jeglicher schütz trug seinen fahnen,
    den er gewunnen hette, vnnd gaben dem Steffan Riedell von Augspurg,
    der das beste gewohnnen hette, das gelaytt biß zum Monschein am
    Vischbach, allda er dann zur [35 b] herberg lage. Darnach giennge
    ein yeder heimb inn sein losament. Es wurden die frembden schützen
    von eines Erbarn Rathß wegen mit grosser reuerenz empfanngen; ein
    Erbar Rath ließ sie alle tage, weil sie schossen, die sechs tage
    lanng mit einem abendttrunckh verehren allemal vngefehrlich mit
    einem halben aymer gueten reinischen wein; denselben namen sie
    zu allen ehren an, trunckhen ihne mit lieb vnd frieden auß, vnnd
    schossen darnach wider inn das platt.

    Bey solchem schiessen waren vil spill vnnd kurzweill, wie es dann
    bey allen schiessen gebreuchlich ist, als mit kugeln, würffel inn
    die prenntten[48], in zien, kupffer vnnd silber, auch inn ein
    lebendig pferdt vnnd anndere selzame manier, darzue hatt man auch
    zu disem schiessen vnnd demselben zu ehren einen glückhshafen an
    vnnd aufgericht, wie dann von demselben hernacher an seinem ortt
    weitter volgen wirdt. Es wardt auch ein kuchen auf der Hallerwissen
    aufgerichtet, darinnen man alle notturfft an speiß vnnd trannckh
    für jedermenniglichen bereyttet vnnd zurichtet, das dann ein yeder
    nach seinem gefallen vmb einen rechten pfenning bekommen kundte.«

Nach einigen anderen Mitteilungen über verschiedene sonstige
lokalgeschichtliche Ereignisse des Jahres 1579 folgt dann Bl. 37 b bis
58 a die Beschreibung des Glückshafens:

    »+Ein glückhshaffen alhie gehalten worden.+

    Anno 1579 baldt nach dem schiessen auff der Hallerwissen ist auch
    ein glückhshaffen gehalten worden aus vergünstigung eines erbarn
    raths, vnnd wurden zwen rathsherren darüber gesetzt vnnd verordnet,
    nemblich herr Bartholomeus Pömer vnnd Clement Volckhamer, über vnnd
    zu denselbigen waren noch anndere sechs herren von ehrngedachtem
    rath verordnet, als Christoff Peßler, Friderich Saurman, Wolff
    Ehinger, Hanns Halbertt, Hanns Clarner vnnd Hanns Nusch, alle
    genanntte deß grössern rathß, die sassen alle tag inn der herren
    schießgraben vnd namen das geltt ein, so inn disen glückhshafen
    gelegtt wurdte, vnnd man leget für einen zettel fünftundtzwainzig
    pfening ein, vnd war das beste [38 a] ainhundtert vnnd neunzig
    gulden, vnnd waren der gaaben vierhundtert, vnnd wurdt solcher
    hafen am stockh angeschlagen, damit es jederman zu wissen vnnd
    kundt würde, vnnd wardt dabey ein grosse tafel gehennckt, daran die
    gaaben gehenncket waren[49]. Solche taffel machet mannchem einen
    lust, das er vil einleget, aber wenig daraus bekame, vnd mancher
    leget wenig ein vnnd gewan vil daraus, nachdem vnd einem das glückh
    wolte. Darnach wurden aus den vier lateinischen schulen ettliche
    knaben genommen, die inn der herren schießgraben die zettel
    wickelten, so inn disen hafen gehörten, vnnd sassen die obgemeltten
    herren alle tag darbey, damit sie fleissig gewickelt wurden, vnnd
    wurde zu disem glückhshafen ein hülzerne bruckhen oder peen vff
    der Hallerwissen bey dem schießheußlein aufgemacht, vnd wurden also
    die zettel dises hafens vnntter dem freyen himmel verlesen, damit
    es menniglich sehen vnd hören kundte.

    Vnnd am sontag den sechsten septembris vmb mittag wurden zween
    grosse kupfferne haffen, inn welchen dann die zettel lagen von den
    vier pritschenmaistern hinaus auf die Hallerwissen getragen biß vff
    die obgemeltte pruckhen [38b] vnnd pließ ein trummetter vorher,
    deßgleichen auch der herren trummelschlager vnnd pfeiffer. Da
    fiennge man an disem tage an zu lesen, vnnd waren sechs schreiber
    darzu verordnet, welche die zettel lasen, deßgleichen auch sechs
    pritschenmeyster, die schrieen die nammen herab, welche verlesen
    wurden. Es sassen auch die obgemeltten haffenherren an einem tisch
    dabey, damit niemandt vnrechtt geschehe, vnnd wann ein gaabe heraus
    kame, so pliese der trummetter auf, damit yederman hören kundte,
    wer solche gaabe gewunnen hette, vnnd wert solches lesen drey
    wochen. Da stunden alle tage ettlich hundtert persohnnen, die da
    zuhöreten, vnnd man hilte darbey auch vil kurzweilliger spill,
    als inn silber, kupffer, zinn vnnd dergleichen[50], auch inn die
    prenntten[51]; man hette auch widerumben eine kuchen auff der
    Hallerwisen, als nemblich dise, so bej den schiessen aufgeschlagen
    worden, darinnen man allerlej zu essen fande, auch wein vnnd bier.

    Vnnd am sambstag den sechsundtzwainnzigisten monnatstag septembris
    da hette solches lesen ein enndte vnnd war solcher hafen auß, da
    wurdt offentlich ausgerueffen, wer ettwas aus disem glückhshafen
    gewunnen hette, der soltte sich auf [39a] den ailfften octobris vff
    diß ortt verfüegen, da wolte man einer yeden persohn seine gaabe
    zustellen vnnd also die gaaben außtheilen. Da wurden zwayhundert
    knaben, geschlechter vnnd kauffleuth söhne, vff das schönnste
    gezirett vnnd gebucztt, als mit gulden ketten, sameten bireten
    vnnd gulden krennczen verordnett, die versammelten sich in der
    herren schießgraben, die trugen solche gaaben hinaus. Es gienge vor
    ihnen her ein trummelschlager vnnd trumeter, vnnd inn der mitten,
    auch vor dem pessten auch trummelschlager vnnd pfeiffer biß auf
    die Hallerwissen auf die obengemeltte bruckhen, da man dann alle
    gewinnetter dises glückhshafens verlesen hatt. Da wurdt einem
    jeglichen seine gaabe zugestellt vnnd v̈berantwortet, wie sie
    dann nach einannder auß disem glückhshafen kommen waren.«

    (Schluß folgt.)




[Illustration]




LITERARISCHE NOTIZEN.


=Altfränkische Bilder= mit erläuterndem Text von Dr. +Theodor Henner+.
1901. Druck und Verlag der Kgl. Universitätsdruckerei von H. Stürtz in
Würzburg.

Der vorliegende siebente Jahrgang der »Altfränkischen Bilder«, deren
Beliebtheit sich von Jahr zu Jahr gesteigert hat, ist wiederum ganz
dazu angethan, dem überaus ansprechenden und lehrreichen Unternehmen
neue Freunde zu werben. Der Kalender tritt diesmal im Gewande eines
prächtigen alten Lederbandes aus dem Jahre 1442 auf, dessen Original
sich in der Würzburger Universitätsbibliothek befindet. Dasselbe ist
namentlich dadurch bemerkenswert, daß es mit einer längeren Inschrift
versehen ist, die mit vertieft gearbeiteten, wie es scheint beweglichen
Typen in das Leder eingepreßt wurde.

Inhaltlich bietet der Kalender im Bilde mit erklärendem Text eine
interessante Auswahl von Denkmälern aus allen Gebieten der Kunst
zumeist Unterfrankens. Von Werken der Architektur nenne ich das
Grumbachsche Schloß zu Rimpar, das Schloß zu Rieneck, die Klosterruine
auf dem Gotthardsberge bei Amorbach, sowie Straßenbilder aus Lohr und
Marktbreit, letzteres mit dem imposanten Rathaus des Städtchens von
1579. Möchten gelegentlich auch die trefflichen Holzschnitzereien
und Intarsiaarbeiten des Ratszimmers zu Marktbreit, von denen m. W.
bisher nur einzelne Teile publiziert worden sind (in der Bayerischen
Gewerbe-Zeitung V. 1892 S. 475), hier zu getreuer und deutlicher
Wiedergabe gelangen.

Die Malerei findet sich nur durch das Porträt des Fürsten Primas
Karl Theodor von Dalberg von Josef Stieler aus den Sammlungen des
historischen Vereins zu Würzburg vertreten, die Plastik dagegen
durch eine ganze Anzahl von Werken, so durch das Grabdenkmal des
Fürstbischofs Johann II. von Brunn aus der Mitte des 15. Jahrhunderts
im Dom zu Würzburg, den Crucifixus Loy Herings im Mortuarium des
Doms zu Eichstätt und das den Werken dieses Künstlers offenbar nahe
verwandte Epitaphium der Elisabeth von Lauter in der Pfarrkirche
zu Lohr, ferner zwei Spätrenaissance-Altäre aus der Pfarrkirche zu
Frickenhausen bei Ochsenfurt u. a. m. Dennoch bleibt insbesondere auf
diesem Gebiete stets noch viel zu wünschen. So ist unseres Wissens das
sehr wirkungsvolle Epitaphium, das Jorg Span um 1528 seinen Verwandten
Jorg Eltlin und dessen Frau Anna an der Außenseite der Pfarrkirche zu
Heidingsfeld errichten ließ und das ohne Zweifel aus Riemenschneiders
Werkstatt stammt, bisher noch nirgends publiziert. Es findet sich
nicht in dem großen Streit’schen Werke über den Würzburger Meister.
Anton Weber (Leben und Wirken des Bildhauers Dill Riemenschneider,
2. Auflage, Würzburg und Wien 1888 S. 26) widmet dem Denkmal eine
kurze Besprechung und ist geneigt, es Riemenschneiders Sohne Jörg
zuzuschreiben. In den neuesten Arbeiten über den Künstler (Karl
Adelmann, Über Riemenschneider. Eine vorläufige Mitteilung. Würzburg,
1898 und Eduard Toennies, Leben und Werke des Würzburger Bildschnitzers
Tilmann Riemenschneider. Straßburg, Heitz, 1900) geschieht des Epitaphs
überhaupt keine Erwähnung.

Auch von Erzeugnissen des alten fränkischen Kunstgewerbes endlich
bietet der neue Jahrgang einige in guten Abbildungen dar, wie den
berühmten buntglasierten Ochsenfurter Thonofen im Germanischen Museum
(um 1500), das Singpult in der Sepultur des Doms zu Würzburg (1644),
das schöne Gitter vom Marienberge daselbst (1716) und einen mächtigen
Schlüssel, das Herbergszeichen der früheren Würzburger Schlosserinnung
und ein Meisterwerk des bekannten Würzburger Kunstschlossers Johann
Georg Oegg, aus dem Jahre 1740.

Bei diesem Stück, dessen Abbildung die Rückseite des Umschlags
ziert, sind auch die Abmessungen der Wiedergabe selbst für
kunstgeschichtliche, insbesondere stilvergleichende Zwecke völlig
genügend, während man von diesem Standpunkt die meisten übrigen
Abbildungen entschieden größer, die Gegenstände in allen Einzelheiten
noch deutlicher erkennbar wünschen möchte. Diesem Wunsche Rechnung
tragend, könnte der Kalender neben der anregenden Wirkung auf ein
größeres Publikum zugleich die überaus verdienstliche Mission eines
kunsthistorischen Bilderschatzes in weiterem Sinne für die fränkischen
Gebiete, vor allem Unterfranken, im Laufe der Jahre sehr wohl erfüllen.

    Th. H.


=Die Kunst am Hofe der Herzöge von Preussen.= Von +Hermann Ehrenberg+.
Leipzig und Berlin. Giesecke und Devrient, 1899. VIII und 287 Seiten.
Mit zahlreichen Tafeln und Textabbildungen.

Die wissenschaftlichen Arbeiten kann man einteilen in solche, bei denen
der Anregungswert und solche, bei denen der eigentliche Forschungswert
überwiegt. Vertreter beider Richtungen werden sich nicht immer leicht
gerecht werden, denn das geistige Überschauen weiter Gebiete des
Wissens und ein daraus hervorgehendes Aufstellen neuer Gesichtspunkte
schließt nur zu häufig den Sinn für subtile Einzelforschung nahezu
aus, während andererseits das Finden und Feststellen neuer Thatsachen
nicht selten zum Mißtrauen und zur Skepsis gegenüber den unter einem
höheren Gesichtswinkel abgefaßten, bereits bekannte Thatsachen mehr
oder minder geistreich beleuchtenden Arbeiten führt. Und in der That
werden ja in der Regel Werke jener Art -- bei vielleicht schwächerer
augenblicklicher Wirkung -- dauernderen, bleibenderen Wert für sich
beanspruchen dürfen, als letztere, die, wenn sie nicht wirkliche
Meisterleistungen sind -- und solche haben immer gründlichstes bis
ins einzelnste dringendes Studium zur Voraussetzung und verbinden
so gewissermaßen beide Richtungen --, sich zumeist als ephemere
Erscheinungen darstellen, über die schon die nächste Folgezeit, die
wieder ihre eigenen neuen Gesichtspunkte hat, unbarmherzig und oft auch
undankbar hinwegschreitet.

Ein Buch von dauernderem Werte in dem angedeuteten Sinne ist auch das
vor etwa Jahresfrist erschienene von Hermann Ehrenberg. Der Verfasser,
dem wir bereits ein paar andere treffliche Arbeiten zur Geschichte der
Kunst im östlichen Deutschland verdanken, fußt vorzugsweise auf dem
sehr realen Boden der archivalischen Forschung. Insbesondere aus den
reichen Beständen des Königsberger Staatsarchives ist es ihm durch
Fleiß und Ausdauer gelungen, eine ansehnliche Fülle schätzenswerter
neuer Nachrichten über die Kunst am Hofe der beiden ersten preußischen
Herzöge, Albrecht (geb. 1490, 1511 zum Hochmeister des deutschen
Ritterordens gewählt, seit 1525 Herzog, gest. 1568) und Adolf Friedrich
(1568-1618), bezw. der für letzteren regierenden Administratoren,
namentlich des Markgrafen Georg Friedrich von Brandenburg, zu Tage zu
fördern. In sehr dankenswerter Weise finden sich die meisten dieser
urkundlichen Belege, durch die eine ganze Schaar, bisher unbekannter
Künstler und Kunsthandwerker in die Kunstgeschichte eingeführt wird, im
zweiten Teile des Buches, der dem darstellenden folgt, wortgetreu oder
auch in Regestenform abgedruckt.

Zu den kunsthistorisch bedeutsamsten Resultaten der übrigen in dem
Buche niedergelegten Forschung gehört der Nachweis, daß Jacob Binck
aller Wahrscheinlichkeit nach als der Schöpfer des an Schnitzereien und
Intarsiaarbeiten so reichen sog. Geburtszimmers im königlichen Schlosse
zu Königsberg angesprochen werden muß, wie sich aus einem Vergleich der
ornamentalen Formenwelt der Täfelung mit den Ornamentstichen Bincks
ergiebt. Einem Hans Wagner, der 1543 als Hoftischler in des Herzogs
Dienste trat und nachweislich gegen hohen Sold bei den Arbeiten im
Geburtszimmer beteiligt war, kann doch höchstens die Ausführung, nicht
aber »die geistige oder künstlerische Urheberschaft« zugeschrieben
werden (S. 40 f.). »Dies Ergebnis«, meint der Verfasser (S. 42) mit
Recht, »ist von hoher kunstgeschichtlicher Bedeutung. Binck, der
bisher nur als ein zwar gewandter, aber unselbständiger Kupferstecher
bekannt war, tritt uns jetzt in einem ganz anderem Lichte entgegen.
Jene nachgearbeiteten Kupferstiche gehören, soweit man es verfolgen
kann, ausschließlich seiner Jugendzeit an; sie mögen dem Bedürfnisse
nach Schulung der Hand oder nach Geldverdienst entsprungen sein. Im
gereifteren Alter, wo er eine gesicherte Lebensstellung errungen
hat, schafft er Werke, welche nicht blos geläuterten Geschmack und
Formensicherheit, sondern auch selbständige Gestaltungskraft und
lebendigen Sinn für feine Charakteristik bekunden.« Seite 54 wird
dementsprechend Binck mit Peter Flötner in Parallele gestellt.

Daß dagegen das Epitaphium der Herzogin Dorothea, einer geborenen
Prinzessin von Dänemark, im Dom zu Königsberg und das Denkmal der
Herzogin Anna Maria daselbst, ebenso wie das Denkmal König Christians
III. von Dänemark im Dom zu Roskilde aus der Werkstatt des Antwerpener
Bildhauers Cornelis Floris hervorgegangen seien, hatte bereits der
dänische Kunsthistoriker Francis Beckett richtig erkannt und in seiner
vortrefflichen Doktorschrift (»Disputats«): »Renaissancen og Kunstens
Historie i Danmark« (Kopenhagen 1897) S. 161 ff. dargelegt. Ehrenberg
nun hat in dem dieser Frage gewidmeten Abschnitte seines Buches nicht
nur jene Zuschreibungen noch fester begründet und der genannten Gruppe
von Werken des Cornelis Floris auf Grund stilkritischer Vergleichung
auch mit anderen Arbeiten des Meisters namentlich noch das imposante
Marmordenkmal für Herzog Albrecht von Preußen im Dom zu Königsberg
hinzugefügt, sondern überhaupt zum erstenmale ein umfassenderes
Bild von dem Leben und der Thätigkeit dieses interessanten
Spätrenaissance-Künstlers zu entwerfen versucht. Bezüglich des
Albrecht-Epitaphs war übrigens gleichzeitig mit Ehrenberg K. Lohmeyer
zu einem ähnlichen Resultat gekommen. Auch er schreibt die Ausführung
des Werkes dem Cornelis Floris zu, glaubt jedoch, daß an der bisherigen
Auffassung, wonach Jacob Binck den Entwurf lieferte, der dann in den
Niederlanden ausgeführt wurde, festzuhalten, Binck also nach wie vor
als der geistige Urheber zu betrachten sei. Vgl. Repertorium für
Kunstwissenschaft XX, 464 ff. und Altpreußische Monatsschrift XXXV, 192
f.

So ist der Abschnitt I, 3 des Ehrenberg’schen Buches (»Jacob Binck und
Cornelis Floris«) ohne Zweifel der wertvollste des ganzen darstellenden
Teiles. Doch enthalten auch die übrigen Kapitel noch manches neue
und bedeutsame Forschungsergebnis und manchen willkommenen Hinweis.
Endlich thut auch die ganz vortreffliche Ausstattung mit zahlreichen
Textillustrationen und Tafeln, in denen sich die hervorragendsten
Denkmäler z. T. erstmalig reproduziert finden, das ihrige, um das Buch
zu einer der erfreulichsten Erscheinungen in der kunstgeschichtlichen
Litteratur der letztverflossenen Jahre zu machen.

    Th. H.


=St. Ulrich=, Graf von Kyburg-Dillingen, Bischof von Augsburg
(890-973). Ein hehres Lebensbild aus dunkler Zeit. Quellenmäßig
untersucht und dargestellt von +Ulrich Schmid+. Augsburg, 1901. --
Buchhdlg. Mich. Seitz.

Ohne weiter auf die historische Frage, welche vorliegendes Buch
behandelt, einzugehen, nachdem dies schon an anderer Stelle geschehen
ist (vgl. Beilage z. Augsburger Postzeitung, 16. März 1901), sei
uns gestattet, einige Bemerkungen zu machen über die Methode der
Darstellung. Das Buch wird in seiner vorliegenden Gestalt mehr an
einen großen Leserkreis, als an die historische wissenschaftliche Welt
appellieren müssen, da es in seinen Resultaten und auch in seiner
Methode nicht immer den geschulten Historiker befriedigen wird. Ganz
besonders muß hervorgehoben werden der fast gänzliche Mangel an
Angaben von Quellen. Wo diese zitiert werden, geschieht dies meist
in ungenügender Form, z. B. bei den M. G. ohne Angabe der Abteilung
und des Bandes. Gerhart, der in sehr vielen Fällen der Gewährsmann
unseres Verfassers gewesen zu sein scheint, hätte unbedingt öfter
nach der Druckausgabe zum Texte zitiert werden müssen. Störend wirkt
an manchen Stellen die Unterbrechung des inneren Zusammenhanges durch
Einstreuung allgemeiner Bemerkungen über Gegenstände, welche dem
Gebiete der Diplomatik, Heraldik etc. angehören. Gerade die scharfe
Scheidung dessen, was in die Anmerkung gehört, vom Texte, ist eines der
vorzüglichsten Mittel, die Lektüre eines wissenschaftlichen Buches
angenehm zu machen und das Verständnis zu erleichtern. -- Wiedergaben
von Abbildungen aus Handschriften, wie z. B. die Abbildung des heiligen
Ulrich in einer alten Handschrift (diese hätte näher bezeichnet
werden sollen) in der Stiftsbibliothek zu Maria-Einsiedeln, sind im
Lichtdrucke nach einer Photographie, nicht nach Abzeichnung beizugeben.
Ebenso hätte der Grundriß der Burg Kyburg in besserer technischer
Stilisierung erscheinen sollen.

Im übrigen zeugt die Arbeit für den großen Fleiß und das rege
persönliche Interesse des Verfassers für das Thema, was uns hoffen
läßt, daß derselbe sich noch weiter mit dieser historischen Frage
beschäftigen wird, um zu einem völlig historisch gesicherten Resultate
zu gelangen. Doch auch in der vorliegenden Form empfehlen wir schon das
Erstlingswerk des Verfassers, indem das Buch vielfach neues bringt und
auch in weiteren Kreisen Interesse und Nachforschung über St. Ulrich
erwecken wird.

    Dr. Kn.


=Die Leipziger Kramer-Innung= im 15. und 16. Jahrh. -- Zugleich ein
Beitrag zur +Leipziger Handelsgeschichte+. -- Herausgegeben von der
Handelskammer zu Leipzig. Verfaßt von deren Bibliothekar +Siegfried
Moltke+. Leipzig, Verlag der Handelskammer, 1901.

»Mit großem Fleiße hat der Verfasser vorliegenden Buches, aus
den vergilbten Blättern des alten Leipziger Kramerbuches und aus
Kramer-Urkunden ein lebensfrisches Bild von Sitten und Gebräuchen
des deutschen Innungswesens im Mittelalter herausgeschält. Das Buch
rechtfertigt auch in vollem Maße die Erweiterung seines Titels »Beitrag
zur Leipziger Handelsgeschichte«, denn es bringt zahlreiche neue
Nachrichten über den Leipziger Handel selbst und berichtigt an vielen
Stellen herrschende irrige Ansichten auf diesem Gebiete.

Gerade der Umstand, daß der Stoff einer Handelsgenossenschaft in
der, durch ihre Messe berühmten Handelsstadt Leipzig angehört und
sich großen Teils auch neuem urkundlichen Material des reichen L.
Kramerarchives aufbaut, macht das Buch bemerkenswert und instruktiv für
die Geschichte des deutschen Kleinhandels im Mittelalter überhaupt. Es
zeigt uns den »Kramer« bei der Arbeit und in seinen Mußestunden, wo es
ihm des öfteren sehr gut gegangen zu sein scheint, in Freud und Leid,
im Frieden, aber auch im Kriege. Besonders hervorgehoben zu werden
verdienen die sorgfältigen Ausführungen über die Warenkunde und die
reichhaltige Anlage von Textwiedergaben aus dem ältesten Kramerbuche
von 1477.

Es ist ein gutes Stück deutschen Städtelebens das uns hier geboten
wird, und es kann das Buch daher nicht nur der gelehrten Welt, sondern
auch ganz besonders dem gebildeten Kaufmannsstande warm empfohlen
werden.«

    Dr. Kn.


=Des Kursächsischen Rathes Hans von der Planitz Berichte aus dem
Reichsregiment in Nürnberg 1521-1523.= Gesammelt von +Ernst Wülcker+.
Nebst ergänzenden Aktenstücken, bearbeitet von +Hans Virck+. Leipzig.
B. G. Teubner. 1899. CXLIX u. 688 SS.

Die im Ernestinischen Gesamt-Archiv zu Weimar verwahrten
Gesandtschaftsberichte des erprobten kursächsischen »Orators«
harrten bisher noch immer der verdienten vollständigen Herausgabe.
Kann ihr Inhalt auch heute nicht sonderlich überraschen, nachdem
vor allem Ranke, dann auch schon Ulman, Baumgarten und Redlich den
Inhalt jener diplomatischen Briefe sorgfältigst verwerteten, so ist
doch eine lückenlose Sammlung, wie die nun vorliegende, von größtem
wissenschaftlichen Wert. Abgesehen davon, daß es erst jetzt möglich
geworden, die historische Darstellung mit ihrer Quelle zu vergleichen
und nachzuprüfen, ist es zudem noch von allgemeinerem Interesse, die
Stellung Friedrichs des Weisen zu Luther in jenen Jahren ziemlich
ununterbrochen verfolgen zu können. Die trutzigliche Gestalt des
kursächsischen Rats, der inmitten seiner Gegner von seiner Festigkeit
sich nichts abgewinnen läßt, erlangt in seinen Berichten ein fast
plastisches Leben. Einleitend wird uns eine Biographie des Hans v. d.
Planitz und eine Würdigung des Reichsregiments dargebracht. Ein sehr
gewissenhaft gearbeitetes Register beschließt den Band.

    H. H.

    U. E. Sebald, Nürnberg.




Inhalt.


                                                                   Seite
    I. Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums              XXI-XXXVII

    II. Mitteilungen aus dem Germanischen Nationalmuseum.

    Über den großen Nürnberger Glückshafen vom Jahre 1579 und einige
      andere Veranstaltungen solcher Art (II.), von Dr. +Th. Hampe+   45

    Herd und Herdgeräte in den Nürnbergischen Küchen der Vorzeit,
      von Dr. +Otto Lauffer+. IV.                                     65

    Literarische Besprechungen.

    Winckelmann und seine Zeitgenossen, von Gustav von +Bezold+.      78

    Literarische Notizen                                              92




    1901.                      Nr. 2.                      April-Juni.




                               ANZEIGER
                                  DES
                     GERMANISCHEN NATIONALMUSEUMS.

                   CHRONIK DES GERMANISCHEN MUSEUMS.


NEU ANGEMELDETE JAHRESBEITRÄGE.

=Von Stadtgemeinden:= =Alzey= 6 m. =Einbeck= (statt bisher 15 m.) 20
m. =Lübz= 5 m. =Mühlheim am Rhein= 20 m. =Rees= 3 m. =Tilsit= 21 m.
(Wiederbewilligung.)

=Von bayerischen Distriktsräten:= =Aibling= 20 m. =Greding= 10 m.
=Heilsbronn= 10 m. =Königshofen= 5 m. =Neu-Ulm= 15 m. =Weismain= 10 m.
(ab 1900.) =Windsheim= 18 m.

=Von Vereinen, Korporationen etc.:= =Nürnberg.= Altes Gymnasium (statt
bisher 8 m. 57 pf.) 10 m.

=Von Privaten:= =Alzey.= W. Herr, Kaufmann, 1 m.; Krauß,
Regierungsbaumeister, 2 m.; Langgäßer, Kreisbauinspektor, 2 m.; Oekel,
Postdirektor, 1 m.; Süffert, Kreisrat, 3 m. =Amberg.= Englmann, kgl.
Bezirksingenieur, 2 m.; Grüninger, kgl. Ingenieur, 3 m.; Hofmann,
Oberleutnant, 3 m. =Bayreuth.= Carl Stiegler, städtischer Buchhalter,
3 m. =Bielefeld.= Gottfried Bansi, Kommerzienrat, 5 m.; Paul Delius,
Seidenfabrikant, 3 m.; Jordan, Pfarrer, 3 m.; Firma A. W. Kisker,
5 m.; Dr. August Klasing, Rechtsanwalt, 10 m.; Aug. Tiemann,
Spinnereidirektor, 10 m.; Waldeck, k. Baurat, 5 m. =Breslau.= Kurt
Moriz-Eichhorn, Dr. phil., 5 m. =Detmold.= Karl Kahler, Rentner, 10
m. (ab 1900); von Keudell, Kammerrat, 3 m.; General von Rodewald, 3
m. (ab 1900); Schulz, Rechtsanwalt, 3 m. =Dresden.= Walther Gelpke 10
m. =Einbeck.= Bense, Fabrikbesitzer, 3 m.; Dr. Ellißen, Oberlehrer,
3 m.; Findel, Kaufmann, 3 m.; Opitz, Landrat, 3 m.; H. Oppermann,
Fabrikbesitzer, 3 m.; Troje, Bürgermeister, 3 m.; Voigt, Kaufmann,
3 m. =Erlangen.= Johs. Pietzsch, stud. med., 3 m.; Fritz Weissmann,
cand. phil., 10 m. =Eschenau.= Alfred Wäglein, Apotheker, 1 m.
=Fürth.= Johs. Hoerner, Hilfsgeistlicher, 2 m.; Joh. Proeßl, 5 m.;
Carl Spear, Kaufmann, 5 m.; Wilh. Spear, Kaufmann, 5 m. =Günzburg.=
Jos. Hänle, Prokurist, Leutnant der Reserve 3 m.; Dr. phil. Karl
Sartori, kgl. Gymnasiallehrer, 1 m. =Heidenheim.= Viktor Zoeppritz,
Fabrikant in Mergelstetten, 20 m. =Hof.= Max Glafey, Großhändler, 1
m.; Otto Schmidt, kgl. Bankcommis, 2 m. =Königsberg i. Pr.= Hermann
Teschendorff 10 m. =Lauterbach.= Andres, Kreisschulinspektor, 3 m.;
Max Bleyle in Blitzenrod, 3 m.; Draudt, Regierungsassessor, 3 m.;
Foermes, Rektor, (statt bisher 1 m.) 2 m.; Friedrich Lorenz, Kaufmann,
3 m.; Dr. Nebel, Kreisarzt, 3 m.; Nispel, Regierungsrat, 3 m.; Stotz,
Dr. med., 3 m. =Leipzig.= Dr. Ludwig Mitteis, Geh. Rat, Professor, 10
m. =Lohr.= Otto Lorch in Halle a. S. 1 m. =Magdeburg.= Albin Müller,
Architekt, 2 m.; Hermann Voss, Kaufmann, 6 m. =Mannheim.= Alois
Bender, russ. Vize-Konsul, 5 m.; Augustin Bender, Fabrikant, 10 m.;
Julius Berge, Kaufmann, 4 m.; Dr. jur. Richard Brosien, Bankdirektor,
Consul, 20 m.; Dr. L. Freiherr von Dusch, Landgerichtsrat, 20 m.;
Philipp Fuchs, Veterinärrat, 10 m.; Dr. W. Giulini 5 m.; August Grün,
Ingenieur, 10 m.; August Herschel, Kaufmann, 10 m.; Bernhard Herschel,
Stadtrat, 10 m.; Otto Kauffmann, Fabrikant, 3 m.; Gustav Krämer,
Privatmann, 5 m.; Hrch. Lanz, Geh. Kommerzienrat, 20 m.; C. Lebert
10 m.; Dr. Meissner, Direktor, 3 m.; C. Meister, Rhedereidirektor,
10 m.; Wilh. Milek, Kaufmann, 3 m.; August Röchling, Kommerzienrat,
20 m.; Rudolf Röchling, Privatmann in Ludwigshafen, 3 m.; Richard
Sauerbeck, Direktor, 10 m.; Josef Schayer, Bankdirektor, 10 m.;
A. Speer, Architekt, 10 m.; Wilh. Stachelhaus, Rhedereibesitzer,
20 m.; Leo Stinnes, Rhedereibesitzer und Fabrikant, 10 m.; Wilh.
Stöck, Fabrikant, 20 m. =München.= Karl Brug, kgl. Major und
Bat.-Kommandeur im Inf.-Leib-Regiment, 10 m.; Gertrud Kantarowicz, 3
m. =Münster.= Apfelstädt, prakt. Zahnarzt, (statt bisher 3 m.) 10 m.
=Naumburg a. S.= Hassford, Oberlandesgerichtsrat, 1 m.; Machrauch,
Fräulein, 2 m.; v. Schönberg, Gerichtsrat a. D., 3 m. =Neumarkt
i. O.= Piehler, Fabrikdirektor aus Wien, 2 m. =Nürnberg.= Joseph
Aischberg, Kaufmann, 20 m.; Dr. L. Alexander, Assistenzarzt, 2 m.,
Emma Amberger, Privatiere, 2 m.; J. Ameis, Lehrer, 3 m.; Bernhard
Arnhold, Kaufmann, 3 m.; Leo Arold, Posamentenfabrik., 2 m.; Robert
Astbury, Privatier, 5 m.; Albrecht Auernhammer, Privatier, 5 m.;
Eugen Augustin, Kaufmann, 3 m.; Leopold Bach, Fabrikbesitzer, 6 m.;
Wolfgang Baldini, Kaufmann, 3 m.; Louis Bauer, Kaufmann, Inhaber der
Firma Jean M. Bauer, 5 m.; S. Baumgärtner, k. Betriebsingenieur, 3 m.;
Konrad Bauscher, Fabrikbesitzer, 20 m.; Emil Bechhöfer, Fabrikdirektor,
5 m.; Dr. Adolf Bechmann, k. Amtsrichter, 5 m.; Caspar Berg jr.,
Prokurist, 3 m.; Wilh. Bergler, Dampfwaschanstaltsbesitzer, 5 m.;
Dr. J. Bergmann, k. Oberstabsarzt, 5 m.; L. Bergmann, Oberstleutnant
a. D., 5 m; Ernst Berlin, Kaufmann, 5 m.; Heinrich Berolzheimer,
Kommerzienrat, 20 m.; Friedr. Bestelmeyer, Privatier, 3 m.; Jakob
Bier, Prokurist, 5 m.; Eugen Bierhals, Fabrikbesitzer, 3 m.; Oskar
Bing, Kaufmann, 5 m.; Simon Bing, Lederhandlung, 3 m.; Michael
Bingold, Glasmalerei-Anstalt, 3 m.; J. Birkmann, Metallwarenfabrik,
5 m.; Therese Blender, Kunstgärtnerswitwe, 2 m.; Dr. Max Blitstein,
Spezialarzt, 3 m.; Jakob Bloch, Privatier, 2 m.; Dr. G. Bloede,
prakt. Arzt, 5 m.; Wilhelm Blum, Baumeister, 10 m.; Christian
Böckler, Bildhauer, 2 m.; Friedrich Boelian, Kaufmann, 3 m.; Konrad
Böllinger, städt. Ingenieur, 2 m.; Gebr. Boscowitz, Hopfenhandlung,
2 m.; R. Böttcher, Ingenieur, 10 m.; Adolf Bradtmöller, Ingenieur,
6 m.; Emil Brandeis, Kaufmann, 2 m.; Dr. A. Braun, Sekretär, 3 m.;
Hrch. Braun, Ingenieur, 10 m.; J. Bregenzer, Kaufmann, 3 m.; Math.
Breig, Baumeister, 10 m.; J. Breitenbach, Kaufmann, 3 m.; Frz. Bruch,
Lehrer, 3 m.; Dr. Nathanael Brückner, Justitiar, 5 m.; Ludw. Brüll,
Direktor, 15 m.; Siegfr. Brüll, Kaufmann, 3 m.; Friedr. Bub, kgl. III.
Staatsanwalt, 3 m.; Wilh. Büchenbacher, Kaufmann, 5 m.; Christian
Buckel, Restaurateur, 2 m.; Gg. Bühl, Kaufmann, 5 m.; Bühler & Co.,
Metallwaren- und Patentstift-Fabrik, 5 m.; Sigm. Burger, Bankier, 3
m.; Dr. Gg. Burgl, k. Landgerichtsrat, 10 m.; Christn. Bürkstümmer,
Hilfsgeistlicher, 2 m.; Valentin Buscher, Vorsteher der apostolischen
Gemeinde, 3 m.; Ceder & Schaaf, Bildhauer- und Stuckgeschäft, 3 m.;
bayr. Celluloidwarenfabrik von A. Wacker & Co., A.-G., 10 m.; Albert
Clausius, Turnlehrer, 3 m.; Fritz Crämer, Prokurist, 5 m.; Hrch.
Craemer, Kaufmann, 3 m.; Robert Danler, Fabrikdirektor, 5 m.; Karl
Dannheißer, Fabrikant, 3 m.; Max Dannhorn, Fabrikdirektor, 5 m.;
Frz. Daxel, kgl. Postkassier, 2 m.; Karl Deger, Fabrikbesitzer, 3
m.; Johs. Demler, Privatier, 2 m.; Jean Denecke, Bleistiftfabrikant,
5 m.; Gg. Deuerlein, Dr. med., prakt. Arzt, 5 m.; A. Dihlmann, kgl.
griech. Konsul, 10 m.; Hans Dimpfl, Sanitätstierarzt, 4 m.; Hrch.
Dippert, kgl. Oberst und Bezirkskommandeur, 6 m.; Hans Diptmar, kgl.
Gymnasiallehrer, 5 m.; Dr. Sigmund Dormitzer, Rechtsanwalt, 10 m.;
Carl Frhr. Ebner von Eschenbach, Landgerichtspräsident a. D., 5 m.;
Dr. Wilh. Ebrard, kgl. Gymnasialprofessor, 3 m.; Dr. Karl Eckhard,
Apotheker, 5 m.; Frdr. Eckerlein, Gymnasialprofessor, 2 m.; Eckstein
& Co., Metallwarenfabrik, 5 m.; M. Edelmann, Antiquar, 5 m.; Ernst
Eger, Kaufmann, 3 m.; Gg. Eisenbach, Kaufmann, 5 m.; Hans Eisenbeiss,
Konditor, 5 m.; Eisenwerk Nürnberg, A.-G., vorm. S. Tafel & Co., 10 m.;
Ludwig Eismann, Kaufmann, 5 m.; M. Ellern Sohn, Schuhwarenfabrik, 3 m.;
Theod. Emmel, Kunstgärtner, 3 m.; Emmericher Waren-Expedition, Filiale,
10 m.; Aug. Engelhardt, Lehrer, 2 m.; Karl Erckert, k. Forstmeister
a. D., 5 m.; Frz. Erk, kgl. Bahnexpeditor, 3 m.; Erlanger Söhne,
Hopfenhandlung, 5 m.; David Erlanger, Kaufmann, 3 m.; Moritz Erlanger,
Fabrikbesitzer, 5 m.; Hans Etzel, Ingenieur, 3 m.; Faist, Oekonomierat,
20 m.; Johs. Falk, Kommerzienrat, 100 m.; Max Falk, Oberinspektor,
5 m.; Emil Fechheimer, Fabrikbesitzer, 5 m.; Otto Fechheimer,
Fabrikbesitzer, 5 m.; J. G. Fehn, Kunstmühle, 3 m.; Felsenstein &
Mainzer, Zinngußwarenfabrik, 5 m.; Dr. Felix Fraenkel, Assistenzarzt, 3
m.; S. Frankenbacher, Kaufmann, 5 m.; J. Freytag, Schreinermeister, 3
m.; Frz. Sebast. Frick, Kassier, 3 m.; Jakob Friedmann, Konsul, 5 m.;
Josef Friedrich, Hopfenhandlung, 3 m.; Frdr. Frieß, kgl. Forstmeister,
5 m.; Otto Fuchsberger, kgl. Oberlandesgerichtsrat, 5 m.; Hermann Fuld,
Kaufmann, 3 m.; Hans Fürsattel, Restaurateur, 5 m.; Jakob Gallinger,
Kommerzienrat, 10 m.; Dr. Jos. Gallinger, Rechtsanwalt, 3 m.; Hugo
Gärtner, Schneidermeister, 3 m.; Wilhelm Gebhardt, Kaufmann, 5 m.;
Philipp Geiger, Ingenieur, 5 m.; Karl Gerster, in Firma: Friedr. Kaul,
2 m.; Giegerich & Egloffstein, Margarinefabr., 5 m.; G. Giulini,
Rentner, 3 m.; C. Gödde, Kaufmann, 3 m.; Fritz Gorter, Kassier, 3 m.;
Martin Gotthardt, Fabrikdirektor, 6 m.; Albert Götz, Bankdirektor, 3
m.; Andreas Götz, städt. Ingenieur, 2 m.; Gg. Götz, Kaufmann, 3 m.;
Graebner & Sohn, Wagenbau, 5 m.; Aug. Grimm, Lehrer, 2 m.; Eduard Groß,
kgl. Gymnasialprofessor, 3 m.; Oskar Groß, Rechtsanwalt, 5 m.; Leonh.
Gruber, Privatier, 3 m.; Gottfr. von Grundherr, Kaufmann, 3 m.; Frdrch.
Gsundbrunn, Bauunternehmer, 3 m.; Max Gsundbrunn, Maurermeister,
10 m.; Alb. Gümbel, k. Kreisarchivsekretär, 3 m.; Joh. Gg. Gundel
(Schweinau), 2 m.; Stephan Gundel, Baumeister, 5 m.; B. Günthermann,
in Firma: Adolf Weigel, Fabrik mechanischer Blechspielwaren, 5 m.;
Jakob Gunzenhaeuser, kgl. Landgerichtsrat, 3 m.; Wilhelm Gutmann,
Kaufmann, 2 m.; Gutmann & Schiffnie, Spielwaren-Exportgeschäft, 5
m.; Fritz Haas, Architekt, 3 m.; Hrch. Haas, Bankdirektor, 5 m.; Gg.
Hamann, kgl. Postoffizial, 2 m.; Otto Hammer, Redakteur, 5 m.; Dr.
Richard Hammerschmidt, Oberingenieur, 2 m.; Moritz Hartwig, Prokurist
der Vereinsbank, 3 m.; Mart. Hauers Wtwe., kgl. bayr. Filzdeckenfabrik,
3 m.; Konrad Hausel, Möbelgeschäft, 2 m.; Hans Häußler, Privatier,
3 m.; Marg. Hebart, Privatierswitwe, 5 m.; Richard Hegelheimer,
Privatier, 3 m.; Chph. Heiling, Kaufmann, 5 m.; Carl Heimbrecht,
Kaufmann, 3 m.; Heinr. Heinemann, Kaufmann, 3 m.; Gg. Heinrich,
Gymnasialassistent, 3 m.; Joh. Heiter, Etuis- und Kartonnagenfabrik,
3 m.; Lehmann Held, Privatier, 3 m.; J. Th. Heller, Ingenieur, 5
m.; L. Hellmann, Kaufmann, 2 m.; Rud. Hellmuth, Hopfenhandlung, 10
m.; Gg. Hennch, kgl. Oberbahnamtsdirektor, 3 m.; Hrch. Henz, kgl.
Reallehrer, 3 m.; Dr. Th. Herberger, 5 m.; A. Hering, Ingenieur und
Fabrikbesitzer, 5 m.; M. Herold, Lehrer, 1 m.; H. Heinr. Herrmann,
Kaufmann, 3 m.; Leop. Herzfelder, Bankier, 5 m.; Max Herzfelder,
Bankier, 5 m.; Gg. Hesslein, in Firma: S. A. Hesslein & Co., 3 m.;
Karl Hesslein, Prokurist, 3 m.; Herm. Heym, Kaufmann, 3 m.; Jean
Hildel, Fabrikbesitzer, 3 m.; Thomas Hildel, Getreidehändler, 2 m.;
Chrstn. Hilpert, Fabrikteilhaber, 3 m.; Angelo Hirsch, Fabrikant, 10
m.; Gg. Hitzler, Weinrestaurateur, 3 m.; Frz. Hoch, Hilfsgeistlicher,
3 m.; Simon Hock, Kaufmann, 2 m.; Walther Hodann, Hauptmann z. D.,
4 m.; Gernandt Hoffmann, Dekorationsmaler, 10 m.; Sophie Hoffmann,
Bahnhofverwalterswitwe, 2 m.; E. Höflinger, Architekt, 3 m.; Gebr.
Hofmann, Elektrotechnische Fabrik, 3 m.; Justine Hofmann, Privatière,
2 m.; L. Hofmann-Sohn, Mechan. Wollwarenfabrik, 10 m.; Joh. Bapt.
Höfner, Stadtpfarrer u. kgl. Bez.-Schulinspektor, 10 m.; Gg. Honsberg,
Ingenieur, 5 m.; Max Hopfmann, Kaufmann, 3 m.; Karl Hörber, techn.
Aufsichtsbeamter der Brauerei- und Mälzerei-Berufsgenossenschaft, 2 m.;
Karl Hösle, Steuerinspektor, 2 m.; Friedrich Hügelschäffer, Privatier,
5 m.; Adam Hummel, Lehrer, 2 m.; J. M. Hutzelmeyer, Privatier, 3 m.;
Wilh. Jaeckel, Buchhalter, 3 m.; Gebr. Jacoby, Nachf., Damenkonfektion,
6 m.; Hans Ißmayer, Architekt, 5 m.; Emil Josephthal, Rechtsanwalt,
5 m.; Adolf Jungkunz, Prokurist, 2 m.; Dr. Robert Jungmann, kgl. II.
Staatsanwalt, 3 m.; Kaiser & Schorr, Baugeschäft, 3 m.; Friedr. Kamm,
Lehrer, 6 m.; Wilh. Karpe, Privatier, 3 m.; Friedr. Kaspar, Prokurist,
5 m.; M. Kaufmann jr., Kaufmann, 3 m.; Oskar Kaupert, Photograph, 2
m.; J. G. Kayser, Maschinenfabrik, 5 m.; Carl Keller, Bureauchef,
5 m.; Dr. Chr. Kellermann, k. Rektor, 2 m.; J. Kelmy, Ingenieur, 2
m.; J. G. Kern, Brotfabrik, 3 m.; Frdr. Wilh. Kieß, Kaufmann, 10 m.;
Ferd. Kiessling, Kaufmann, 2 m.; Jos. Kirschten, Kaufmann, 5 m.;
J. G. Kithil, Fabrikant, 5 m.; Anton Klein, kgl. Bahninspektor, 3
m.; Konr. Klein, elektrotechnische Fabrik, 2 m.; Wilh. Klein, kgl.
Amtsrichter, 3 m.; Friedr. Kleining, Juwelier, 3 m.; Christ. Klemm,
kgl. Oberlandesgerichtsrat, 3 m.; Hans Klughardt, Inhaber der Firma:
Jean M. Bauer, 5 m.; Hrch. Knauß, Kohlen-Großhandlung, 10 m.; Johs.
Knauth, Redakteur, 2 m.; Dr. Karl Koch, Spezialarzt für Chirurgie, 20
m.; Traugott Koch, kaufmännischer Agent, 3 m.; Max Kohn, Kaufmann, 10
m.; Otto Kohn, Direktor, 25 m.; Sigmund Kohn, Bankier, 3 m.; Theod.
Köhn, Stadtbaurat a. D., Direktor, 10 m.; Ph. Kolbmann, Lehrer, 3 m.;
Bernh. Königsgarten, Kaufmann, 3 m.; Julie Korn, Buchhändlerswitwe,
3 m.; Emil Körner, Generalagent, 2 m.; Georg Körner, Kantor und
Musiklehrer, 3 m.; Oswald Kötting, Oberingenieur, 5 m.; Th. Krämer,
Delikatessenhändler, 5 m.; Gebr. Krämer, Weinhandlung, 5 m.; Lorenz
Kritzenthaler, Bäckermeister, 2 m.; Eduard Kromwell, Kaufmann, 10 m.;
Gg. Kuch, städtischer Ingenieur, 3 m.; Richard Kuhlo, Generaldirektor,
100 m.; Franz Kuhn, Kronenparfümerie, 3 m.; Hrch. Kullmann, Ingenieur,
3 m.; Frz. Kurz, Fabrikbesitzer, 5 m.; Karl Kuschel, Kaufmann, 3
m.; Kajetan Lacher, kgl. Hauptzollamtsoffizial a. D., 2 m.; Richard
Landau, Dr. med., Arzt, 2 m.; Landecker & Albert, Metallwarenfabrik,
2 m.; Landecker, Gustav, Kaufmann, 2 m.; J. J. Landmann, Kaufmann,
3 m.; Dr. Ludwig Landsberg, Fabrikbesitzer, 6 m.; Bernhard Lang,
Konsul, 20 m.; Gustav Lang, Schleif- und Polierwerkbesitzer, 3 m.;
Ignaz Lang, Großhändler, 5 m.; Wilhelm Lang, Kaufmann, 3 m.; Frz.
Lebermann, Kaufmann, 3 m.; Dr. N. Lebermann, Gymnasialassistent, 3 m.;
Ernst Lebrecht, Kaufmann, 2 m.; Dr. Max Lechner, kgl. Oberstudienrat,
3 m.; Leibold & Sohn, Kunstschlosserei, 20 m.; Oskar Leichsenring,
Intendantursekretär, 2 m.; Jean Leinberger, Kaufmann, 3 m.; Fritz
Leipert, Buchhalter, 2 m.; Jul. Leonhardt, Architekt, 3 m.; Sigm.
Lerchenthal, Hopfenhandlung, 3 m.; D. Kurt Lessing, Fabrikbesitzer,
10 m.; Gustav Letterer, Kaufmann, 2 m.; Carl J. Leupold, Hotelier, 3
m.; Cölestine von Leutsch, Privatière, 5 m.; Albert Levi, Kaufmann, 3
m.; Gerhard Ley, Direktor, 3 m.; Gg. Leykauf, kgl. bayr. Hoflieferant,
5 m.; Karl Liebel, Kaufmann, 5 m.; Dr. Herrn. Liebstädter, pr. Arzt,
5 m.; Jos. Lindacker, Ingenieur, 3 m.; Gg. Lippart, Oberingenieur, 5
m.; Lirsch & Wagner, Pinselfabr., 5 m.; Clemens v. Loewenich, kgl.
Landgerichtsrat, 2 m.; Sigm. Loewi, Kaufmann, 5 m.; Joh. Lotze,
Bilderrahmen- u. Spiegelfabrik, 10 m.; Adolf Louis, kgl. Postexpeditor,
3 m.; Paul Luber, Handschuhgeschäft, 2 m.; Eduard Luchs, Buchhalter, 3
m.; L. Ludwig, kgl. Hauptzollamtsoffizial, 3 m.; Gg. Maaß, Brotfabrik,
5 m.; Friedr. Mäckel, Ingenieur, 3 m.; Moritz Mainzer, Kaufmann, 2
m.; Gg. Mairoser, kgl. Reallehrer, 3 m.; M. Manes, Kantor, 2 m.; Jul.
März, kgl. Bezirksingenieur, 5 m.; S. Mathias, Seidenbazar, 5 m.;
Georg Mauder, Ingenieur, 3 m.; Ludwig Maurer, Betriebsingenieur in
Firma: Motorfahrzeuge-Fabrik »Union«, G. m. b. H., 3 m.; Friedrich
Meier, Nähmaschinenlager, 2 m.; Gg. K. Meier, Holzhandlung, Inhaber:
Mich. Meier, 10 m.; Gg. Meinecke, Formenfabrik, 2 m.; Dr Friedrich
Merkel, pr. Arzt, 3 m.; Hrch. Merkel, kgl. Landgerichtsdirektor, 3 m.;
Ernst Merzbacher, Prokurist, 3 m.; Carl Metzger, Fabrikbesitzer, kgl.
b. Hoflieferant, 5 m.; Max Metzger, Kaufmann, kgl. b. Hoflieferant,
5 m.; Otto Metzger, Fabrikbesitzer, kgl. b. Hoflieferant, 5 m.; Dr.
Sigm. Metzger, Fabrikbesitzer, kgl. b. Hoflieferant 5 m.; Konr.
Meyer, gepr. Lehramtskandidat, 2 m.; Gg. Meyer, Charkutier, kgl.
b. Hoflieferant, 3 m.; Hans Meyer, Drahtwarenfabrikant, 10 m.;
Heinrich Meyer, Fabrikant, 5 m.; Ferd. Miller, kgl. Bauamtmann, 5
m.; A. Mittelberger, Privatier, 3 m.; Chph. Möbus, Katechet, 3 m.;
Dr. Emil Mock, Augenarzt, 3 m.; Bertha Mohr, Rechtsanwaltswitwe, 5
m.; Anton Morgenstern, Heilkundiger, 3 m.; Aug. Müller, Kaufmann, 2
m.; Daniel Müller, Hopfenhändler, 2 m.; Frz. Müller, Baumeister, 10
m.; Frz. Müller, Restaurateur, 5 m.; Frdrch. Müller, Kaufmann, 6 m.;
Ludw. Müller, Lehrer, 2 m.; Wilh. Müller, Hopfenhändler, 5 m.; Joh.
Münderlein, kgl. Pfarrer, 5 m.; Munker u. Felger, Metallwaarenfabrik,
6 m.: Bernh. Münz, Großhändler, 3 m.; Hugo Natalis, Prokurist, 10 m.;
L. Nauheim, Schuhgeschäft, 2 m.; Gg. Neiff, sen., Privatier, 2 m.; F.
Nerz, stellvertret. Direktor der Elektrizitäts-Aktien-Gesellschaft, v.
Schuckert u. Co.; 20 m.; Johs. Nestel, Conditoreibesitzer, 2 m.; Jos.
Neuburger, Dr. med., Spezialarzt, 3 m.; V. Nickel, Architekt, 6 m.;
Peter Nigl, Holzhandlung, 5 m.; Nürnberger Beleuchtungskohlenfabrik
(Jul. Fuchs), 20 m.; Nürnberger Federhalter- u. Metallhülsenfabrik
(Paul Müller) 10 m.; Theodor Nuß, Ingenieur, 2 m.; Louis Oberndorffer,
Kaufmann 2 m.; Jos. Ordenstein, Kaufmann, 2 m.; Joh. Ott, kaufm. Agent,
3 m.; S. Oettinger, Rechtsanwalt, 3 m.; Peter Pack, Hofbuchbinder,
3 m.; Sebast. Panzer, Kaplan, 5 m.; Josef Paul, Dr., 3 m.; Gg.
Paulus, kgl. Hauptmann a. D., 20 m.; Karl Peter, Lehrer, 2 m.; W. von
Petz, Gutsbesitzer, 25 m.; Franz Pikola, General-Repräsentant der
Oberrhein. Versicherungs-Gesellschaft, 5 m.; Dr. Hans Pitterlein,
kgl. Oberarzt, 2 m.; Karl Plank, Kaufmann, 6 m.; Popp u. Weisheit,
Baugeschäft, 10 m.; Hrch. Prager, Damenkonfektions-Geschäft, 2 m.;
L. Prechtel, Stabsveterinär, 2 m.; Gottfr. Probst, Fabrikbesitzer,
20 m.; Karl Quehl, Spielwaren-Großhandlung, 6 m.; Dr. Eduard Raab,
pr. Arzt, 2 m.; Andr. Ludw. Raum, Privatier, 20 m.; Peter Raum,
Privatier, 20 m.; Max Rechenmacher, kgl. Hauptzollamtskontrolleur,
5 m.; Christian Rehlen, Dr. med., 10 m.; Ludw. Reich, Kaufm., 2 m.;
Jean Reif, kgl. Kommerzienrat, 20 m.; Michael Reif, Kaufm., 3 m.;
Zacharias Reif, kgl. Kommerzienrat, 20 m.; Hans Reindel, Kaufmann, 3
m.; Hans Reingruber, Kassier, 2 m.; Karl Reinhold, Restaurateur, 2
m.; Reizenstein & Offenbacher, Hopfenhandlung, 15 m.; Felix Reusche,
Buchdruckereibesitzer, 6 m.; Max Reuter, Sekretär a. D. 3 m.; Emil
Richter, Kaufmann, 10 m.; Gust. Rieck, Kaufmann, 2 m.; J. Riedel, kgl.
Oberbauführer, 3 m.; Lorenz Riegel, Reisender, 3 m.; Konr. Rießner,
Ofenfabrikant, 5 m.; Karl Ritter, Intendanturrat, 3 m.; Konrad Rogner,
Schlachthofdirektor, 3 m.; Fritz Rohmer, Glasermeister, 5 m.; H. F.
Roller, Zuckerwarengroßhandlung, 2 m.; Hugo Rosenfeld, Kaufmann, 3
m.; Wolfg. Röschlein, Juwelier, 3 m.; Friedr. Rösel, Lehrer, 3 m.;
Leop. Rosenbaum, Getreidehändler, 3 m.; Gg. Rosenberg, Buchhändler,
3 m.; Oskar Rosenfeld, Kaufmann, 6 m.; Wilh. Rosenmerkel, kgl.
Gymnas.-Professor, 2 m.; Gg. Rück, Prediger, 3 m.; Albert Rudolph,
Redakteur, 5 m.; Friedr. Rügemer, Lederhandlung, 5 m.; Arthur Rühl, Dr.
med., prakt. Arzt, 10 m.; Adolf Rühle, Direktor, 10 m.; Eduard Rümelin,
Kaufmann, 3 m.; Gg. Rupprecht, Generalagent, 3 m.; Alfr. Ruthemeyer,
Kaufmann, 2 m.; Gottl. Sabel, Direktor, 5 m.; Eduard Salfner, kgl.
Prof. 2 m.; L. Satzger, Generalagent, 3 m.; W. Schaarschmidt,
Korbwarenfabr., 3 m.; Hans Kuno Schaef, Kaufmann, 3 m.; Emil Schafft,
Charkutier, 5 m.; Gg. Schattner, Kaufmann, 5 m.; Joh. Paul Scheindel,
Privatier, 10 m.; Anna Barbara Schenk, Privatière, 3 m.; Silvan
Scherer, Spediteur, 3 m.; F. A. Scherf, Fabrikbesitzer, 3 m.; Theod.
Schilling, Kaufmann, italien. Consul 5 m.; Karl Schmidt, Kaufmann,
3 m.; Gg. Schmidt, Kaufmann, 2 m.; Gg. Schmidt, Lehrer, 3 m.; J. A.
Ernst Schmidt, Kaufmann, 5 m.; Jos. Schmidt, Bankdirektor, 5 m.; Leonh.
Schmidt, Reiseartikelgeschäft, 3 m.; Phil. Schmidt, Oberingenieur,
3 m.; M. Schmied, Kaufmann, 5 m.; Karl Schmitt, Kaufmann, 5 m.;
M. Schmitt & Sohn, Kunstschlosserei, 5 m.; Friedr. Schnaubert,
Oberingenieur, 5 m.; M. Schneider, Modewarengeschäft, 10 m.; Konr.
Schöffel, Pinselfabr., 3 m.; Hermann Scholle, Kaufmann, 20 m.; Phil.
Scholtes, Direktor der Nürnberg-Fürther Straßenbahn-Gesellschaft,
3 m.; Aug. Schönau, Dachdeckermeister, 10 m.; Dan Aug. Schröppel,
Ingenieur, 2 m.; Hermann Schuch, Privatier, 2 m.; Vereinigte fränk.
Schuhfabriken, vorm. A. Brust, vorm. B. Berneis, 20 m.; Louis
Schulhöfer, Kaufmann, 3 m.; Anton Schwab, Krankenhausverwalter, 3
m.; Dr. E. Schwanhäuser, Kaufmann, 3 m.; Oswald Schwarz, Kaufmann,
2 m.; Hans Schwemmer, Kaufmann, 3 m.; Otto Seegy, städt. Architekt,
2 m.; H. Seitz, Ingenieur, 3 m.; Konrad Seitz, i. F. Konrad G.
Seitz, 5 m.; Hrch. Seressé, Kaufmann, 6 m.; Hans Siele, Direktor
der Nürnb. Motor-Fahrzeugefabrik, 3 m.; Max Simon, Kaufmann, 6 m.;
Wilh. Söldner, p. Lehrer, 2 m.; K. Sörgel, Rechtsanwalt, 3 m.; Frdr.
Springer, Kaufmann, 2 m.; Anton Springhart, Polstermöbelgeschäft, 10
m.; Jean Stadelmann & Co., Specksteingasbrenner-Fabrik, 20 m.; Karl
Stadler, Apothekenbesitzer, 3 m.; Dr. Otto Stählin, kgl. Gymn.-Lehrer,
3 m.; Hrch. Stauffer, Kaufmann, 5 m.; Carl Stein, Kaufmann, 5 m.;
Gustav Stein, Kaufmann. 3 m.; Adolf Steinberg, Kaufmann, 3 m.; Ludw.
Stieder, Großhändler, 3 m.; Dr. Hrch. Stiegler, Ratsassessor, 6 m.;
J. Stiegler, Hopfenhändler, 3 m.; Stöcker & Schoberwalter, Bildhauer
u. Stukkateure, 5 m.; Frdrch. Stoer, rechtskund. Magistratsrat, 3 m.;
Strohmengers Nachf., Gg. Hempel, 3 m.; Gg. Stürmer, Privatier, 5 m.;
Hrch. Sucker, Seifenfabrikant, 10 m.; M. Sulzer, Kaufmann, 3 m.; Dr.
Alb. Teutsch, Rechtsanwalt, 3 m.; Fritz Theisen, Kaufmann, 5 m.; Karl
Thiele, i. Fa. Setterl & Gindele, 5 m.; Rudolf Otto Thürmer, Ingenieur,
3 m.; Emil Thurnauer, Kaufmann, 2 m.; L. Tintner, Kaufmann, 2 m.;
Johs. Trenkle, Kaufmann, 2 m.; Hrch. Treupel, Kaufmann, 3 m.; Oskar
Treutler, Buchhändler, 2 m.; Max J. Tuchmann, Kaufmann, 20 m.; Richard
Tuchmann, Kaufmann, 10 m.; W. Tümmel, Buch- und Kunstdruckerei, 10 m.;
Friedr. Uebel, kgl. Gymnas.-Lehrer, 2 m.; Otto Ulrich, Ingenieur, 3
m.; V. Unsöld, Bürstenfabrik, 3 m.; L. Utzelmann, Weinwirt, 5 m.; Carl
Vetter, Kaufmann, 2 m.; Otto Voges, kgl. Intendantursekretär, 3 m.;
Karl Vogl, Landgerichtsrat, 5 m.; Frdrch. Vogt, Lehrer, 3 m.; Ferd.
Volkert, kgl. Oberingenieur, 10 m; Oskar Vollhardt, Justizrat, 10 m.;
Frdrch. Wächter, freiresignierter Pfarrer, 5 m.; Friedr. Wachtler,
Lehrer, 2 m.; Alexander Wacker, Generaldirektor, Kommerzienrat, 20
m.; Franz Wagner, Rechtsrat, 3 m.; Paul Waitz, Kaufmann, 5 m.; Ad.
Wallnö

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